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Bühne

Über 900 junge Musiker reisen an

Der 55. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ findet in diesem Jahr vom 23. bis 27. März in Regensburg statt.
Von Angelika Lukesch

  • Die Schlagzeuger treten in der Music Academy zum Wettbewerb an. Fotos: Astrid Ackermann
  • Die jungen Musiker bereiten sich schon seit Wochen auf den Wettbewerb vor.
  • Die Künstler sind 12 bis 27 Jahre alt.

Regensburg.Der Wettbewerb „Jugend musiziert“, der auf Regional-, Landes- und Bundesebene stattfindet, ist ein Pool junger Ausnahme-Musik-Talente, aus dem schon so mancher Star hervorgegangen ist. Der Geschäftsführer des Landeswettbewerbs, Andreas Burger, sowie der Vorsitzende des Landesausschusses, Wolfgang Graef, zählen verschiedene Weltstars auf wie Anne-Sophie Mutter (Violine), Tabea Zimmermann (Viola) oder Lars Vogt (Klavier), um die Bedeutung des Jugend-musiziert-Wettbewerbs für die Talentförderung zu verdeutlichen. Andreas Burger weist auf die „hohen künstlerischen Leistungen“ der teilnehmenden jungen Musiker hin, die sich schon im Regionalwettbewerb mit herausragenden musikalischen Leistungen für den Landeswettbewerb in Regensburg qualifiziert haben.

„Der Wettbewerb ,Jugend musiziert‘ beflügelt die Teilnehmer, sich mit Gleichaltrigen zu messen. Er macht neugierig, die eigenen Grenzen kennen zu lernen, und vermittelt Einblick in den Ist-Zustand der eigenen musikalischen Entwicklung. Er lehrt die Teilnehmer, mit Erfolg und Scheitern moderat umzugehen und sich selber aufgrund der Leistung weder zu über-, noch zu unterschätzen. Es tut dem Selbstbewusstsein der jungen Musiker gut, wenn sie entsprechend ihrer Leistung gewürdigt werden und dies auch so verstehen“, sagt Graef.

Wertungsspiele an sechs Orten

In 22 Regionalwettbewerben haben sich die talentiertesten jungen bayerischen Musiker für die Teilnahme am Landeswettbewerb Bayern qualifiziert. 932 junge Talente werden dazu vom 23. bis 27. März nach Regensburg zu den Wertungsspielen kommen, wo der Landeswettbewerb schon zum zweiten Mal ausgerichtet wird. Die Wertungsspiele finden an sechs verschiedenen Orten statt. Im Zentrum steht das Albertus Magnus Gymnasium, denn dort ist auch die zentrale Anlaufstelle des Wettbewerbs eingerichtet, wo alle Informationen einschließlich eines Gesamtprogramms zu haben sind, in dem alle Teilnehmer mit ihren Wertungsstücken aufgelistet sind. So kann sich jeder, der am Wochenende Lust darauf hat, klassische Musik von jungen Talenten zu hören, aussuchen, wo er hingehen will.

Im Albertus Magnus Gymnasium werden die Wertungsspiele der Blockflöten, Querflöten, Oboe, Fagott, Saxophon, Horn, Trompete/Flügelhorn, Tuba, Bass (Pop) sowie Kunstlied durchgeführt. Weitere Wertungsorte sind das Von Müller Gymnasium (Klarinette, Gitarre, Mandoline, Hackbrett, Zither, Klavier-Duo, „Besonderes Ensemble“, Klavier und Streicher,) das Goethe-Gymnasium (Musical), die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (Orgel) und die Music Academy (Schlagzeug-Ensemble).

In 682 Wertungsspielen werden 932 junge Musiker im Alter von 12 bis 27 Jahren in sechs Alterskategorien vor den jeweiligen Jurys auftreten und Musikstücke vortragen, mit denen sie sich in Vorbereitung auf den Landeswettbewerb schon seit Wochen intensiv beschäftigt haben. Das Besondere an diesem Wettbewerb ist auch, dass die Teilnehmer nicht in Konkurrenz gegeneinander antreten. Es ist vielmehr so, dass jeder einzelne Musiker gegen sich selber antritt. Jeder erhält die Punktzahl, die er sich erspielt. So kann es durchaus auch mehrere Höchstpunktzahlen in der Kategorie eines Instrumentes geben.

100 Juroren im Einsatz

Die Jury, sagt Andreas Burger, berate jeden Teilnehmer sehr wohlwollend und so, dass der junge Musiker in seinem Schaffen und seiner Motivation gefördert werde. Insgesamt werden die Juroren mehr als 73 Stunden Beratungszeit für die jungen Talente aufwenden. Die 100 Juroren des diesjährigen Landesentscheids sind alle vom Fach. Es sind Professoren bayerischer Musikhochschulen, Orchestermusiker, Musikschullehrer, Privatmusikerzieher oder freischaffende Künstler.

Den glänzenden Abschluss des Landesentscheids bildet am 27. März im Neuhaussaal am Bismarckplatz das Abschlusskonzert, bei dem einige der Preisträger Teile ihres Wertungsprogrammes spielen werden. Staatssekretär Bernd Sibler wird die Urkunden verleihen. Auch die Sparkassen-Sonderpreise im Gesamtwert von 13 000 Euro und der Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes in Höhe von 2000 Euro (von der Versicherungskammer Kulturstiftung) werden in diesem Rahmen verliehen. Der Eintritt zum Abschlusskonzert ist frei. Das Konzert wird vom BR mitgeschnitten.

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