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Feierakt

Verein würdigt Alfons Goppel

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident bekommt in seiner Heimat Reinhausen eine Stele. Diese wird am Samstag eingeweiht.
von Daniel Steffen

Zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1975 bekam der damalige Ministerpräsident Alfons Goppel (l.) ein Ständchen von seinen Vereinsmitgliedern des Männergesangvereins Reinhausen. Der örtliche Bürgerverein ehrt den verstorbenen Politiker nun in seinem Geburtsort. Archiv-Foto: MGV Reinhausen
Zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1975 bekam der damalige Ministerpräsident Alfons Goppel (l.) ein Ständchen von seinen Vereinsmitgliedern des Männergesangvereins Reinhausen. Der örtliche Bürgerverein ehrt den verstorbenen Politiker nun in seinem Geburtsort. Archiv-Foto: MGV Reinhausen

Regensburg.Zeit seines Lebens blieb Alfons Goppel seinem „geliebten Roahausen“ eng verbunden. Diese Worte waren aus dem Munde des früheren langjährigen Ministerpräsidenten häufig zu hören, betont der Bürgerverein Roahausen. Er erinnert daran, dass Alfons Goppel am 1. Oktober 1905 als viertes von neun Kindern der Eheleute Ludwig und Maria Goppel im damals „größten Dorf der Oberpfalz“ das Licht der Welt erblickte.

Das Geburtshaus des bedeutenden CSU-Politikers in der Straße Reinhausen 179 steht jedoch nicht mehr. Um die Person und das Wirken Goppels angemessen zu würdigen, hat der Bürgerverein Roahausen nun eine Stele mit Kopfporträt anfertigen lassen. Die Stele wird am kommenden Samstag um 13.30 Uhr an ihrem Standort an der Grundschule St. Nikola feierlich eingeweiht. Sie befindet sich vor dem Parkplatz der Grundschule. Wie der Verein betont, war Goppel bei vielen Ortsvereinen zu verschiedenen Anlässen ein „gerngesehener Schirmherr und Festredner“ und hatte für die Reinhausener „stets ein offenes Ohr“.

Früh sang er im Männerchor

Eine Ehrenmitgliedschaft hatte Goppel im Männergesangverein Reinhausen, dem er 1923 im Alter von 18 Jahren beigetreten war.Am 1. Oktober 1975 dann machte sich der Männergesangverein auf in die Staatskanzlei nach München, um Goppel zum 70.Geburtstag ein Ständchen zu halten. Dort sang Goppel, in der Funktion des Landesvaters, mit den anderen Chormitgliedern die Bayern-Hymne. Wie der Bürgerverein betont, habe Alfons Goppel „seine Roahauserer“ stets zu seinen besonderen Geburtstagen in die Landeshauptstadt eingeladen.

Auch habe er in guter Erinnerung, wie Goppel regelmäßig zu Allerheiligen das Grab seiner Eltern auf dem Friedhof Reinhausen besuchte. Alfons Goppel selbst verstarb am 24. Dezember 1991 in Johannesberg bei Aschaffenburg und wurde auf dem Waldfriedhof in München beigesetzt. Die Anfertigung der Stele hatte der Bürgerverein mit den Nachkommen von Alfons Goppel abgestimmt. Am 14. Mai 2014 erteilte die städtische Kommission „Kunst und Bauen“ die Aufstellungsgenehmigung. Für die Stele musste eine Kopie des originalen Kopfreliefs aus der Ostdeutschen Galerie angefertigt werden.

Staatsministerin wohnt Feier bei

Die feierliche Übergabe der Stele beginnt um 13.30 Uhr. Zunächst nimmt der Vereinsvorsitzende Dr. Bernhard Mitko die Begrüßung vor, ehe die offizielle Enthüllung zelebriert wird. Vonseiten der Staatsregierung spricht Professorin Marion Kiechle, die bayerische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, ein Grußwort.

Aus der Familie des früheren Ministerpräsidenten meldet sich Dr. Christoph Goppel, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, zu Wort. Mit der Bayernhymne wird die Veranstaltung abgeschlossen. Die musikalische Umrahmung gestaltet die Blaskapelle „D’Roahausara“ unter der Leitung von Claus Plank.

Aus organisatorischen Gründen bittet der Bürgerverein darum, dass sich nur geladene Gäste zu der Veranstaltung einfinden.

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