mz_logo

Regensburg
Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 6

Beruf

VHS-Chefin geht in Ruhestand

Ein schwerer Abschied: Cornelia Wabra leitete lange die Volkshochschule Regensburg und das Amt für Weiterbildung.

Cornelia Wabra verabschiedet sich.Foto: Stefan Effenhauser/Stadt Regensburg
Cornelia Wabra verabschiedet sich.Foto: Stefan Effenhauser/Stadt Regensburg

Regensburg.Nach 38 Jahren in der Erwachsenenbildung, davon 25 Jahre an der Volkshochschule der Stadt Regensburg, 13Jahre als stellvertretende Leiterin und vier Jahren als Leiterin des Amtes für Weiterbildung, verabschiedete sich Cornelia Wabra in den Ruhestand.

Die gebürtige Niederbayerin zog es eigentlich nur für ihr Studium der Pädagogik nach Regensburg, doch Wabra blieb auch danach in der Domstadt. Sie setzte sich für die Erwachsenenbildung ein – ein Betätigungsfeld, dem genau zu dieser Zeit durch die Professionalisierungsphase mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. „Den Sinn für Gerechtigkeit, den schärften schon meine Eltern“, sagt sie rückblickend auf ihre berufliche Laufbahn und ihren Einsatz für eine „Bildung für Alle“. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lag ihr am Herzen. 1983 gründete Wabra mit engagierten Eltern die erste Regensburger Krabbelstube am Ölberg. So blieb sie als Mutter dreier Söhne nahezu durchgehend berufstätig. 1993 wechselte sie vom Evangelischen Bildungswerk an die Volkshochschule der Stadt Regensburg und setzte sich zunächst als Leiterin eines Modellprojekts für Berufsrückkehrerinnen ein. Schließlich leitete Wabra die Beratungsstelle „Frau und Beruf“ und den Programmbereich Beruf, wo sie unter anderem mehrere Jahre in Folge die Frauenberufsmesse „dialog“ auf die Beine stellte. Von Anfang an begleitete und organisierte sie den Margarethe-Runtinger-Preis, der frauen- und familienorientierte Unternehmen in und um Regensburg auszeichnet.

Wichtige Projekte initiiert

Mit der Zusammenlegung von Bücherei und VHS zum Amt für Weiterbildung übernahm Wabra 2005 die Leitung der Abteilung Volkshochschule und die stellvertretende Amtsleitung. Wichtige Projekte und Schwerpunkte wurden von ihr initiiert, vorangebracht oder weitergeführt, wie beispielsweise die „Zweite Chance“ zum Nachholen von Schulabschlüssen, der Lernpunkt in den BildungsCentern mit Bildungsberatung, die „Sommer-Volkshochschule“ oder der Aufbau der Kooperation mit Universität und Fachhochschule.

Sie prägte damit wesentlich die Regensburger Weiterbildungslandschaft. Die räumliche Ausweitung der Einrichtung und die Präsenz in den Stadtteilen wurden unter anderem durch die Eröffnung der BildungsCenter in Königswiesen und im Candis-Viertel vorangebracht, in denen sowohl die Bücherei als auch die VHS vertreten sind.

Einsatz für Zusammenarbeit

Mit der Übernahme der Leitung des Amtes für Weiterbildung 2014 mit den Abteilungen Volkshochschule, Stadtbücherei und Zentraler Service setzte sich Wabra insbesondere für die Themenfelder Digitalisierung, Integration und die inhaltliche Zusammenarbeit mit der Bücherei, die in Bayern als vorbildhaft gilt, ein. „Die Loyalität und Verlässlichkeit von Conni Wabra in allen Phasen unserer Zusammenarbeit wird mir immer als sehr angenehm und positiv in Erinnerung bleiben“, so Dr. Hermann Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit.

Dem Bayerischen Volkshochschulverband bleibt Wabra noch bis zum Ende der Wahlperiode als 2. Vorsitzende erhalten. Sie engagiert sich in dieser Funktion zudem auch auf Bundesebene beim Deutschen Volkshochschulverband. Als 2. Vorsitzende im Förderverein „Wissen und mehr“ der Volkshochschule ist sie weiterhin ihrer VHS verbunden. „Erwachsenenbildungsarbeit ist“, wie Cornelia Wabra sagt „eine der spannendsten, sinnvollsten, innovativsten, abwechslungsreichsten und vielfältigsten Aufgaben.“ Ihr werde die Arbeit und der tägliche Kontakt mit Kollegen und Kunden fehlen.

Zum Abschied überreichten ihr ihre Kollegen aus dem Amt für Weiterbildung das Originalkunstwerk des Regensburger Künstlers Sigurd Roscher als Andenken an ihr letztes Programmheft. „Stadtbücherei und Volkshochschule begegnen den aktuellen gesellschaftlichen Trends mit innovativen Lösungen. Eine neue Leitung kann sich freuen“, so Wabra zum Abschied. „An Ideen und kreativen Lösungen, Offenheit für Neues, Sinn für Machbares und Kontaktfreudigkeit mangelte es ihr nie – das sind sicher die besten Voraussetzungen für einen guten Start in die neue Lebensphase“, betonte Sarah Weber, die stellvertretende Amtsleiterin im Amt für Weiterbildung.

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht