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Regensburg
Mittwoch, 15. August 2018 27° 6

Kirchenmusik

Was man aus dem Kirchenchor machen kann

Diakon Thomas Steffl leitet jetzt die „FranziskusSingers“. Im Jubiläumsjahr verzeichnen sie einen starken Mitgliederzuwachs.
Von Roland Ebner

  • Thomas Steffl bei der Kantoren-Schulung mit Hannah Lerchenberger. Foto: Ursula Kohlhäufl-Steffl
  • Die neuen „FranziskusSingers“ Foto: Thomas Steffl

Regensburg. Seit nunmehr 50 Jahren besteht die katholische Pfarrei im östlichen Stadtteil (wir berichteten). Und im Rahmen des großen Pfarrjubiläums wollen nun die „FranziskusSingers“ so richtig durchstarten. Unter dem recht unspektakulären Namen „Kirchenchor“ gibt es die Formation bereits seit Jahrzehnten – sie war somit auch schon in St. Michael aktiv, wie Diakon Thomas Steffl (52) im Gespräch mit der Mittelbayerischen erklärt. So pflegen einige Chor-Mitglieder schon 40 Jahre lang die Sangeslust.

Seit 2013 ist Thomas Steffl als Diakon in St. Franziskus tätig. Er sitzt dort auch an der Orgel (wir berichteten), ist überdies zweiter Vorsitzender im neu gewählten Kirchenbauverein und außerdem Chef-Koordinator für die „pastorale Dimension der Kirchenmusik“.

Jahrzehntelange Erfahrung

Bis vergangenen Herbst hatte Steffl überdies den Beerdigungschor in seiner Regie. Auch das versteht er als pastorale Aufgabe: „Weil Kirchenmusik in einer Krisensituation eine besondere therapeutische Aufgabe erfüllt, nämlich Trost und Zuspruch zu spenden.“

Zu der Zeit hatte Chorleiterin Gabi Tentschert ihr Mandat zurückgegeben. Aufgrund seiner Qualifikationen als ausgebildeter Berufsmusiker sei Steffl dann gebeten worden, diese Aufgabe zu übernehmen. Einverstanden habe er sich sofort gezeigt, zumal seine Aufgaben als Diakon und als Musiker „Hand in Hand“ gehen können. Außerdem sieht sich Steffl „in der langen Tradition des frühen Diakons und Kirchenmusikers Ephrem der Syrer aus dem 3. Jahrhundert“. Seine jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Chorleitung und Instrumentalmusik kommt ihm hier wohl auch zu Hilfe.

Neue Mitglieder werden gesucht

  • Der Kirchenchor

    der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus firmiert seit vergangenem Herbst als „FranziskusSingers“ unter Leitung von Diakon Thomas Steffl. Er hat derzeit 20 Mitglieder.

  • Ein Beitritt

    ist jederzeit möglich. Der Kontakt läuft über das Pfarrbüro unter Telefon (09 41) 70 57 60. Die Proben finden jeden Mittwoch von 19.30 bis 21 Uhr in der Bibliothek im Pfarrsaal statt. (er)

Zunächst überzeugte Steffl die Chormitglieder von der Notwendigkeit einer Namensfindung. Gemeinsam einigte man sich schließlich auf „FranziskusSingers“. Steffl: „Dies soll die Verbundenheit zur Pfarrei und zum Anliegen des Heiligen zeigen.“

Das hat wohl eingeschlagen: „Seit Herbst ist der Chor von zwölf auf 20 Mitglieder angewachsen, alles Pfarreiangehörige“, freut sich der Leiter. Nicht zuletzt seine „große Werbe-Aktion in den Weihnachtsgottesdiensten“ dürfte hier segensreich gewirkt haben.

Zielsetzung und Aufgabenstellung der Chorgemeinschaft erklärt ihr Chef so: „Zunächst soll der Chor den Pfarrei-Angehörigen ein Podium bieten, das eigene musikalische Talent mit einzubringen in der gesanglichen Gestaltung des Gottesdienstes.“ Dabei sei eben auch Gelegenheit geboten, „die eigenen musikalischen Fähigkeiten zu vervollkommnen“. Wichtig ist Steffl auch „die Übernahme von Verantwortung bei der Gottesdienst-Gestaltung“.

Das „gesellige Moment“ betont Steffl hier ebenfalls, spricht von „sinnstiftender Freizeitgestaltung“. Unterstützung bei all dem findet er unter anderem bei seiner Ehefrau Ursula, studierte Kirchenmusikerin aus der Regensburger Familie Josef Kohlhäufl. Und der war unter anderem Diözesanmusikdirektor und Stiftskapellmeister an der Basilika unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle.

Weit gespanntes Repertoire

Das Repertoire des Chores ist entsprechend weit gespannt: Es reicht vom Gregorianischen Choral über Werke mit Blechbläsern, Orchester und Orgel bis zu Spirituals und neuem Geistlichen Lied. Aber auch weltlichem Liedgut und Unterhaltungsmusik sind die Sänger nicht abhold.

Dazu passend gehört auch Steffls Einsatz an der Orgel. Seit 2013 ist er nicht nur beim „Orgel-Team“, er wurde auch veranlasst, das Pfarrei-Projekt „Orgelbau“ zu begleiten und tüchtig anzuschieben.

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