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Jubilar

Weihe jährt sich zum 50. Mal

Vor einem halben Jahrhundert empfing Prälat Hans Strunz im Dom St. Peter in Regensburg die Priesterweihe. Das wird gefeiert.
Von Daniel Steffen

Prälat Hans Strunz feiert am kommenden Wochenende sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Archiv-Foto: Steffen
Prälat Hans Strunz feiert am kommenden Wochenende sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Archiv-Foto: Steffen

Regensburg.Die „Missa Solemnis“ von Wolfgang Amadeus Mozart soll für ihn erklingen, wenn er am Sonntag um 10.30 Uhr sein goldenes Priesterjubiläum feiert. Prälat Hans Strunz, langjähriger Pfarrer von St. Konrad und nun in Diensten der Pfarreiengemeinschaft Reinhausern-Sallern, blickt auf den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe zurück. Die Jubiläumsfeier findet im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Josef Reinhausen statt – dort, wo Strunz dem Stadtpfarrer Josef Eichinger gern unter die Arme greift, wenn „Not am Mann“ ist.

„Ich mache das sehr gern“, sagt Prälat Strunz, der heute 75 Jahre alt ist. Im Juli 2013 hatte er sich von seiner damaligen Pfarrgemeinde St. Konrad in den Ruhestand verabschiedet. Insgesamt 17 Jahre lang war er dort mit der Seelsorge betraut, ehe er, wie er es zu seiner Verabschiedung selbst formulierte, als „Busfahrer“ den Omnibus verließ. So lange er aber noch gesund sei, helfe der Geistliche seelsorgerisch gerne aus – und das hauptsächlich in der Pfarrei St. Josef in Reinhausen. Das hat seinen guten Grund: In dem Stadtteil, der früher „das größte Dorf in der Oberpfalz“ war, erblickte Strunz am 22. September 1942 das Licht der Welt. Besteht Bedarf, dann zelebriert er auch Gottesdienste in der Kirche Mariä Himmelfahrt oder hält ein Requiem für verstorbene Pfarreimitglieder.

In vielfältiger Weise engagiert

Auf seinem langen Lebensweg legte Strunz viele Stationen ein. Zunächst machte er in Regensburg am Albertus-Magnus-Gymnasium sein Abitur, ehe er in der Domstadt sowie im österreichischen Innsbruck die Fächer Philosophie, Theologie, Pastoralpsychologie und Tiefenpsychologie studierte. Die Kaplansjahre führten ihn nach Eggenfelden.

Die Feierlichkeiten

  • Sektempfang:

    Im Anschluss an den Gottesdienst findet auf dem Kirchplatz ein Sektempfang statt. Dort gibt es die Möglichkeit, dem Jubilar zu gratulieren. Prälat Strunz verzichtet laut Pfarrbrief ausdrücklich auf Geschenke. Stattdessen könne eine Spende für die Mission in ein Kuvert gegeben werden.

  • Kirchenzug:

    Dem Festgottesdienst geht ein Kirchenzug der Vereine voraus. Die Aufstellung am Kirchplatz erfolgt gegen 10.20 Uhr.

1971 wurde er zu weiteren Studien an der Universität Regensburg freigestellt und vertrat am kirchenrechtlichen Lehrstuhl fünf Jahre lang die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten. Schon damals war er in die Seelsorge der Pfarrei St. Josef involviert und gab darüber hinaus Schulstunden in der Realschule sowie in der Akademie für Krankenpflege. Seine erste Pfarrstelle bekleidete er in Irlbach, wo er 15 Jahre lang tätig war, ehe er 1996 in die Stadtpfarrei St. Konrad wechselte. Noch im selben Jahr wählte ihn der Priesterverein der Diözese Regensburg erstmalig zum Vorsitzenden. 2001 und 2006 wurde Strunz in seinem Amt bestätigt.

Eine große Verantwortung trug Prälat Strunz ebenfalls in der Funktion des Regionaldekans für die Diözese Regensburg: In dieses Amt wurde er im September 2003 vom damaligen Bischof Dr. Gerhard Müller berufen. Seine Haupttätigkeit als Pfarrer von St. Konrad, so betonte er damals, wollte er „keineswegs vernachlässigen“. Schließlich sei ihm die Gemeinde „sehr ans Herz gewachsen“.

Unter seiner Ägide wurde zum Beispiel im Jahr 2002 die Sanierung der Pfarrkirche in Angriff genommen. Rund 5000 Pfarreimitglieder hatte er in seiner seelsorgerischen Verantwortung. Die manchmal stürmische Fahrt als „Busfahrer“ der Gemeinde habe er nur antreten können, weil Jesus ihm die Kraft dafür gegeben habe, resümierte er später.

So wird am Sonntag gefeiert

Das 50-jährige Priesterjubiläum in der Kirche St. Josef wird am Sonntag von Stadtpfarrer Josef Eichinger zelebriert. Die Festpredigt hält Dekan Johannes Plank aus Straubing. Die musikalische Umrahmung übernehmen der Chor und das Orchester der Pfarrei St. Josef unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Löffelmann.

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