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Weitere Streiks im öffentlichen Dienst

Nach den Osterferien legen Mitarbeiter in Kindertagesstätten und Kinderhorten der Stadt Regensburg erneut die Arbeit nieder.

Am 10. April werden erneut die Kindertagesstätten, Kinderhorte, Kinderhäuser, Krabbelgruppen und Mittagsbetreuungen der Stadt Regensburg bestreikt. Foto: Holger Hollemann dpa/lni
Am 10. April werden erneut die Kindertagesstätten, Kinderhorte, Kinderhäuser, Krabbelgruppen und Mittagsbetreuungen der Stadt Regensburg bestreikt. Foto: Holger Hollemann dpa/lni

Regensburg.Nachdem am 12. und 13. März die öffentlichen Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen in Potsdam kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet hätten, weitet die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks nach den Osterferien aus. Darauf weist die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung hin.

„In unserer letzten Warnstreikwelle vom 19. bis 23. März haben wir alleine in der Oberpfalz in den Regionen Amberg, Regensburg, Weiden und Sulzbach-Rosenberg rund 1200 Beschäftigte bewegt. Und nach den Osterferien weiten wir unsere Warnstreiks in der gesamten Oberpfalz aus“, erklärt Alexander Gröbner, Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz. So werden bereits am 10. April erneut die Kindertagesstätten, Kinderhorte, Kinderhäuser, Krabbelgruppen und Mittagsbetreuungen der Stadt Regensburg bestreikt.

Es gibt wieder Notfalleinrichtungen

„Insgesamt sind 26 Einrichtungen vom Warnstreik betroffen. Wir haben wegen des Warnstreiktermins kurz nach dem Wochenende nach den Osterferien mit der Stadt Regensburg 14 Einrichtungen für den Notdienst freigegeben und informieren deshalb bereits heute frühzeitig über die bevorstehenden Aktionen“, so Gröbner. Wie in der letzten Warnstreikwelle werden die Eltern in den Einrichtungen mit einem Elternbrief informiert, welcher von ver.di auch unter www.oberpfalz.verdi.de zur Verfügung steht.

„Wir wissen ob der Herausforderung für das Organisationsgeschick der Eltern und hoffen trotz der widrigen Umstände auf deren Unterstützung für die Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Praktikantinnen usw. in dieser Tarifauseinandersetzung“, so Gröbner. Schließlich hätten es die öffentlichen Arbeitgeber in der Hand mit einem kompromissfähigen Angebot schnell diese Tarifauseinandersetzung zu beenden und die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger abzuwenden.


Die Forderungen der Gewerkschaft

Ver.di fordert in dieser Tarifrunde für eine Laufzeit von 12 Monaten 6 Prozent tabellenwirksame Einkommenserhöhung, mindestens aber 200 Euro. Damit will ver.di vor allem die unteren Einkommensregionen im öffentlichen Dienst stärken. Ver.di fordert daneben noch für die Auszubildenden 100 Euro monatlich mehr sowie eine Übernahmegarantie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

„Wir wollen auf dem Verhandlungsweg zu einem tragfähigen Kompromiss kommen. Nachdem aber die Arbeitgeber bisher in Potsdam kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben, legen die Beschäftigten nach den Osterferien erneut die Arbeit nieder und schicken ein klares Signal“, gibt sich Gröbner kämpferisch. Dabei sei der 10. April in Regensburg nur der Anfang. In den folgenden Wochentagen werden die Warnstreiks noch ausgeweitet.

Mit den Warnstreiks in der Woche nach den Osterferien versucht ver.di den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde im April zu erhöhen, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft. Ver.di hoffe, dass die Öffentlichkeit auch in dieser Tarifrunde Verständnis für die Beschäftigten habe, welche tagtäglich im Interesse der Bevölkerung einen großartigen Job erbringen.

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