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Regensburg
Freitag, 23. Februar 2018 2

Gewerkschaft

Wieder Warnstreik bei BMW

Die Arbeiter wollen mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten. Am Freitagnachmittag standen die Bänder erneut still.
Von Tino Lex

Bei BMW wurde am Freitagnachmittag gestreikt. Foto: Tino Lex

Regensburg.Bereits am vergangenen Freitag standen die Bänder im Regensburger BMW-Werk still. Grund war ein Warnstreik der bei der IG Metall organisierten BMW-Mitarbeiter, die für eine sechsprozentige Lohnerhöhung kämpfen. Zudem forderten die Streikenden eine flexiblere Arbeitszeit sowie eine Verbesserung der Situation der Auszubildenden.

Am Freitagnachmittag legten etwa 1400 Mitarbeiter ein weiteres Mal die Arbeit nieder. Das Angebot der Arbeitgeber lautet: zwei Prozent mehr Lohn. „Das ist kein Angebot“, sagte Michael Faltermayer vom BMW-Werk Regensburg. Er rief seinen Kollegen zu: „Wir können stolz sein, bei BMW Metaller zu sein, wenn man diese Menge an Menschen sieht, die ein weiteres Mal für ihre Ziele auf die Straße gehen.“ Immerhin arbeiteten im Regensburger BMW-Werk die meisten Metaller in der Oberpfalz.

„Wir können stolz sein, bei BMW Metaller zu sein.“

Michael Faltermeyer, Mitarbeiter im BMW-Werk Regensburg

Etwa 1400 Mitarbeiter versammelten sich vor dem Werkstor 2, um ihren Forderungen mit Trillerpfeifen und Transparenten Nachdruck zu verleihen. „Am Ende sind es wir, die die Fahrzeuge zusammenbauen, die Milliardengewinne bringen, deshalb fordern wir auch unseren Anteil ein“, sagte Michael Faltermayer. Allein die Steuerreform in den USA würde dem BMW-Konzern eine Milliarde Euro bringen. Da sollten die Mitarbeiter auch etwas davon haben.

Jürgen Vogel von der IG Metall prangerte die Arbeitszeiten an, die nach Meinung der IG Metall flexibler gestaltet werden sollen: „Man sollte uns zugestehen, die Wochenarbeitszeit befristet für zwei Jahre auf 28 Stunden reduzieren zu können, um danach wieder in die Vollbeschäftigung zurückkehren zu können.“ Denn es gebe Lebenssituationen, die diese Maßnahmen manchmal erforderten. Auch er forderte eine gerechtere Entlohnung und sechs – „nicht zwei“ – Prozent. Die derzeitige wirtschaftliche Lage gebe diese Erhöhung auf jeden Fall her.

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