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Soziales

Wo Familien Probleme lösen sollen

Der Neubau des Sozialpädagogischen Zentrums St. Leonhard verwirklicht ein besonderes Konzept in der Kinder- und Jugendhilfe.
von Sarah Sophie Ruppert

Lucia Parnitzke und Mario Parnitzke vom Restaurant und Bar „Luma“, Marion Wein vom Gasthaus „Zum Deglbauer“, Heribert Bauer von der Werbeagentur Bauer & Frischluft, Geschäftsführer Josef Parstorfer vom Sozialpädagogischen Zentrum St. Leonhard, Vorstandsvorsitzender Peter Trepnau, Kassenwartin Renate Trepnau, stellvertretender Vorstand Alexander Rappl und Schriftführer Ferdinand Weber (von links) Foto: Sarah Sophie Ruppert
Lucia Parnitzke und Mario Parnitzke vom Restaurant und Bar „Luma“, Marion Wein vom Gasthaus „Zum Deglbauer“, Heribert Bauer von der Werbeagentur Bauer & Frischluft, Geschäftsführer Josef Parstorfer vom Sozialpädagogischen Zentrum St. Leonhard, Vorstandsvorsitzender Peter Trepnau, Kassenwartin Renate Trepnau, stellvertretender Vorstand Alexander Rappl und Schriftführer Ferdinand Weber (von links) Foto: Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.Zwei Familienhäuser entstehen seit vergangenem Jahr in der Josef-Adler-Straße. Es werden jedoch keine Familien einziehen. Künftig werden dort junge Menschen ihre Zeit verbringen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Das Sozialpädagogische Zentrum St. Leonhard verwirklicht im Regensburger Westen ein deutschlandweit einzigartiges Wohn- und Therapiekonzept. Neben der stationären Betreuung von Kindern und Jugendlichen in überwiegend Doppelzimmern, entsteht in einem der Häuser eine separate Wohnung. Familien mit ausgeprägten häuslichen Problemen haben die Möglichkeit, in die neuen Wohnungen einzuziehen. Zusammen können sie den Missständen auf den Grund gehen.

Die Idee des ortsgebundenen Familientrainings basiert auf dem anfänglichen Misstrauen der Eltern, wenn diese in den Räumlichkeiten des Sozialpädagogischen Zentrums zur Sprechstunde erschienen. „Nach und nach fühlten sie sich wohl, am Ende wollen sie gar nicht mehr gehen, weil es so schön hier ist“, schwärmt Geschäftsführer Josef Parstorfer vom Sozialpädagogischen Zentrum St. Leonhard.

„Fachlich und inhaltlich können wir da ganz viel bewegen.“

Geschäftsführer Josef Parstorfer

Eltern spüren Geborgenheit

Die Eltern spüren die Geborgenheit und fassen Vertrauen, sie öffnen sich. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass „die Eltern hier rein müssen“. Vor Ort können bessere Ergebnisse erzielt werden, als in der alltäglichen Umgebung, in der sich die Familie oft zofft. Josef Parstorfer ist sich sicher: „Hier geben wir neue Impulse, die von der Therapie auf zu Hause übertragen werden können.“ In Regensburg gibt es bald Pioniere auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe. Finanziert wird das Bauprojekt größtenteils aus eigenen Mitteln des St.-Leonhardi-Vereins.

Der Zweck des Kinder- und Jugendförderverein St. Leonhard sieht andere Hilfen vor, die nicht weniger gewichtig sind. „Der Förderverein St. Leonhard ist für die Kinder und Jugendlichen ein absoluter Segen. Fachlich und inhaltlich können wir da ganz viel bewegen“, sagt Josef Parstorfer, wenn er an die große Spendenbereitschaft des Fördervereins denkt. Auch im Jahr 2017 war die immense Unterstützung durch den Kinder- und Jugendförderverein St. Leonhard wieder ein wesentlicher Baustein für die wertvolle Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Sozialpädagogischen Zentrum St. Leonhard in Regensburg.

Im vergangenen Jahr vergab der Förderverein St. Leonhard an die Jugendhilfeeinrichtung etwa 38 000 Euro Einnahmen, aufgeteilt in Vereinsbeiträge und Spenden. Das Sozialpädagogische Zentrum wird gewiss kommunal durch das Jugendamt finanziert, doch es gibt Projekte und Freizeitaktivitäten, die nicht durch die Zahlung des Amtes gedeckt sind. Hier greift die Förderung des Vereins und hilft mit regelmäßigen Spenden bei der Finanzierung von beispielsweise Reit- und Tanztherapien, Nachhilfestunden, Projekttagen oder Vereinsbeiträgen. Mit den gemeinnützigen Hilfsgeldern werden auch Ausgaben für zum Beispiel Fußballschuhe oder Brillen, die Kaution der ersten Mietwohnung für Jugendliche oder Abschlussfahrten gedeckt.

Neue Spendenprojekte

Neue Spendenprojekte des Vereins sind bereits geplant. Am Freitag, 20. Juli, findet ein Benefizkonzert mit Trio Elf im Weigerthof in Kallmünz statt. Der bekannte Schlagzeuger des Jazzensembles Gerwin „Geff“ Eisenhauer erhielt 2008 den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz und 2012 der Stadt Regensburg. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zum Brückenfest in Kallmünz, der Eintritt ist frei. Erfolgreich könnte der Verein St. Leonhard auch beim Spendenaufruf „Der Penny Förderkorb“ sein. Penny engagiert sich mit dem Projekt für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Ab Montag, 13. August, kann für den Förderverein in den Penny-Märkten oder auf foerderkorb.penny.de fünf Wochen abgestimmt werden.

Der Zweck des Vereins

  • Geld:

    Für die individuelle Freizeitgestaltung fehlt häufig Geld. Viele Aktivitäten, die den jungen Menschen in ihrer Entwicklung helfen, können nicht bezahlt werden.

  • Förderung:

    Mit dem Ziel der individuellen Förderung und Integration der Kinder und Jugendlichen des Sozialpädagogischen Zentrums St. Lenhord Regensburg hat sich der Förderverein die Unterstützung von Projekten, Veranstaltungen und sonstigen Vorhaben auf die Fahne geschrieben.

Noch mehr zum Sozialpädagogische Zentrum. St. Leonhard lesen Sie hier.

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