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13. Maiandacht: Auch Stoiber war dabei

  • Die Regensburger CSU spielte eine zentrale Rolle beim Derbleckn. Foto: altrofoto.de
  • Bürgermeister Weber erhielt die Maiandachts-Tapferkeitsmedaille Foto: altrofoto.de
  • Stoiber-Double Wolfgang Krebs bei Peter Kittels Maiandacht mit Politiker-Derblecken Foto: altrofoto.de

Knapp 300 Gäste amüsierten sich beim traditionellen Politiker-Derblecken köstlich. „Es wird nicht wehtun, es ist nur schlimm“, kündigte Peter Kittel an, Veranstalter, Texter und Regisseur in einer Person. „Watschenmann“ des Abends war der nicht anwesende CSU-Oberbürgermeister Hans Schaidinger.

Aber auch andere Kommunalpolitiker bekamen ihr Fett ab, wurden dank künstlerischer Freiheit lächerlich gemacht. Auf den Ziegetsdorf gepilgert waren Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Justiz, Medien und Gesellschaft. Gespondert wurde die 13. Spaß-Veranstaltung der unverwechselbaren Kittel-Art wieder von der Brauerei Kneitinger.

Als Schwester Oberin Marianne Beckmann bei ihrer Levitenlesung zu Beginn der Mai-Andacht „himmlischen Beistand“ erflehte, erschien plötzlich Stoiber-Double Krebs. In seiner Levitenlesung forderte er dann eine geistig-ethische Erneuerung in Regensburg, speziell in der Kommunalpolitik.

„Ihr führt Euch immer so auf, als würdet Ihr in einer Art permanentem Schliengsief-Stück die Hauptrolle spielen und wundert’s Euch dann, dass die ganze Welt vor lauter Lachen über Euch vom Teppichboden nicht mehr hochkommt“, schrieb der unechte Stoiber den echten Regensburger Polit-Größen ins Stammbuch.

OB Hans Schaidinger watschte der Kabarettist heftigst ab, einmal so: „Euer OB läuft seit seiner fast vergeigten Stichwahl nur noch als beleidigte Leberwurst durch die Kulissen und arbeitet fieberhaft daran, dass er als letzter Oberbürgermeister der CSU in die Geschichtsbücher eingeht.“

Im Singspiel mit zwölf Laienschauspielern ging das Politiker-Derblecken fröhlich weiter. Im Visier der zwölf Spötter waren stets der OB, aber auch Polit-Lokalmatadoren wie Christian Schlegl, Joachim Wolbergs, Dr. Franz Rieger, Klemens Unger, Ludwig Artinger, Jürgen Mistol, Margit Kunc, Margit Wild, Petra Betz und Alfred Hofmaier. Das Spiel versuchte eine Antwort auf die Frage zu geben: Wer ist der rechtmäßige Erbe von Schaidinger, der 3. Bürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) oder CSU-Fraktionschef Christian Schlegl? Beide wollen „Obama von Regensburg“ sein.

„Die Zahl 13 hat Glück gebracht“, freute sich Peter Kittel über den gelungenen Abend. Er habe die Mai-Andacht einem „Relaunch“ unterzogen, das Singspiel aufgewertet, sei neue Wege gegangen. Dank des in Regensburg immer wieder zu beobachtenden „Polit-Irrsins“ würden ihm die Themen nicht ausgehen. Es gelte, den „Irrsinn“ immer wieder aufzudecken, schonungs- und gnadenlos, so die Mission der Mai-Andacht.

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