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Fest

2500 stimmten sich auf Weihnachten ein

Im Regensburger Baseball-Stadion sangen Sportler, Domspatzen und Besucher gemeinsam. Initiator Armin Wolf war gerührt.
Von Gabi Hueber-Lutz

2500 Menschen mit blinkenden Nikolausmützen sangen gemeinsam in der Armin-Wolf-Arena. Foto: Hueber-Luetz
2500 Menschen mit blinkenden Nikolausmützen sangen gemeinsam in der Armin-Wolf-Arena. Foto: Hueber-Luetz

Regensburg.Fröhlich, stimmungsvoll und beeindruckend, so war das erste Weihnachtssingen in der Armin-Wolf-Arena. Über 2500 Menschen wollten dabei sein und gemeinsam die Vorfreude auf Weihnachten erleben.

Initiator Armin Wolf war sichtlich berührt, als der Chor der Domspatzen auf der Bühne stand, dazu die Big Band Convention Ostbayern, und über 2500 Besucher gemeinsam mit den Profis sangen. Da trafen auch Goldkehlchen und harte Kerle aufeinander. Denn nicht nur die Besucher ließen ihre Stimmen erschallen, auch die Regensburger Eisbären, die Sportler vom Armin-Wolf-Laufteam und die Buchbinder Legionäre hatten sich unter das Publikum gemischt und sangen mit.

Unter der Dusche geübt

Peter Holmgren, Peter Flache und Jonas Leserer von den Eisbären gaben Einblick in ihre Vorbereitung: „Wir haben unter der Dusche geübt“, versicherten sie schmunzelnd. Auch die Besucher waren bestens ausgerüstet mit Textheften und warteten auf ihren Einsatz. Wie es sich für ein Konzert gehört, gab es kurz vor Beginn der Veranstaltung ein Einsingen. Stadtdekan Roman Gerl hielt die Probe ab. „Mundwinkel auseinander, von Herzen muss das kommen“, spornte er die Hobbysänger an. „Oh du Fröhliche“, klang es bald schon sehr ansehnlich durch das Stadion.

Mehr Bilder vom Weihnachtssingen sehen Sie hier:

Weihnachtssingen in der Armin-Wolf-Arena

Ein stimmungsvolles Bild gaben die vielen blinkenden Nikolausmützen ab, die die Besucher trugen. Sie waren zu Beginn verteilt worden und tauchten die Armin-Wolf Arena in ein warmes, funkelndes Licht. „Ich freue mich auf die besinnliche Stimmung und auf die Domspatzen“, strahlte Bettina Jobst aus Regensburg. Sie war mit ihrem Mann und ihrer Schwägerin Silvia Mayer in die Arena gekommen. Sich Zeit nehmen und abschalten, um zu singen, das hatten sie sich vorgenommen. Alle zusammen sind sie bekennende EVR-Fans. Dass so viele Spieler der Eisbären da waren, war für sie das Zuckerl obendrauf. „Toll, dass so etwas organisiert worden ist!“, vergaß Bettina Jobst nicht die anerkennenden Worte für Armin Wolf und sein Team.

Die Domspatzen waren mit ihren Vorchören unter der Leitung von Kathrin Giehl und Max Rädlinger mit dabei. Die Big Band Convention Ostbayern unter der Leitung von Christian Sommerer bekam zum Teil Verstärkung durch Sänger Hannes Keseberg und Saxophonist Tobias Meinhart. Stadtdekan Roman Gerl las eine Weihnachtsgeschichte. Foto: Hueber-Lutz
Die Domspatzen waren mit ihren Vorchören unter der Leitung von Kathrin Giehl und Max Rädlinger mit dabei. Die Big Band Convention Ostbayern unter der Leitung von Christian Sommerer bekam zum Teil Verstärkung durch Sänger Hannes Keseberg und Saxophonist Tobias Meinhart. Stadtdekan Roman Gerl las eine Weihnachtsgeschichte. Foto: Hueber-Lutz

Der Organisator stand die ganze Veranstaltung über an der Bande und beobachtete das Geschehen mit großer Freude. „Der Lindwurm hört gar nicht auf“, sagte er beeindruckt, als 150 Domspatzen einer nach dem anderen aus der Spielerkabine kamen und auf die Bühne gingen. Der Zuspruch im Vorfeld war schon sehr gut gewesen. Zum Beispiel sei vom Bayern Fan-Club aus Nabburg ein ganzer Bus voller Leute gekommen. Im Gepäck eine Spendenzusage über 750 Euro. Und beeindruckt erzählte Wolf, dass die Frau von Eisbären-Trainer Igor Pavlov extra für das Konzert aus Moskau angereist war, da ihr Gatte ihr so sehr vorgeschwärmt hatte.

„Mundwinkel auseinander, von Herzen muss das kommen.“

Roman Gerl, Stadtdekan

Weil die Freude der Veranstaltung auch anderen zugutekommen sollte, waren die Nachwuchsspieler der Eisbären mit Spendenbüchsen unterwegs und sammelten für das Haus Mutter und Kind der Katholischen Jugendfürsorge. Sehr beeindruckt war auch Manfred Seebauer vom Armin-Wolf-Laufteam. Der Ultraläufer, der als einziger Läufer bis jetzt bei jedem MZ-Landkreislauf über die ganze Distanz gefinisht hat, hatte mit Singen bisher rein gar nichts am Hut. Keiner in seiner Familie singt, erzählte er.

Selbstbewusst singen

Aber, nachdem er bei den Domspatzen war und eine Probe mitgemacht hat, fühle er sich in der Rolle des Sängers richtig wohl. Das habe ihn so selbstbewusst gemacht, dass er bei der Probe ganz laut mitgesungen habe. Auch Petra Stadtherr, Rektorin an der Grundschule der Domspatzen, ließ es sich richtig gut gehen. Das Konzert sei wunderbar geeignet, noch mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Gemeinsam gesungene Lieder wechselten mit Darbietungen von Chor und Orchester ab. Dekan Gerl las eine Weihnachtsgeschichte, die die Botschaft hatte, dass die Welt mit Christi Geburt unter einem guten Stern steht. Zum großen Finale kamen am Ende sämtliche Sportler der Eisbären, der Buchbinder Legionäre und des Armin-Wolf-Laufteams zur Bühne. Gemeinsam mit den Besuchern sangen die Profis und die Sportler im Schein des Vollmonds vom Rentier Rudolph. Sie wünschten sich auf Spanisch, „Feliz navidad“ und „Fröhliche Weihnacht überall“.

Sehen Sie hier ein Video von den Proben für das Konzert:

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