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Regensburg
Samstag, 21. April 2018 28° 2

Bilanz

30 000 Menschen sahen Weihnachtscircus

Tolles Publikum, großartige Inszenierung: Die Truppe ist mit ihrem Gastspiel in Regensburg vollauf zufrieden.
Von Angelika Lukesch

Die Künste des Schweizer Artisten Rigolo waren erstaunlich. Foto: Lex

Regensburg.Wenn Meike Schütte über den 3. Regensburger Weihnachtscircus spricht, glänzen ihre Augen und sie beginnt zu schwärmen. Schütte ist die Pressesprecherin des Zirkus und vom Erfolg der dritten Weihnachtssaison in Regensburg begeistert. „Es war ein tolles Publikum, wir hatten tolle Zahlen. Wir sind wirklich ausgesprochen zufrieden mit diesem Ergebnis“, zieht Schütte Bilanz. 30000 Besucher wurden in der Zeit zwischen 21. Dezember 2017 und 7. Januar 2018 im Zelt von Alexander Ramien begrüßt, bewirtet und unterhalten.

„30 Prozent mehr Zuschauer“

Den Clown Elastic fand das Publikum zum Lachen. Foto: Lex

„Wir freuen uns sehr, dass dieses Mal 30 Prozent mehr Zuschauer gekommen sind. Das ist eine sehr erfreuliche Steigerung. Bereits im Sommer 2017 beim Vorverkaufsstart gab es viele Ticketbestellungen, die teilweise von großem Lob für die Vorjahresvorstellungen begleitet waren“, erzählt Schütte.

Die Vorschusslorbeeren der frühen Ticketbestellung haben sich angesichts der gezeigten Attraktionen auch gelohnt. Ganz besonders begeistert haben laut Meike Schütte, die Mesa Brothers, die eine Nummer in Regensburg zeigten, die außer ihnen weltweit nur noch zwei Artistengruppen vollbringen: die Siebener-Menschenpyramide auf dem Stahlseil in luftiger Höhe.

Die Artisten hatten sich lange auf das Gastspiel vorbereitet:

Video: Angelika Lukesch

Das Publikum bewunderte auch das Schlangenmädchen Rich Metiku, deren Verrenkungen und Verbiegungen die Zuschauer an ihren eigenen Augen zweifeln ließen. Wie sich ein Mensch so verbiegen kann, ohne dass irgendetwas kaputt geht, lautete eine der häufigsten Fragen in dieser Weihnachtscircus-Saison.

Für einen sehr großen Staun-Effekt sagte der Schweizer Künstler Rigolo mit seiner Sanddornbalance. Da lagen scheinbar zu Beginn einfach nur Hölzer herum, womit das Publikum zunächst gar nichts anfangen konnte. Nach und nach, konzentriert und vorsichtig, baute Rigolo die Äste zu einem luftig leichten Gebilde auf, das perfekt ausbalanciert sich die Schwerkraft zunutze machte, um eine Skulptur aus Form und Luft darzustellen.

Mehr Bilder von den Darbietungen sehen Sie hier:

Regensburger Weihnachtscircus feiert Premiere

Schütte berichtet von den Reaktionen des Publikums: „Es war interessant: zunächst wurde der Berg aus Holz in der Mitte der Bühne argwöhnisch angeschaut, aber als die ersten vier Äste übereinandergelegt waren, wurde es mucksmäuschenstill im Zelt. Und wenn dann am Ende das riesige Gebilde in der Luft schwebte, gab es kein Halten mehr. Erleichterung wich purer Bewunderung für diese großartige Inszenierung. Ein Facebook-User schrieb uns, er habe zunächst an Magneten gedacht, die das Gebilde halten. Aber es ist Natur pur.“ Über den Komiker Elastic lachte das Publikum herzhaft, und der singende Engel Nina Borovska erfüllte das Zelt mit ihrer prachtvollen Stimme. „Man hat nicht nur einmal die Frage im Publikum gehört, ob da nicht in Wirklichkeit Mariah Carey von der CD eingespielt würde“, berichtet Meike Schütte. Sie selbst hat den Eindruck, dass „das ganze Paket des Weihnachtscircus“ begeisterte. Das Publikum habe verstanden, dass tatsächlich jedes Jahr ein ganz neues Programm gezeigt würde. „Wir servieren immer wieder neu eine appetitanregende Mixtur aus unterschiedlichsten Künsten. Nichts ist ja schlimmer als Mainstream, da ist Langeweile vorprogrammiert. Wir versuchen sehr bewusst, mit frischen Ideen für Überraschungsmomente zu sorgen und die Menschen zum Staunen zu bringen“, erklärt Schütte das Konzept des Weihnachtscircus.

MZ-Leseraktionen kamen gut an

Welche Erfahrungen nimmt der Weihnachtscircus heuer mit ins nächste Jahr? Meike Schütte erklärt, dass man gemerkt habe, wie sehr die Menschen sich für die Arbeit der Artisten interessierten und dafür, wie eine Darbietung zustande komme. „Wenn es möglich ist, wollen wir nächstes Mal eine öffentliche Probe veranstalten, bei der uns die Zuschauer mal über die Schulter schauen dürfen.“ Auch das Hundetraining und das Muskeltraining, die beiden MZ-Leseraktionen, seien sehr gut angekommen.

Beim Hundetraining lernten die Vierbeiner und ihre Besitzer viel dazu:

Video: Angelika Lukesch

Ganz ohne Verletzungen ging es bei dieser Saison nicht ab. Einer der Reck-Artisten der Truppe „The Crows“ stürzte bei einem Trick und musste im Krankenhaus behandelt werden. „Es geht ihm aber wieder gut“, kann Schütte beruhigen. „Ansonsten haben alle Mitarbeiter der Erkältungswelle und sonstigen Viren tapfer Paroli geboten.“ Auch die Artisten haben viele Eindrücke aus Regensburg mitgenommen. Die Akrobaten besuchten den Romantischen Weihnachtsmarkt im Schloss und seien von der Atmosphäre dort beeindruckt gewesen.

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Silvester im Zirkus

  • Das Menü kam aus Aschaffenburg:

    Die gesamte Zirkus-Crew einschließlich Technik, Kasse, Requisite und Büro feierte nach der letzten Show im Jahr 2017 im gemütlichen Vorzelt. Zeltbesitzer Alex Ramien und seine Frau Jasmin hatten im Stammhaus Thomashütte in der Nähe von Aschaffenburg ein Menü – es gab Ente – kochen lassen, das eigens nach Regensburg gebracht wurde.

  • Feuerwerk:

    Um Mitternacht gingen alle aus dem Zelt ins Freie und das von Ramien und einigen Artisten vorbereitete Feuerwerk wurde abgebrannt.

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