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Partei

400 Regensburger wollten Söder hören

Der designierte Landesvater sprach beim Neujahrsempfang der CSU. Vorsitzender Rieger ist auf der Suche nach OB-Kandidaten.
Von Heike Haala

  • „Regensburg ist wundervoll“, sagte der bayerische Finanzminister und designierte Ministerpräsident, Dr. Markus Söder, bei seiner Rede. Fotos: Lex

Regensburg.Söder zieht. Das weiß auch der Regensburger CSU-Kreisvorsitzende Dr. Franz Rieger. Deswegen hatte er den bayerischen Finanzminister und designierten Ministerpräsidenten nach Regensburg eingeladen. Dort sprach Dr. Markus Söder am Sonntag beim Neujahrsempfang des Kreisverbands im Prüfeninger Schlossgarten. Der Andrang war so groß, dass der „Weiße Saal“ für die vielen Gäste nicht mehr ausreichte. Deswegen gab es eine Liveschalte von Söders Rede im sich anschließenden „Waffensaal“. Insgesamt hatte Rieger 400 Zusagen für die Veranstaltung erhalten.

Während seiner Rede bezeichnete Söder Regensburg als eine wundervolle Stadt, es gebe kaum schönere in Bayern. Die Stadt habe Tradition und Möglichkeiten. „Sie boomt. Und das, obwohl sie gerade eigentlich gar nicht regiert wird“, fügte er auf den derzeit suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs anspielend hinzu.

Boomtown mit Problemen

Markus Söder beim Neujahrsempfang der Regensburger CSU
Markus Söder beim Neujahrsempfang der Regensburger CSU

Aber dieser Erfolg bringe auch Probleme mit sich. Während die nördliche Oberpfalz unter einer regelrechten Landflucht zu leiden hätte, würden sich in Regensburg durch das Wachstum andere Probleme auftun. Söder zählte etwa die hohen Mieten, die Schwierigkeiten junger Familien beim Erwerb von Wohneigentum sowie den Verkehr und den öffentlichen Personennahverkehr als Herausforderungen auf, denen sich Regensburg stellen muss. „Wir müssen dafür sorgen, dass es in dieser Boomingtown trotzdem möglich ist, dass Wohnungen geschaffen werden, dass Wohnungen gebaut werden und Wohneigentum erworben werden kann“, sagte Söder. Darum sei es wichtig, ein Baukindergeld für junge Familien und eine Eigenheimzulage auf den Weg zu bringen. So könne laut Söder auch in einem Ballungsraum bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Weitere große Themen seiner Rede waren die Regierungsbildung, Rente und Pflege sowie die Digitalisierung und die Asylpolitik.

Sehen Sie hier ein Video vom Auftritt Söders

Söder beim CSU-Neujahrsempfang in Regensburg

Mit seiner Rede traf Söder ins Schwarze. „Er hat alle Themen angesprochen, die mir wichtig waren“, sagte beispielsweise CSU-Mitglied Brigitte Gärtner. Das Themenspektrum Söders lobten auch die Parteimitglieder Claudia und Sascha Rüdiger.

„Vielen Dank für das Lob. Es war angemessen“, Dr. Markus Söder über die Komplimente von Dr. Franz Rieger

Söder sorgte während seiner Rede auch für viele Lacher im Publikum. So bedankte er sich bei Kreisvorsitzendem Rieger, der ihm die Unterstützung des Kreisverbands für seine Politik zusagte, für das Lob. „Es war angemessen“, sagte Söder über die Komplimente Riegers. Im Anschluss an die Rede brach ein regelrechtes Söder-Selfie-Fieber im Saal aus: Viele CSU-Mitglieder wollten sich mit dem Finanzminister fotografieren.

Weichen für Kommunalwahl

Kreisvorsitzender Dr. Franz Rieger ist auf der Suche nach einem OB-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020.
Kreisvorsitzender Dr. Franz Rieger ist auf der Suche nach einem OB-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020.

Kreisvorsitzender Rieger stellte während seines Redebeitrags ein ganz anderes Thema in den Vordergrund. Das Jahr 2018 sei ein wichtiges für die CSU. Damit meinte er nicht nur die Bildung einer Regierung auf Bundesebene und die Landtagswahlen im Herbst. Er denkt auch schon in Richtung Kommunalwahl 2020. Dafür will Rieger den Kreisverband in diesem Jahr personell, strategisch und sachlich aufstellen. Das bedeutet konkret: Rieger ist unter anderem auf der Suche nach möglichen Kandidaten für die Wahl des Regensburger Oberbürgermeisters. Immerhin könne es auch sein, dass diese Wahlen früher stattfinden müssen. „Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagt er.

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Markus Söder beim Neujahrsempfang der CSU

Im Gespräch mit der Mittelbayerischen sagte Rieger, dass sich der Kreisverband nun intern auf die Kandidatenkür vorbereiten will. Deswegen steht dieses Thema auch auf der Tagesordnung der nächsten Kreisvorstandssitzung am Donnerstag, 1. Februar. Rieger sprach von mehreren potenziellen Kandidaten. Wie viele das sind oder ihre Namen wollte er nicht verraten. „Diese Person braucht nicht nur die Akzeptanz des Kreisvorstands und der Basis. Er oder sie muss der oder die Beste für Regensburg sein“, sagte Rieger. Von der Vorstandssitzung in eineinhalb Wochen erhofft er sich zwei Dinge: Danach muss klar sein, bis wann die Kandidatin oder der Kandidat feststeht und die Methode, mit der sie oder er gewählt werden soll. Rieger schwebt etwa eine Findungskommission vor, die festlegt, wer sich um das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt.

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