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Gesundheit

50 Liter Blut in sechs Stunden gespendet

Rund 100 Menschen kamen zum Mobilen Dienst des BRK am Regensburger Neupfarrplatz. Sie halfen Leben retten.

Das Blutspendemobil des BRK machte auf dem Neupfarrplatz Station. Foto: Tino Lex
Das Blutspendemobil des BRK machte auf dem Neupfarrplatz Station. Foto: Tino Lex

Regensburg.Besonders in der Sommerzeit ist es schwierig, genügend Blut vorrätig zu haben. Doch noch enger wird es laut Rainer Endres, Gebietsreferent und Terminorganisator im Blutspendedienst des BRK, in den Pfingstferien. „Wir hatten in jüngster Zeit richtig Probleme, in den Pfingstferien genug Spenderblut zu bekommen, da sich das Urlaubsverhalten in den letzten Jahren hin zu den Pfingstferien verlagert hat“, so Endres.

Am Dienstag stand der Gebietsreferent mit dem Blutspendemobil noch vor den Regensburg Arcaden, am Mittwoch von 13 bis 19 Uhr sehr prominent auf dem Regensburger Neupfarrplatz. Am Donnerstag wird das Blutspendemobil in Pentling auf dem Parkplatz des Supermarkts „real“ stehen. Wie man auf dem Neupfarrplatz beobachten konnte, ist es ein reges Kommen und Gehen. Die Stufen hinauf in das Blutspendemobil schaffen an diesem Nachmittag rund 100 Spender. „Wir haben hier heute ein fünfköpfiges Team und sind nahezu jeden Tag unterwegs. Zudem haben wir mehrere Fahrzeuge, so dass wir im Jahr rund 450 Mal mit unseren Blutspende-Mobilen unterwegs sind“, erklärt er.

Viele regelmäßige Spender

Oft sehe man bekannte Gesichter, die immer wieder ihr Blut geben. Doch auch junge Menschen sehen das Mobil, besinnen sich und sind dann schnell bereit, einen halben Liter Blut (mehr darf man nicht) zu geben.

„Für mich ist das heute das erste Mal, dass ich Blut spende und es ist überhaupt nicht schlimm. Man kann vor allem etwas Gutes tun und erfährt zudem seine eigene Blutgruppe – auch nicht das Schlechteste“, sagt Laura, die auf einer Liege wartet, bis der letzte Tropfen der 500 Milliliter in den schaukelnden Plastikbeutel gelaufen ist. Ihre Tante spendet regelmäßig Blut, daran erinnerte sich ihre Nichte und da dachte sich die 23-jährige Referendarin: „Da schließe ich mich gleich einmal an.“ In rund sechs Wochen erhält Laura dann ihren Blutspendeausweis. So wie Laura müssen alle Blutspender rund eine halbe Stunde Zeit mitbringen.

Erst-Spender müssen Fragebogen ausfüllen

Das Blutspenden selbst dauert keine zehn Minuten, doch man muss einen Fragebogen ausfüllen. Dieser wird dann von einem Arzt gecheckt und wenn alle Parameter in Ordnung sind, kann das Blut gewonnen werden.

Spenden seit 1953

  • Einrichtung:

    Das Institut für Transfusionsmedizin in Regensburg ist ein wichtiger Partner der transfundierenden Kliniken und Arztpraxen in Niederbayern und der Oberpfalz: Von hier erhalten sie Blutprodukte und werden transfusionsmedizinisch betreut.

„Alles in allem sollte der Blutspender rund eine halbe Stunde Zeit mitbringen. Diese Zeit sollte es einem allerdings Wert sein, denn damit kann man Leben retten. Die Bereitschaft, mit dem eigenen Blut Leben zu retten, birgt ein Stadt-Land-Gefälle. „Wenn wir mit dem BSD-Mobil in Roßbach stehen, ist es etwas anderes als in der Stadt. Auf dem Land ist die Bereitschaft, Blut zu spenden, prinzipiell höher als in der Stadt“, sagt Endres.

Dies liege wohl an der Anonymität in der Stadt. Auf dem Land kenne man sich besser und wolle sich nichts nachsagen lassen.

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