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6101 Starter beim Arber-Radmarathon

250 Mitglieder des Veloclub Regensburg sorgten für den perfekten Ablauf. Die Sportler kamen aus ganz Deutschland.
Von Daniel Steffen

Um 6 Uhr morgens fiel der Startschuss für die Große Arberrunde. Foto: altrofoto.de
Um 6 Uhr morgens fiel der Startschuss für die Große Arberrunde. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Die Drohne flog hoch über die Köpfe hinweg und machte sich als erste auf den Weg: Als rund 1000 Rennradfahrer auf dem Regensburger Dultplatz auf den ersten Startschuss warteten, da war die Kamera schon höchst aktiv. Einen Augenblick später feuerte Verkehrspolizistin Ursula Fendl jenen heiß erwarteten Schuss in die Lüfte – und etliche High-Tech-Fahrräder setzten sich zum Auftakt des 35. Arber-Radmarathons in Bewegung.

Die ambitioniertesten Sportler hatten als Erste die Ehre und starteten bei der „Großen Arberrunde“ ihre 250 Kilometer lange Tour. Anders als viele Teilnehmer erwartet hatten, zeigte sich zum frühmorgendlichen Zeitpunkt das Wetter von seiner schönen Seite. Statt Regen, Blitz und Donner begleitete Morgenrot die Radfahrer auf ihrer Reise – und die berühmte Filmmusik „Conquest of Paradise“ hallte aus den Boxen. „Das Wetter ist hervorragend“, freute sich auch Barbara Wilfurth, die Präsidentin des veranstaltenden Veloclubs Ratisbona. Hunderte Teilnehmer hatten sich kurzfristig nachgemeldet, insgesamt waren 6101 Radfahrer beim Arber-Radmarathon unterwegs. Eine Stunde nach der „Großen Arberrunde“ war die „Kleine Arberrunde“ an der Reihe – und nicht minder beachtliche 170 Kilometer Strecke mussten hierfür zurückgelegt werden.

Sehen Sie hier die schönsten Bilder vom Start am Dultplatz in Regensburg:

Tausende starten beim 35. Arber-Radmarathon

„Man muss alles geben“

Aber wo ein Wille ist, ist bekanntermaßen auch ein Weg. „Wenn, dann muss man alles geben“, sagte der 52-jährige Franz Oberleitner, der vom Chiemsee in die Domstadt angereist war. „Eigentlich habe ich heuer erst mit dem Rennradfahren angefangen und bin seitdem regelmäßig in der Vorbereitung“, erklärte er. Als Nächstes will Oberleitner am 1. September beim Ötztaler Radmarathon mitmachen. Der Arber-Marathon diene ihm gut als Vorbereitung, argumentierte er. Einen gewissen Ehrgeiz brachte der 52-jährige mit: „Ich will zusehen, dass ich die 240-Kilometer-Strecke in neun Stunden schaffe. Das ist das Ziel“, sagte Oberleitner. Das Streckenangebot komplettierten die Bayerwaldrunde (125 Kilometer Länge), die Panoramarunde (100 Kilometer), drei Mountainbike-Touren sowie die 56 Kilometer lange Familientour.

Verkehr

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Jürgen Bauer aus Neunburg vorm Wald ging auf die 170-Kilometer-Strecke – seine 15. Teilnahme beim Arber-Marathon. „Es ist einfach eine schöne Atmosphäre bei der Veranstaltung. Für mich klar ein Highlight der Saison“, sagte der 54-Jährige. Als „Enddreißiger“ hatte er vom Fußball zum Radsport gewechselt – eine Leidenschaft, die den Sportler vom Skiclub Neunburg nicht mehr losließ.

Sein Vereinskollege Ewald Walbrun lobte die Verpflegungstationen unterwegs: „Die sind sehr gut organisiert, genau wie der Radmarathon insgesamt“, sagte der 53-jährige. Allein schon auf den Start hatte er jede Menge Lust: „Es ist schon geil, bei Musik rauszufahren“, sagte Walbrun. Für den Fall der Fälle hatte er ein Regencape und eine Windjacke auf der Tour mit dabei.

Sehen Sie hier die schönsten Bilder von der Strecke des Arber-Radmarathons im Bayerwald:

Impressionen vom Arber-Radmarathon im Bayerwald

Während die Polizei mit rund 90 Einsatzkräften den Arber-Radmarathon begleitete, kümmerten sich 23 BRK-Helfer um das Wohlergehen der Radfahrer. Die Einsatzleitung ist auf dem Dultplatz ansässig und mit der Integrierten Leitstelle verbunden. Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Eder berichtete von zwei Transporten ins Krankenhaus – und in sieben Fällen wurden gestürzte Radfahrer im BRK-Zelt am Dultplatz behandelt.

250 halfen mit

Die größte Helferzahl stemmte der Veloclub: An die 250 Vereinsmitglieder inklusive deren Freunde und Bekannte sorgten für das Gelingen der Veranstaltung. Wie die Teilnehmer kamen auch sie zum Teil von weit angereist: „Ein Freund von mir ist extra aus Nürnberg gekommen, um auf dem Dultplatz Bier auszuschenken“, sagte Markus Wilfurth, Sohn der Vereinspräsidentin.

In die Pedale trat indes Jürgen Kiesen aus Köln. „Die Menschen hier sind sehr entspannt, trotz des Tourismus. Es ist hier wie im Urlaub“, lobte der Rheinländer die Oberpfalz-Metropole.

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