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Religion

Advents-Nightfever im Regensburger Dom

Beim traditionellen vorweihnachtlichen Gebetsabend erinnerte Bischof Voderholzer 800 Gläubige, dass das Nahen des Herrn ein Grund zur Freude sei.
von Angelika Lukesch, MZ

Beim Advents-Nightfever versammelten sich Gläubige, darunter viele Jugendliche, im Dom, um eine Auszeit vom Weihnachtsrummel zu nehmen. Foto: Lukesch

Regensburg.Abseits vom lebhaften und teils hektischen Adventsrummel fanden am späten Samstagnachmittag rund 800 Gläubige, darunter viele junge Leute, den Weg in den Hohen Dom St. Peter, um dort beim „Advents-Nightfever“ eine Messe mit Bischof Rudolf Voderholzer zu feiern und danach in Andacht zu verharren. Bis spät in die Nacht dauerte dieser traditionelle Gebetsabend im Advent, den die Jugend 2000, die Passionisten, die Oratorianer, die Dienerinnen vom Heiligen Blut, die Gemeinschaft Emmanuel, das Regnum Christi und das Priesterseminar veranstaltet hatten.

Lichter und Kerzen erhellten den dämmerigen Innenraum des Doms, als die Musiker von Jugend 2000 zunächst die Messe mit modernen geistlichen Liedern und die darauf folgende eucharistische Anbetung, die bis spät in die Nacht dauerte, mit teils rhythmischen, teils ruhigen Liedern musikalisch erlebbar machten. Das Advents-Nightfever sollte nach dem Willen der Veranstalter eine „Oase“ in der Hektik des Advents- und Weihnachtsgeschäftes sein. Der Leib konnte zur Ruhe finden, die Seele auftanken und der Geist zur Besinnung kommen.

Wie jedes Jahr hatten es sich die Jugendlichen vorgenommen, den ursprünglichen Gedanken des Weihnachtsfestes in den Köpfen der Menschen wieder aufleben zu lassen. Vor den Portalen des Doms, auf den Christkindlmärkten und in den Gassen Regensburgs sprachen sie Menschen an und luden sie unter dem Motto „…weil wir diese Freude einfach nicht für uns behalten können“ in die Kirche ein. Die Menschen wurden dazu animiert, einen kurzen oder auch längeren „Zwischenstopp“ in Dom zu machen. In diesem Jahr wurden die Jugend 2000 von den Studenten der ESM Altötting unterstützt. Zum ersten Mal zelebrierte Bischof Rudolf den Jugendgottesdienst anlässlich des Advents-Nightfevers.

In seiner Predigt stellte Bischof Rudolf fest, dass er grundsätzlich nicht gegen den Weihnachtsrummel sei. Schließlich sei die Zeit damals, als sie Josef und Maria auf Herbergssuche gewesen seien, auch stressig gewesen. Darüber hinaus wären viele Menschen auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen und würden damit ihr Geld verdienen. Auch der Brauch des Schenkens sei bereits in Bethlehem begonnen worden. „Gott verschenkte sich in seinem Sohn Jesus Christus an uns und wir dürfen andere beschenken. Das erste Geschenkpapier waren die Windeln, in denen das Jesuskind eingewickelt war“, sagte der Bischof.

Er ermahnte jedoch die Gläubigen, dass man nicht an der Oberfläche dieses Brauchs bleiben dürfe es, sondern dass man in die Tiefe gehen müsse, um sich bewusst zu machen, dass an Weihnachten Jesus Christus den Menschen geschenkt worden sei. Bischof Rudolf dankte den Organisatoren für ihr Engagement, gleichzeitig wies er die anderen Gläubigen darauf hin, dass jeder getaufte und gefirmte Christ berufen sei, andere mit seinem Glauben zum Herrn zu führen. Der Bischof schloss seine Predigt mit den Worten: „Freut euch, denn der Herr ist nahe!“

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