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Wirtschaft

Aktion für gleichen Lohn

Zwischen Frauen und Männern klafft eine Einkommenslücke. Eine Veranstaltung in Regensburg macht diese zum Thema.
Von Katharina Wienke, MZ

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hisste anlässlich des kommenden „Equal Pay Day“ auf dem Bismarckplatz eine Flagge.
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hisste anlässlich des kommenden „Equal Pay Day“ auf dem Bismarckplatz eine Flagge. Foto: Wienke

Regensburg..Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer legte am Montagmittag auf dem Bismarckplatz selbst Hand an: Sie kletterte auf eine Leiter und hisste die „Equal Pay Day“-Flagge, die für die Forderung nach Lohngleichheit für Männer und Frauen steht. Die Bürgermeisterin ist Schirmherrin der „Equal Pay Lounge“, die am 15. März unter dem Motto „endlich partnerschaftlich durchstarten“ stattfindet. Der „Equal Pay Day“, der in diesem Jahr zum zehnten Mal am 18. März begangen wird, markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Ein besonderer Veranstaltungsort

Um möglichst viel Aufmerksamkeit auf diese Kampagne zu lenken, hat die Stadt einen besonderen Veranstaltungsort ausgewählt: das Theater Regensburg. Am Montag stellten die Mit-Veranstalter der „Equal Pay Lounge“, Ingrid Asche und Karin Schnappauf vom „Business and Professional Women“-Club Regensburg (BPW), der Intendant des Theaters Regensburg, Jens Neundorff von Enzberg, sowie Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer das Konzept der Veranstaltung vor. Dort kann im Dialog mit den Organisatoren unter anderem über Ursachen und Lösungen der Entgeltlücke diskutiert werden.

Im EU-Durchschnitt befinde sich Deutschland immer noch unter den Schlusslichtern im Bereich Lohngleichheit, erklärten die Mit-Veranstalter. Die Lohnlücke betrage hierzulande nach Angaben des Statistischen Bundesamtes immerhin 21 Prozent – das liegt rund fünf Prozent über dem europäischen Durchschnitt.

Ingrid Asche vom „Business and Professional Women“-Club beschreibt die „Equal Pay Lounge“ in Regensburg als eine „Bewusstseinskampagne“ für Lohngerechtigkeit. Denn noch immer sei vielen Männern und Frauen nicht bewusst, dass es diese Entgeltlücke gebe. Um auf wirtschaftlicher Ebene etwas zu verändern, sei es wichtig, vorab im Denken der Leute etwas zu bewegen, sagte Ingrid Asche.

Karin Schnappauf, ebenfalls Vertreterin des „Business and Professional Women Clubs“, sagte dazu: „Das Minimale, was man tun kann, ist Stereotype abzubauen.“ Mit Postkarten mit Sprüchen wie „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ oder „Er führt, sie schiebt“ will der BPW-Club Regensburg in diesem Jahr kleine Denkanstöße geben – für Männer und Frauen gleichermaßen. Bereits beim Taschengeld fange die ungleiche Behandlung an. Buben bekämen im Schnitt 20 Prozent mehr als Mädchen.

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