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Reaktionen

Alkoholverbot am Bahnhof polarisiert

Im Netz wird heftig über das Verbot am Regensburger Hauptbahnhof diskutiert. Viele meinen, das Problem werde nur verlagert.
Von Simone Grebler

Diese Zeiten sind bald vorbei: Die Bahn untersagt am 1. November das Trinken von Alkohol am Regensburger Bahnhof. Foto: Stefan Gruber
Diese Zeiten sind bald vorbei: Die Bahn untersagt am 1. November das Trinken von Alkohol am Regensburger Bahnhof. Foto: Stefan Gruber

Regensburg.Ab 1. November gilt am Regensburger Hauptbahnhof ein Alkoholverbot. Die Nachricht sorgte am Montag in den Kommentaren der Facebook-Seite der Mittelbayerischen für viele Reaktionen. Und die klaffen zum Teil weit auseinander. Die einen sind auf der selben Linie wie die Bahn und haben sich schon länger das Alkoholverbot gewünscht, die anderen meinen, jeder sollte selbst entscheiden wo und wann er sein Feierabendbier trinkt.

„Wird auch Zeit! Heute wieder total schlimm gewesen“, schreibt Userin Micha Fi. „Zeit is woarn“, meint auch Userin Christine Immer.

„Für die Dauerreservisten am Bahnhof, die sich den Tag vertreiben, hab ich allerdings kein Verständnis.“

Facebook-User Horst Buchhold

Florian Hilpoltsteiner hingegen meint: „Das Problem ist nicht der Alkohol, sondern Leute die sich nicht zu benehmen wissen. Die gehören bestraft statt der Allgemeinheit!“ Auch Horst Buchhold teilt diese Meinung:

„Soll doch jeder machen wie es ihm beliebt. Hab nichts dagegen, wenn sich Freunde, Bekannte oder Reisende ne Halbe genehmigen. Für die Dauerreservisten am Bahnhof, die sich den Tag vertreiben, hab ich allerdings kein Verständnis.“

Gesellschaft

Alkoholverbot am Bahnhof kommt

In vielen Städten ist das Trinken von Alkohol an Bahnhöfen bereits untersagt. Ab 1. November zieht Regensburg nach.

Das Verbot umfasst den gesamten Hauptbahnhof einschließlich des Arcadenstegs und der Bahnsteige, heißt es in der Pressemitteilung der DB Station&Service AG. Erlaubt bleiben aber weiter alkoholische Getränke, die verschlossen zum Beispiel vom Einkauf nach Hause transportiert werden. Außerdem gilt das Alkoholkonsumverbot nicht für die gastronomischen Betriebe innerhalb des Bahnhofsgebäudes.

Verbote auf weiteren Plätzen gefordert

Manchen geht das Verbot noch nicht weit genug, sie wünschen sich auch mehr Verbote von Seiten der Stadt auf öffentlichen Plätzen. „Ja, aber nicht nur der Bahnhof, auch die Park/Grünanlagen davor, öffentliche Plätze wie vor den Arcaden, am Dom, Neupfarrkirche etc wäre super. Was da teilweise los ist, unglaublich. Und das Bußgeld sollte bei mindestens 200 Euro liegen“, schreibt Alessandro Appari.

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Mehr Sozialarbeiter einsetzen

Andere Kommentatoren halten wenig von dem Verbot. Das führe nur zu einer Verlagerung des Problems. Sie fordern stattdessen eine Lösung durch eine Verbesserung im Bahnhofsumfeld. „Ja genau, super Idee. Das Problem verlagern, dahin wo mans nicht sehen muss, statt sich die Frage zu stellen, WARUM die Leute saufen und evtl. mehr Sozialarbeiter einzusetzen und vielleicht das Übel an der Wurzel zu packen – mit Hilfe zum Beispiel. Ne, sollen die mal lieber weg da, ist ja störend, mit so einer sozialen Problematik direkt konfrontiert zu werden. [...] Find ich ein schwieriges Thema. Ein Verbot löst jedenfalls kein Problem“, schreibt Kerstin Elisabeth.

Eine Umfrage zum Thema sehen Sie hier:

Video: Catherine Hanitzsch und Lea Zitzmann

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