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M-Akademie

Anbandeln will gelernt sein

Mit offener Kommunikation eine gelingende Partnerschaft finden. Dabei halfen Trainer in fünf Workshops in Regensburg.
Von Laura Lindner

Das Seminar von Straub und Peters soll Menschen helfen, ihre Hemmungen abzubauen und anzubandeln. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Thomas Ratjen
Das Seminar von Straub und Peters soll Menschen helfen, ihre Hemmungen abzubauen und anzubandeln. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Thomas Ratjen

Regensburg.Wer die große Liebe finden will, der ist in der Welterbestadt genau richtig: Regensburg gilt als Singlehauptstadt Deutschlands. Doch da stellt sich auch die Frage: Wo bleibt der Mut zum Anbandeln? So hat es sich die M-Akademie der Mittelbayerischen Zeitung zur Aufgabe gemacht, Alleinstehende zu einem Partner zu verhelfen. Zu diesem Zweck bot die Akademie Seminare an, in denen Singles von zwei Kommunikationstrainern das richtige Flirten vermittelt wurde. Die beiden Profis sind Simone Straub und Florian Peters aus Regensburg.

Der Inhalt und Ablauf des Kurses wurde von Straub und Peters kreiert. Die beiden wollen den Teilnehmern der Workshops das Flirten vor allem als positive Form der Kommunikation näher bringen.

Das „Anbandeln“ zwischen den Geschlechtern ist laut Peters dabei nur eine Form unter vielen. „Die Fähigkeit, mit Mut jemanden anzusprechen, wappnet uns für jeden Lebensbereich“, erklärte der Musiker und Coach in einem Gespräch mit unserem Medienhaus. Auch Freundschaften oder kollegiale Beziehungen könnten so angebahnt werden.

Ihr Wissen über Kommuniaktion möchten die beiden Coaches an andere weitergeben. „Das Thema Dating hat einfach sehr großes Potenzial“, sagt Peters. Wie man schließlich lernt, selbstbewusst und spielerisch auf andere Menschen zuzugehen, sich frei macht von überzogenen Erwartungen und das Herz anderer gewinnt, lernte ihre Gruppe in fünf Workshops.

Da sich kaum Männer anmeldeten, fand in den vergangenen Wochen nur der „Anbandeln – Women only“-Kurs statt. Sehr zum Bedauern der Damenwelt: „Die Frauen hätten sich größeres Interesse der Männer gewünscht“, sagte Straub.

Hindernisse aufgespürt

So begannen in den Räumen der Casa die flirtwilligen Frauen ihre erste Stunde mit dem Thema „Inner Game“. Dabei wurde den Hindernissen, die die Frauen vom Anbandeln abhalten, auf den Grund gegangen. „Dazu gehören Schuld und Schamgefühle, Glaubenssätze und Angst vor Ablehnung“, erklärte Straub.

Warum gerade Hemmungen in diesen Bereichen zu Problemen führen, weiß die Heilpraktikerin für Psychotherapie: „Menschen sind häufig im Urteilsdenken verhaftet, sowohl über andere als auch über sich selbst.“

Erst wenn dieser Erwartungsdruck reduziert wird, schaffen es Menschen, in Kontakt mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen zu treten und somit die Basis für eine gelingende Kommunikation zu schaffen. Darüber hinaus hielten laut Straub Glaubenssätze wie „Männer stehen bestimmt nur auf schlanke und blonde Frauen“ oder „was werden die Leute denken, wenn ich den Mann direkt anspreche“, die Frauen häufig vom Anbandeln ab.

„Würden die Menschen nicht auf der Basis ihrer Ängste agieren, dann hätten wir eine mutigere Gesellschaft“, führte Peters aus.

Eine Übersicht über Termine und Kurse der M-Akademie finden Sie auf unserer Homepage unter www.mittelbayerische.de/akademie

Bei den Männern stünden häufig die Angst vor Ablehnung und die Frage „was mache ich als Nächstes?“ im Vordergrund. Zu der Arbeit am eigenen Selbstwert gehörte auch die Einheit über Körpersprache. „Leider haben viele ihr eigenes Körpergefühl verloren“, gibt Straub zu Bedenken. Denn die Stimme, der Ausdruck der Bewegungen und die Körperhaltung sind wichtige Bestandteile der Kommunikation und spielen damit eine große Rolle in jedem Flirt.

In der dritten Stunde ging es ans Eingemachte: Wie funktioniert ein Anbandel-Gespräch? „Wir vermitteln den Frauen und Männern keine festen Sprüche, sondern zeigen ihnen, wie sie aus der Situation heraus jemanden ansprechen können und dabei authentisch bleiben“, sagte Peters.

Raus aus der Komfortzone

Der Einstieg sei laut Straub am schwierigsten, aber „je öfter man es macht, desto sicherer wird man“. Der Mut sich mit seinen eigenen Bedürfnissen seinem Gegenüber zu öffnen und zu zeigen, wird einem auch dann abverlangt, wenn man ein Gespräch beenden möchte. Weil eine erste Kontaktaufnahme zu nichts verpflichtet, gehören Tipps wie Frau und Mann eine elegante Abfuhr erteilen können, ebenso zum Seminarstoff.

Die M-Akademie

  • Programm:

    Die M-Akademie bietet nicht nur MZ-Lesern ein breitgefächertes Angebot an. Das Programm ist in die sechs Kategorien Küche & Genuss, Sport & Freizeit, Persönlichkeit & Leben, Gesundheit & Wohlbefinden, Kunst & Kreativität und Technik & Digitales unterteilt.

  • Informationen:

    Eine Übersicht über Termine und Kurse der M-Akademie finden Sie auf unserer Homepage unter www.mittelbayerische.de/akademie Interessierte können die Kurse telefonisch unter der Nummer 0800 207 207-0 (kostenfreie Hotline) buchen. Alternativ können Sie sich auch per E-Mail an akademie@mittelbayerische.de für die Angebote der M-Akademie anmelden.

Im vierten Workshop behandelten die Coaches dann noch die Themen Dating und Sexualität. „Für Männer stellt sich häufig die Frage, wie sie mit einem Nein umgehen und mit Leistungsdruck“, sagte Peters. Etwas anders sieht es bei den Frauen aus: „Oft gehen Frauen unlocker mit Sexualität um und ignorieren ihre eigenen Bedürfnisse, weil sie sich zu wenig damit auseinandersetzten“, erklärte Straub.

Ist man mit dem Gegenüber so weit gekommen, geht es schließlich um das Spiel aus Nähe und Distanz. Denn „selbst wenn beide eine Beziehung anstreben, haben sie nicht immer ähnliche Bedürfnisse“, erläuterte Peters. Hier beeinflussen die anderen Lebensbereiche wie Freunde, Familie und Beruf das Liebesleben.

Für die Frauen hat sich das Seminar gelohnt: „Die Übungen haben mich aus der Komfortzone bugsiert und jetzt gehe ich mit offeneren Augen durchs Leben und bin fremden Menschen gegenüber aufgeschlossener“, lobte eine Teilnehmerin. „Der Kurs hat mir geholfen, positiver durchs Leben zu gehen“, ergänzte eine andere Frau.

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