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Soziales

Andrang am Flohmarkt überfordert Stadt

100 Besucher am Tag stürmen den Billigverkauf im Regensburger Recyclinghof. Einige bezahlen nicht. Nun sperrt die Kommune zu.

Der Flohmarkt am städtischen Recyclinghof in der Markomannenstraße wurde wieder geschlossen. Foto: Stadt/Peter Ferstl
Der Flohmarkt am städtischen Recyclinghof in der Markomannenstraße wurde wieder geschlossen. Foto: Stadt/Peter Ferstl

Regensburg.Die Stadt hat den höchst erfolgreichen Flohmarkt auf dem Regensburger Recyclinghof vorübergehend geschlossen. Der Grund: Die Besucherzahl ist in den letzten beiden Jahren extrem angestiegen. 100 Kunden kommen pro Öffnungstag, suchen sich Gebrauchtmöbel und -waren aus. Wegen des starken Ansturms entwischen manche, ohne zu bezahlen.

Zwei Mitarbeiter des Recyclinghofs in der Markomannenstraße werden stundenweise abgestellt, um den Flohmarkt zu organisieren. Ein Beschäftigter kassiert, ein weiterer kontrolliert am Ausgang, ob die Waren bezahlt wurden. „Wegen der Besuchermassen ist das nicht mehr zu kontrollieren und nicht mehr geordnet abzuwickeln“, sagt Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra am Freitag.

Es soll kein „Draufzahlgeschäft“ sein.

Es herrsche kein Personalmangel am Recyclinghof. Doch der Betrieb des Flohmarktes solle geordnet ablaufen und Einnahmen generieren. Ein „Draufzahlgeschäft“ soll er nicht sein. Die Einnahmen würden ja dem „Gebührenkonto“ für die Allgemeinheit gutgeschrieben. Die Besucherzahl hat zugenommen, seit mehr Geflüchtete in Regensburg eine neue Heimat gefunden haben. „Es sind mehr Menschen da, die aus solchen Angeboten ihr Leben bestreiten, zum Beispiel aus den Gemeinschaftsunterkünften“, sagt Roenne-Styra.

Müll

Regensburger Wertstoffhof wird erweitert

Da noch kein neuer Recyclinghofleiter gefunden ist, musste der Flohmarkt in der Markomannenstraße geschlossen werden.

Die Stadt hat vor, den Flohmarkt neu zu ordnen, damit alles wieder reibungslos abläuft. Wann wiedereröffnet wird, steht noch nicht fest. Roenne-Styra sagt: „Man muss kucken, wie man das neu auf die Beine stellt.“ Mehr Mitarbeiter könnten aber sicherlich nicht eingeteilt werden, da der Recyclinghof eine andere Aufgabe habe.

Neuer Leiter für Recyclinghof kommt

Auch wenn das Betreiben eines Flohmarktes keine Pflichtaufgabe eines Recyclinghofes ist, möchte die Stadt gemeinsam mit dem Fachamt nach Lösungen suchen. Schließlich dient der Billigmarkt der Nachhaltigkeit und ist sozial.

Einen neuen Leiter für den Recyclinghof hat die Kommune inzwischen gefunden. Er wird in ein paar Wochen seinen Dienst aufnehmen. (ko)

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