MyMz
Anzeige

MZ-Akademie

Anspannen für Entspannung

Ein Kursangebot der MZ-Akademie half Teilnehmern, Stress abzubauen. Auch Migräne und Bluthochdruck können so bekämpft werden.
von Anna-Lena Bayer, MZ

Auch eine Igelball-Massage kann für Entspannung sorgen.
Auch eine Igelball-Massage kann für Entspannung sorgen. Foto: Bayer

Regensburg.Gedimmtes Licht und leise Musik erfüllt den Raum. Gymnastikmatten liegen kreisförmig auf dem Boden verteilt und acht Teilnehmer spannen und entspannen ihre Muskeln nach Anweisung der Kursleitung: In den vergangenen zwei Monaten wurde die MZ-Akademie „Progressive Muskelentspannung nach Jacobson“ abgehalten, in der die Teilnehmer eine effektive Form der Entspannung erlernen konnten. Dabei werden die Muskelpartien des Körpers gezielt angespannt und nach kurzem Halten abrupt losgelassen.

„Man spürt plötzlich Muskelgruppen, die man aus dem Alltag nicht kennt oder, die man sonst zu wenig betätigt. Durch regelmäßiges Training kann so eine gewisse Achtsamkeit und Sensibilität für den Körper entwickelt werden“, erzählt Doris Stöhr-Mäschl, Leiterin der Entspannungspädagogischen Praxis in Regensburg. „Vielen Menschen fällt es schwer, sich aktiv zu entspannen. Damit ist aber nicht etwa das Ausruhen vor dem Fernseher gemeint, sondern körperliche Entspannung, bei der auch die Gedanken zur Ruhe kommen“, betont Stöhr-Mäschl.

Auch Klangschalen eingesetzt

Die Teilnehmer lernen auch andere Entspannungsmöglichkeiten wie das Arbeiten mit Klangschalen, Igelbällen oder Fantasiereisen, die sie sich im Alltag zunutze machen können. Bei der Muskelentspannung selbst werden die Körperpartien nacheinander angespannt und wieder gelöst. Dabei ist es wichtig, dass die Teilnehmer die Entspannung und Reaktionen ihres Körpers bewusst wahrnehmen. „Jeder erlebt die Entspannung individuell“, weiß Kursleiterin Christine Schultes. „Die einen fühlen sich leicht, als würden sie schweben, andere hingegen empfinden ein Gefühl der Schwere“.

Anerkannte Entspannungsmethode

Die Wirkung der progressiven Muskelentspannung ist wissenschaftlich anerkannt und durch Studien belegt. Sie kann Beschwerden wie Migräne, Stress, Schlafstörungen oder Bluthochdruck entgegenwirken und lindern. Es ist jedoch wichtig, dass die Übungen täglich ausgeführt werden. „Denn nur so, kann nach rund sechs Wochen eine Verbesserung eintreten“, sagt Schultes.

„Es ist nicht immer einfach, die Übungen auch konsequent in den Alltag einzubauen“, erzählt einer der Teilnehmer. Umso wichtiger sei es, den festen Kurstermin in der Woche zu haben, bei dem man dem Alltag auch räumlich entflieht. „Man kann einfach abschalten und weiß, dass man während der Stunde nicht von Familie oder anderen Einflüssen gestört wird“. Die Gruppe bewertet den Kursablauf und das Gelernte insgesamt als positive Bereicherung und ist sich einig, dass sie jederzeit wieder an einem solchen Kurs teilnehmen würde.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht