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Fest

Ansturm auf die Kinderfarm

Hunderte Besucher statteten der Einrichtung im Regensburger Norden einen Besuch ab. Es wurde Wolle gekämmt und Brot gebacken.
Von Daniel Steffen

Das Herbstfest der Kinder- und Jugendfarm war erneut ein Zuschauermagnet. Auch rund um das Tipi war jede Menge los. Fotos: Steffen
Das Herbstfest der Kinder- und Jugendfarm war erneut ein Zuschauermagnet. Auch rund um das Tipi war jede Menge los. Fotos: Steffen

Regensburg.Der schöne sonnige Herbsttag bescherte der Kinder- und Jugendfarm in der Taunusstraße viele Hundert Besucher. Zeitgleich waren beim Herbstfest der Farm bis zu 500 Gäste, stellte Friederike Langhammer, die Vorsitzende des Trägervereins, erfreut fest. Mehr gehe da kaum noch, sagte sie – und dementsprechend waren die 25 Helfer mit den kleinen und großen Gästen bestens beschäftigt.

Auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer stattete der Kinder- und Jugendfarm einen Besuch ab und betonte einmal mehr, warum die Einrichtung gerade für die Jugend so wichtig sei. Sie trage viel zur Umweltbildung bei, argumentierte die Bürgermeisterin. Ferner zeige die Farm auf, dass die Tiere nicht wie Spielzeug behandelt werden können, sondern man sich regelmäßig um sie kümmern müsse. Dass das auf der Farm auch geschieht, davon konnten sich die Festbesucher ein Bild machen.

Zufrieden im Rummel

Glücklich und zufrieden sahen die Tiere aus – ob nun die Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafe oder Mini-Schweine. Dass sich das eine oder andere Tier ein wenig zurückhaltender verhielt, war aufgrund des Rummels um sie herum gut zu verstehen.

Nicht so Schweinchen „Emma“: Der Farm-Liebling ließ sich wie gewohnt streicheln und durch nichts auf der Welt aus der Ruhe bringen. Auch die beiden Alpakas „Merlin“ und „Momo“ gingen mit den Besuchern auf Schmusekurs und wenn man Glück hatte, konnte man auch das eine oder andere Kaninchen hoppeln sehen.

Passiv verhalten, das brauchten sich die Farm-Gäste beileibe nicht: Vom Stockbrotgrillen am Lagerfeuer über Bastelangebote bis hin zur Wollverarbeitung war das Angebot groß. Die Wolle, mit der am Samstag gearbeitet wurde, stammte von den Alpakas und wurde kardiert, also gekämmt. Ein leckeres Süppchen konnte man sich ebenfalls kochen oder nach Herzenslust am Kuchenbüffet zuschlagen. Für diejenigen, die Lust auf etwas Herzhaftes hatten, gab es Spezialitäten auf dem Grill.

Gleich zum Auftakt des Festes um 15 Uhr gab es für das Farm-Team eine angenehme Überraschung. So bedachte der SPD-Ortsverein Reinhausen-Sallern-Weichs um Oberbürgermeisterin a.D. Christa Meier die Farm mit einer üppigen Spende von 1000 Euro. Die feierliche Scheckübergabe fand im Eingangsbereich der Kinder- und Jugendfarm statt – und ein Verwendungszweck für das Geld ist bereits gefunden. „Wir können das Geld für unser geplantes Heulager gut gebrauchen“, sagte Friederike Langhammer. Dies sei das neue größere Projekt der Farm und soll in den kommenden Jahren realisiert werden.

Ein Tierisches Vergnügen

  • Besucherliebling: Alpaka „Merlin“ ist einer der Lieblinge der Kinder- und Jugendfarm in der Taunusstraße. Die Tierart ist für gewöhnlich in den südamerikanischen Anden beheimatet und wird vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet.

  • Besucherandrang: Viele Hundert Besucher statteten dem Herbstfest einen Besuch ab. Zeitgleich waren es bis zu 500. Da kam das Helfer-Team von der Jugendfarm, wie hier am Kuchenstand, ordentlich ins Schwitzen. Insgesamt packten 25 Helfer an, um das Fest zu stemmen.

Wie Langhammer erklärte, soll es im neuen Lager auch möglich sein, große Heuballen für die Tiere unterzubringen. Im bestehenden Lager, einem ausgemusterten Bauwagen, gebe es damit Probleme, auch wenn die Farm weitgehend kleine Heuballen beziehe. Da kleine Heuballen aber recht selten sein, sei der Wunsch nach einer neueren, größeren Lagermöglichkeit aktueller denn je. Zu etwaigen Kosten könne Langhammer noch nichts sagen, da diesbezüglich noch viele Fragen zu klären seien.

Spendensumme aufgerundet

Davon ungeachtet sieht der SPD-Ortsverein die Spende auf der Farm sehr gut aufgehoben. „Das Schöne ist: Hier können Kinder auch mal lebendige Tiere sehen –und nicht nur auf dem Teller“, sagte Christa Meier. Ihr Ortsverein hatte den Betrag über vier Jahre beim Bücherverkauf auf dem SPD-Fährenfest in Prüfening gesammelt und vor der Übergabe noch auf die glatte Summe aufgerundet.

Auch leicht abseits der Kinder- und Jugendfarm fassten sich Fest-Beteiligte ein Herz: Mario Langhammer, der zehnjährige Sohn der Vorsitzenden, beteiligte sich an einem kleinen Flohmarkt und möchte den Erlös aus dem Verkauf nun zum vierten Mal hintereinander dem Kinderheim Elonwabeni in Südafrika zukommen lassen.

Jetzt, im Oktober, kann die Kinder- und Jugendfarm im Rahmen ihres offenen Betriebs besucht werden. Die Besucher dürfen dann bei der Tierpflege, Fütterung und beim Ausmisten helfen. Für Kinder ab sieben Jahren ist der offene Betrieb immer mittwochs von 15 bis 17.30 Uhr, samstags steht die Farm von 15 bis 17.30 Uhr für alle Altersgruppen offen.

Mit der Umstellung auf die Winterzeit ändert die Kinder- und Jugendfarm ihre Zeiten des offenen Betriebs: Ab November ist dieser immer von 14.30 bis 17 Uhr.

Freizeit

Frühlingsauftakt auf der Jugendfarm

Sonnenschein, Spiele und spannende Tiere lockten zahlreiche Gäste zur Kinder- und Jugendfarm in Regensburg.

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