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Verkehr

Auch für Radfahrer gelten Gesetze

2013 passierten in der Stadt Regensburg 273 Unfälle mit Radfahrern. Die haben bisweilen ein seltsames Unrechtsbewusstsein, meinen Polizisten.

Immer wieder an Unfällen beteiligt: gefährliche Geisterradler. Foto: MZ-Archiv

Regensburg.„Radfahrer haben bisweilen ein schon merkwürdiges Rechtsbewusstsein.“ Darauf verwies jetzt Polizeihauptkommissar Hermann Hirsch im Verlauf einer Pressekonferenz auf Erfahrungen bei Kontrollen. Denn immerhin kam es im vergangenen Jahr allein im Stadtgebiet zu 273 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Radfahrern. Dabei wurden 249 Radler verletzt, 34 davon schwer.

Führend bei den Verstößen sind eindeutig die sogenannten „Geisterradler“, die entgegen der Fahrtrichtung unterwegs sind, betont Hirsch. Immerhin kostet dies ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. „Doch häufig zeigen sich die Ertappten wenig einsichtig“, weiß Hirsch. „Kümmert Euch lieber um wichtigere Dinge!“, sei ein oft geäußerter Einwand bei den Routinekontrollen.

Und dass für Radfahrer das Rotlicht der Ampel genauso gilt wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer, wollen manche Biker partout nicht einsehen. Gleiches trifft für das Telefonieren während der Fahrt zu. Und wer sein Gehör beeinträchtigt, weil er mit Kopfhörern unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selber und andere Verkehrsteilnehmer, sondern ist auch mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro dabei.

Als erfreulich bezeichnete es Hirsch, „dass die Radfahrer mittlerweile öfters einen Schutzhelm tragen: Die Quote der Helmträger ist von 19 auf 24 Prozent angestiegen“. Und auch bei der Auswertung der leicht und schwer verletzten Radfahrer ergebe sich ein interessanter Vergleich: „Nur zwölf Prozent der schwer verletzten Radler trugen einen Helm im Gegensatz zu den leicht verletzten Bikern; von diesem trugen 29 Prozent einen Helm.“

Schon bei geringen Geschwindigkeiten könne ein Sturz schwerste Kopfverletzungen verursachen. Ein Fahrradhelm dagegen schütze zuverlässig und reduziere das Risiko von schweren und tödlichen Verletzungen um ein Vielfaches.

So gibt es auch ein neues Gemeinschaftskonzept von Verkehrswacht, Polizei und Unfallchirurgie des Uniklinikums Regensburg mit der Bezeichnung „Kopfzerbrechen“. Dieses Konzept soll noch in diesem Jahr auf alle Radfahrer ausgeweitet werden. So will man künftig nicht mehr nur Studenten mit dem Slogan „Zerbrich Dir Deinen Kopf lieber für Dein Studium!“ ansprechen, sonder alle Zweiradfahrer ansprechen mit dem Slogan „Zerbrich Dir Deinen Kopf lieber über Deine Zukunft!“

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