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Engagement

Auf dem Schloss ertönte die „Bell Amani“

Besucher durften läuten: Der Prinz von Benin brachte die Friedensglocke zum Romantischen Weihnachtsmarkt in Regensburg mit.
Von Anita Ludascher, MZ

Der Prinz von Benin läutet die Friedensglocke in Regensburg – die Bezeichnung „Bell Amani“ verbindet das englische „Bell“ für Glocke mit „Amani“, was auf Swahili „Frieden“ heißt.
Der Prinz von Benin läutet die Friedensglocke in Regensburg – die Bezeichnung „Bell Amani“ verbindet das englische „Bell“ für Glocke mit „Amani“, was auf Swahili „Frieden“ heißt. Foto: Lex

Regensburg.. „Bell Amani“ bedeutet „Friedensglocke“. Die Bezeichnung verbindet das englische „Bell“ für Glocke mit „Amani“, was auf Swahili „Frieden“ heißt. Der Prinz von Benin brachte am Mittwochabend die Friedensglocke, die in Straubing gegossen worden war, mit zum Lichterfest auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt. Sie soll als Symbol des Friedens dienen.

Besucher des fürstlichen Weihnachtsmarkts konnten mit einem Schlag auf die Glocke ihren eigenen Friedensklang erzeugen. Anschließend verewigten sie ihren persönlichen Friedenswunsch in einem goldenen Gästebuch.

„Frieden beginnt in meiner Stadt “

Der Initiator und Gründer dieses Projekts, der Prinz von Benin, lebt in München und will den Klang der Glocke gegen den Lärm der Waffen einsetzten. Wichtig ist ihm, dass der Frieden immer im Gespräch bleibt – gerade in dieser unfriedlichen Zeit mit Konfliktherden auf der ganzen Welt.

Er bereist mit seinen Projekten die ganze Welt und spricht mit Menschen über seine Visionen. Auch beim Weihnachtsmarkt nahm er sich die Zeit, um Besuchern den Sinn seiner Aktion näherzubringen.

Mit dem Guss dieser Glocke hatte der Prinz die Grugg GmbH in Straubing beauftragt. In die Werkstatt hatte er die Straubinger Geistlichen aus allen Konfessionen eingeladen. „Frieden hat nicht den einen Glauben. Frieden und Krieg betrifft jeden von uns, egal an welchen Gott einer glaubt“, so der Prinz, der mit seinem ganzen Namen Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon heißt.

Die Bell-Amani-Projekte werden von mehreren Paten gefördert. Aufgrund des breiten Zuspruchs und der positiven Resonanz aus aller Welt hat der Prinz vor Jahren gemeinsam mit einem Experten-Team begonnen, seine Ideen zu verwirklichen. „Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt“, sagte der Prinz. Konstruktive Projekte statt destruktiver Kämpfe um Macht und Ressourcen sind seine Motive. „Wir müssen die Würde des Menschen als Leitbild, als Grundlage des eigenen Handelns und der sozialen Entwicklung verstehen“, appellierte der Prinz.

Das Engagement der Stiftung

Die Friedensstiftung stößt Kooperationsprojekte an, bei denen die Partner länder- und kulturübergreifend zusammenarbeiten. Tenor: Alle Menschen sollen unabhängig von Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht und Alter als Bereicherung verstanden werden.

Das Spektrum von Bell Amani reicht von humanitären über öko-soziale Projekte bis hin zu Maßnahmen im Infrastrukturbereich. Die Idee für die Glocke kam dem Friedensbotschafter, als er gebeten wurde, sich für Kindersoldaten einzusetzen, die vor allem in seiner Heimat Afrika selbstverständlich sind. Besonders wichtig ist es dem Prinzen, das Bewusstsein der jungen Menschen für Frieden zu wecken und nachfolgende Generationen vor den Risiken eines Krieges zu bewahren. Er versucht dort hinzusehen, wo andere wegschauen.

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