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Einsatz

Auto in Donau: Ärzte kämpfen um den Mann

Ein 60-Jähriger ist wohl bewusst nahe der Steinernen Brücke in die Donau gefahren. Ärzte versuchen, sein Leben zu retten.
Von Wolfgang Ziegler, Christine Schröpf, Benjamin Weigl, Mathias Wagner und Martin Kellermeier

Das Unfallauto wurde aus der Donau gezogen. Foto: Alexander Auer
Das Unfallauto wurde aus der Donau gezogen. Foto: Alexander Auer

Regensburg.Der 60-Jährige Regensburger, der am Freitagmittag mit seinem Auto in der Donau versunken war, befindet sich nach Angaben der Polizei vom Sonntag weiter in sehr kritischen Zustand. Er wird in einem Regensburger Krankenhaus auf der Intensivstation von Ärzten versorgt. Der Mann war neben der Historischen Wurstküche in Regensburg in den Fluss gefahren. Passanten, die Zeugen des Geschehens waren, alarmierten die Polizei. Taucher der Feuerwehr, die rasch zur Unfallstelle eilten, orteten das Auto wenige Meter flussabwärts in Höhe des Museumsschiffes und retteten den 60-Jährigen aus dem Fahrzeug. Er musste noch vor Ort reanimiert werden. Der Mann hat seinen Wagen nahe der Steinernen Brücke wohl absichtlich in die Donau gelenkt. Die Ermittlungen dazu dauern aber weiter an.

Im Video sehen Sie unseren Bericht vom Donauufer:

In unserem Video sehen Sie erste Bilder von der Unglücksstelle.

Auto erfolgreich geborgen

Während der Rettung des Fahrers war ein Großaufgebot von Helfern vor Ort. Die Thundorfer Straße war ebenso komplett für den Verkehr gesperrt wie die Eiserne Brücke, wo ursprünglich ein Rettungshubschrauber landen sollte. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass der Zustand des Mannes einen Transport mit dem Helikopter nicht zuließ.

Das Auto wird aus der Donau gezogen. Foto: Alexander Auer
Das Auto wird aus der Donau gezogen. Foto: Alexander Auer

Die Bergung des Autos gestaltete sich schwierig: Das Auto hing am Schaufelrad des Museumsschiffs fest. Taucher von Wasserwacht und DLRG sicherten den Wagen zunächst vor einem weiteren Abtreiben. Danach wurde das Auto in zwei Anläufen von einer Spezialfirma unter dem Schiff hervorgezogen und an Land gehievt.

Hier sehen Sie die Bergung des Autos:

Hier sehen Sie die Stellungnahme der Polizei.

Unfallhergang ist unklar

An dieser Stelle ist das Auto in die Donau gefahren. Im Schnee sind noch Reifenspuren zu sehen. Foto: Anna Zimmermann
An dieser Stelle ist das Auto in die Donau gefahren. Im Schnee sind noch Reifenspuren zu sehen. Foto: Anna Zimmermann

Nicht restlos geklärt ist, warum das Auto ins Wasser geriet. Trotz der Vernehmung einiger Zeugen herrschte darüber am Freitagabend weiter Unklarheit. Ein Verschulden oder eine Beteiligung Dritter konnte aber nicht festgestellt werden.

So sah es an der Thundorfer Straße aus. Foto: Benjamin Weigl
So sah es an der Thundorfer Straße aus. Foto: Benjamin Weigl

Bei dem Einsatz am Freitag waren zahlreiche Kräfte vor Ort. Ein Team aus Feuerwehr, Rettungstauchern, der Wasserwacht und der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) half bei der Bergung. Die Polizei sperrte die Unfallstelle großräumig ab. Dabei mussten auch einige Schaulustige ferngehalten werden, teilte der Polizeisprecher mit.

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