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Soziales

AWO erinnert an Marie Juchacz

Der Bezirksverband feiert 100-jähriges Bestehen und enthüllte in Regensburg ein Denkmal für die Gründerin.

Mitglieder der AWO-Bezirksvorstandschaft um Siegfried Depold (r.) mit der Regensburger Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer  Foto: Herbert Wesselsky
Mitglieder der AWO-Bezirksvorstandschaft um Siegfried Depold (r.) mit der Regensburger Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer Foto: Herbert Wesselsky

Regensburg.Unter dem Motto „100 Jahre AWO – 100 Jahre Menschlichkeit“ feierte der AWO Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz die Gründung im Jahre 1919 mit einem Familienfest auf dem Gelände des AWO Seniorenzentrums Carl Lappy in Regensburg-Reinhausen. Bezirksvorsitzender Siegfried Depold enthüllte mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ein Denkmal für die Gründerin Marie Juchacz im Eingangsbereich des Seniorenzentrums.

In seiner Festrede würdigte Depold die große Weitsicht und soziale Verantwortung der Gründerin, die die AWO als Hilfe zur Selbsthilfe für die geschundene Bevölkerung nach dem 1.Weltkrieg ins Leben rief. „Mir geht so vieles durch Kopf und Herz“, habe Marie Juchacz bei der Gründung gesagt und hierbei vor allem die Not und das Elend der Kinder und Jugendlichen sowie besonders auch der Frauen im Blick gehabt. Als eine der ersten weiblichen Abgeordneten habe sie deshalb 1922 maßgeblich das neue Wohlfahrtsgesetz im Reichstag angeregt.

Das politische Ziel von Marie Juchacz war eine solidarische Gesellschaft ohne Almosen, mit Toleranz, Vielfalt und Gerechtigkeit sowie Gleichheit und Freiheit. „Diesen Werten fühlt sich die AWO noch heute verpflichtet und daher betreiben wir nicht nur Seniorenheime, sondern kümmern uns auch um Kinder und Jugendliche“, erklärte Depold. Die AWO betreibt Kindergärten und -krippen, betreut Kinder in den Grund- und Mittelschulen, leistet Schulsozialarbeit und kümmert sich um minderjährige Flüchtlinge.

Lobende Worte fanden Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Landrätin Tanja Schweiger. Staat und Politik könnten froh sein, dass es die AWO mit ihren Einrichtungen gebe. Tausende Ehrenamtliche und Mitarbeiter fühlten sich täglich deren Grundwerten verpflichtet und leisten eine wichtige Arbeit. AWO-Mitglieder hätten sogar trotz des Verbots ihrer Organisation in der NS-Zeit notleidende Mitbürger unterstützt.

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