MyMz
Anzeige

Umwelt

Baumarbeiten in Regensburgs Grünanlagen

Eigentlich ist Schonzeit für Gehölze. Doch das Gewitter am 1. Juli hat viele Bäume beschädigt. Das macht Fällarbeiten nötig.
Von Kathrin Robinson

Bei dem Unwetter am 1. Juli sind viele Bäume beschädigt worden. Die Arbeiter sind immer noch dabei, umgeknickte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen. Foto: Robinson
Bei dem Unwetter am 1. Juli sind viele Bäume beschädigt worden. Die Arbeiter sind immer noch dabei, umgeknickte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen. Foto: Robinson

Regensburg.Spaziergänger wundern sich derzeit über die vielen gefällten Bäume in Regensburgs Grünanlagen. Tatsächlich liegen in den Parks und öffentlichen Anlagen viele Haufen mit Astwerk und Holzscheiten an den Wegesrändern. Ab und an sieht man Arbeiter mit Motorsägen hantieren. „Warum denn schon wieder eine Baumfällaktion?“, fragen sich viele Regensburger. „Die Arbeiten sind ausschließlich in Zusammenhang mit dem schweren Unwetter am 1. Juli zu sehen“, erklärt Hans Dietrich Krätschell, der Leiter des Gartenamts auf MZ-Anfrage. Er weiß, wie sensibel die Bürger auf das Entfernen von Bäumen aus ihren geliebten Parks reagieren. „Bei dem Gewitter sind erhebliche Schäden entstanden – und auch einige Gefahrenstellen“, sagt er. Ganze Bäume seien bei dem Sturm abgebrochen, große Äste abgeknickt und in den Bäumen hängengeblieben. Die Mitarbeiter des Gartenamts haben nun alle Hände voll zu tun, um die Gefahrenstellen zu beseitigen. „Wir müssen für die Verkehrssicherheit in öffentlichen Anlagen sorgen. Das ist unsere Pflicht“, sagt Krätschell.

„Bei dem Gewitter sind erhebliche Schäden entstanden – und auch einige Gefahrenstellen.“

Hans Dietrich Krätschell, Leiter des Gartenamts

Große Schäden gab es beispielsweise im Alleengürtel, im Dörnbergpark, wo das Gewitter fünf Bäume umriss, am Donauufer in der Wöhrdstraße oder aber auch in der Grünanlage gegenüber der Ostdeutschen Galerie.

So wie im Dörnbergpark sieht es derzeit in vielen städtischen Grünanlagen aus: Die Wege sind von umgesägten Bäumen und beiseite geschafftem Astwerk gesäumt. Foto: Robinson
So wie im Dörnbergpark sieht es derzeit in vielen städtischen Grünanlagen aus: Die Wege sind von umgesägten Bäumen und beiseite geschafftem Astwerk gesäumt. Foto: Robinson

Normalerweise fallen in diese Jahreszeit laut Krätschell keine Baumfällarbeiten. „Einerseits ist da Schonzeit, an die wir uns natürlich halten. Andererseits haben wir zu dieser Jahreszeit ganz andere Aufgabenschwerpunkte.“ Für die Mitarbeiter des Gartenamts gibt es in diesen Wochen nämlich jede Menge anderer Dinge zu tun, etwa Mäharbeiten oder – auch heuer besonders wichtig – Bewässerungsarbeiten. Die Baumfäll- und Aufräumarbeiten kommen dazu nun oben drauf. Die Arbeiter dürften noch einige Zeit damit beschäftigt sein, bis alle Folgeschäden des Gewitters beseitigt, Bäume zersägt und Astwerk weggebracht ist. Dann werden auch wieder die Motorsägen verstummen.

Schonzeit für Gehölze

  • Gesetz:

    Geregelt ist die Schonzeit im Paragraf 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dort heißt es „ Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen.“

  • Zweck:

    Die Einhaltung dieser Schonzeit dient insbesondere dem Schutz von Insekten und brütenden Vögel.

Umwelt

Stadt Regensburg lässt Sägen kreischen

222 Bäume werden den Lenz nicht mehr erleben. Was oft für Kritik sorgt, ist rund um den Dörnbergpark ein Grund zur Freude.

Weitere Nachrichten und Berichte aus Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht