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Umwelt

Baumfrevel mitten im Idyll an der Donau

In der malerischen Regensburger Allee am Oberen Wöhrd hat eine große Pappel Wunden. Kam der Täter auf zwei oder vier Beinen?
Von Heinz Klein

Die mächtige Pappel trägt Wundmale am Stammfuß. Foto: Klein
Die mächtige Pappel trägt Wundmale am Stammfuß. Foto: Klein

Regensburg.Es ist das vielleicht schönste Stückchen Park in Regensburg: Am Oberen Wöhrd führt eine malerische Allee mächtiger meterdicker Pappeln auf Höhe des RT-Bads am Altwasser entlang vom Pfaffensteinersteg hin zum Inselpark.

Und mitten in diesem Idyll sticht eine Pappel ins Auge, die Verwundungen am Stammfuß erlitten hat. Die dicke Borke ist an einigen Stellen verschwunden, helles Holz wird sichtbar. An einer anderen Baumwunde hat sich bereits eine graue Pilzschicht über das Holz gelegt. Der Anblick empörte eine Spaziergängerin, die zum Telefon griff und den Vandalismus bei der Mittelbayerischen meldete. „Da muss doch jemand mit einer Machete zugeschlagen haben“, empörte sich die Baumfreundin.

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Ist Biber schuld an der fehlenden Rinde?

Recherchen der MZ ergaben ein unklares Bild. Der Baumfrevler könnte auf zwei oder vier Beinen unterwegs gewesen sein. Denn in diesem Uferbereich ist auch ein Biber aktiv. Allerdings ernähren sich die Biber im Moment noch von frischem Grüngut und fangen erst später im Herbst mit dem Bäumeschälen an. Ob es ein Jungbiber war, der schon mal ein bisschen geübt hat? Oder doch ein Zweibeiner, der an diesem herrlichen Platz Wunden in die Borke schnitt? Das Stadtgartenamt ist sich noch nicht ganz sicher, hat aber eher einen Zweibeiner in Verdacht und wird sich der Sache annehmen.

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