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Projekt

Beleuchtung für den Königswiesenpark

Die Stadt erfüllt Regensburger Jugendlichen einen Wunsch. Die Lampen können mit einem Taster aktiviert werden.
Von Katrin Hirmer

Christoph Seidl von „Demokratie leben!“ (von links), Bürgermeister Jürgen Huber, Annerose Raith, Amtsleiterin für kommunale Jugendarbeit, die Jugendbeiräte Nico Schmidl und Stella Amoako und der Leiter des Königswiesener Jugendzentrums Lennart Krummeck haben zusammengearbeitet, um den Wunsch der Jugendlichen nach einem beleuchteten Parkweg wahr werden zu lassen. Foto: Katrin Hirmer
Christoph Seidl von „Demokratie leben!“ (von links), Bürgermeister Jürgen Huber, Annerose Raith, Amtsleiterin für kommunale Jugendarbeit, die Jugendbeiräte Nico Schmidl und Stella Amoako und der Leiter des Königswiesener Jugendzentrums Lennart Krummeck haben zusammengearbeitet, um den Wunsch der Jugendlichen nach einem beleuchteten Parkweg wahr werden zu lassen. Foto: Katrin Hirmer

Regensburg.Das Jugendzentrum in Königswiesen ist Anlaufpunkt für viele Jugendliche aus dem Viertel. Dort verbringen sie gemeinsam schöne Stunden. Doch auf den Nachhauseweg ist der Spaß für einige der jungen Leute vorbei: sie müssen durch einen dunklen Park, um zurück zu ihren Wohnungen zu kommen. „Der Weg ist nicht so lange“, sagt Annerose Raith, Leiterin des Amts für kommunale Jugendarbeit. „Aber er ist einfach duster und angsteinflößend.“ Deswegen werden jetzt Lampen im Park aufgestellt.

Sie machen den Weg sicherer. Gleichzeitig wird Rücksicht auf die Natur genommen. Insekten beispielsweise brauchen nachts Dunkelheit und sind von dem unnatürlichen dauerhaften Licht in den Städten irritiert. Die neue Beleuchtung, soll auch sie schützen. So leuchten die Lampen nur, wenn jemand durch den Park laufen will, ansonsten bleibt es dunkel. Wie das funktioniert, erklärt Nico Schmidl – er ist Vorsitzender des Regensburger Jugendbeirats. „Es soll einen Taster am Anfang des Wegs geben“, sagt Schmidl. Werde dieser gedrückt, gehen die Lampen an und leuchten solange, wie für die Strecke gebraucht wird. Die Zeitspanne wird während des Baus ausgemessen.

Lösungen mit intelligenterer Steuerung seien auch in Betracht gezogen worden, sagt Bürgermeister Jürgen Huber, aber letztendlich habe dieser einfache Lichtschalter am meisten überzeugt. „Bewegungsmelder zum Beispiel würden auch bei jedem Igel und jeder Katze reagieren“, sagt er. Das verursache viel mehr Licht. „Manchmal sind die analogen, die besseren smarten Lösungen“, fügt der Bürgermeister an.

Treibende Kraft hinter dem Projekt waren die jungen Besucher des Jugendzentrums. „Im Rahmen des Projekts JUPS – Jugendpartizipation im Stadtteil – haben wir die Jugendlichen gefragt, welche Wünsche sie haben“, berichtet Lennart Krummeck, Leiter des Jugendzentrums. Ein häufig vorgebrachter Wunsch sei die Beleuchtung im Viertel gewesen. „Es gab auch gleich viele Ideen“, fährt Krummeck fort. „Aber so ein Projekt kostet auch viel Energie und für uns war das schwierig umzusetzen.“

Jugendbeirat

  • Wahlen

    : Im März finden die Wahlen für den dritten Jugendbeirat statt. Dafür kandidieren dieses Jahr 43 engagierte junge Regensburger.

Deswegen hatte sich das Jugendzentrum an den Jugendbeirat gewandt. Dort hat Stella Amoako sich der Sache angenommen. Die 17-Jährige ist selbst häufig im Jugendzentrum und wohnt in Königswiesen. Auch sie muss nachts auf ihren Nachhauseweg durch den unbeleuchteten Park. Sie selbst ist genauso wie viele der anderen Jugendlichen gespannt auf die neue Beleuchtung.

Inzwischen sind alle Hürden überwunden und das Projekt wurde bewilligt. „Es kann jetzt sofort gebaut werden“, sagt Huber. Wenn die Witterung mitmache, werde die Beleuchtung noch im Frühjahr fertig. „Wir sammeln da jetzt Erfahrungen“, sagt Huber weiter. Es sei ein Pionierprojekt. Wenn es funktioniere, wäre diese umweltfreundliche Parkbeleuchtung auch ein Modell für andere Orte.

Die Nachfrage danach sei da. Auch der Jugendbeirat ist glücklich mit der Lösung, die für den dunklen Park gefunden wurde: „Der Taster war eine geniale Idee. Wir wollen Sicherheit, aber ja auch die Umwelt schützen“, sagt Schmidl.

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