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Aktion

Benefizfestival für die todkranke Liah

Am 29. Juli gibt es im Gutshof Köfering viel Musik und Attraktionen für Kinder. Der Erlös geht zu 100 Prozent an das Mädchen.
Von Wolfgang Ziegler

An diesem Wochenende war die kleine Liah mit ihrer Mutter Katrin Mak beim Reiten. Foto: Mak
An diesem Wochenende war die kleine Liah mit ihrer Mutter Katrin Mak beim Reiten. Foto: Mak

Regensburg.Die Hilfswelle rollt! Selten hat ein Schicksal so viele unserer Leser bewegt, wie das der kleinen Liah (7), bei der ein – mutmaßlich – unheilbarer Gehirntumor festgestellt wurde, der operativ nicht entfernt werden kann. Seit wir in der vergangenen Woche erstmals über das Leiden des kleinen Mädchens berichteten, erreichen uns täglich Dutzende von Mails, in denen Hinweise auf Ärzte und Spezialkliniken gegeben werden und in denen Hilfe angeboten wird.

Helfen will nun auch Katharina Krempl und die Dorfgemeinschaft Wolkering und Umgebung. Sie stellen am Sonntag, 29. Juli, von 10 bis 22 Uhr im Gutshof Köfering ein Benefizfestival auf die Beine, bei dem Spenden für die weitere Behandlung der jungen Krebspatientin gesammelt werden sollen. Die Organisatoren aus Wolkering haben große Erfahrung mit solchen Events, schließlich veranstalten sie jedes Jahr das „Fest der 100 Biere“.

Die Vorstände der Dorfgemeinschaft, Stefan Seitz und Christian Wild, haben für das Festival bereits die Hanslberger Musikanten, die Kapelle Blech nach Acht, die Partyband Gewekiner Buam sowie als Höhepunkt den Froschhaxn Express gewinnen können. „Sie alle werden kostenlos auftreten, der gesamte Erlös soll der kleinen Liah zugutekommen“, sagte Wild unserer Zeitung am Montag am Telefon.

Wolkeringer suchen Sponsoren

Christian Wild hat Erfahrung in der Organisation von großen Events. Foto: Tine Kirchmayer
Christian Wild hat Erfahrung in der Organisation von großen Events. Foto: Tine Kirchmayer

„Die Hilfe ist groß“, freut er sich. Doch das Organisationsteam braucht dringend weitere Unterstützung. Konkret suchen Krempl und die Wolkeringer noch Brauereien, Bäcker und Metzger, die bei der Aktion mitmachen. „Wir bräuchten noch rund 400 Kästen Getränke, 300 bis 400 Kilogramm Bratwürste und Knacker, 3000 Semmeln und 1000 Brezen“, zählt Wild auf. Auch Kühlanhänger, Sonnenschirme und Biergarnituren würden benötigt. Wer helfen kann und will, soll sich an die Dorfgemeinschaft oder Katharina Krempl wenden – per Mail an seitzst@aol.com, christian.wild73@t-online.de oder k.krempl@krempl-homecare.de.

Dinge wie Kühlschränke und Kühltheken, Grills und Kaffeetassen seien bereits vorhanden, so Wild. „Die haben wir in den vergangenen Jahren Zug um Zug für unser ,Fest der 100 Biere‘ gekauft.“ Durch dieses Fest habe die Wolkeringer Dorfgemeinschaft auch die nötige Erfahrung in der Organisation einer Veranstaltung dieser Größenordnung. „Wir haben nur drei Wochen. Das kriegt man in der kurzen Zeit normalerweise nicht auf die Reihe. Ein solches Mega-Event planen andere zwei Jahre lang“, sagt Wild.

Liah fährt in die Schweiz

Aufmerksam geworden sind die Wolkeringer durch einen Facebook-Post von Katharina Krempl. Sie hatte Hilfe für die Umsetzung eines Benefizfestivals für die kleine Liah gesucht. Die beiden Vorstände der Dorfgemeinschaft, Stefan Seitz und Christian Wild, überlegten nicht lange. „Mach ma“, haben wir gesagt, erzählt er. Dann rollte die Maschinerie an: Nachdem der von Katharina Krempl ins Spiel gebrachte Fußballplatz in Sulzbach als Veranstaltungsort ausgeschieden war, setzte sich Wild am Samstag kurzfristig mit dem Bürgermeister von Köfering, Armin Dirschl, in Verbindung, den er seit langem kennt. Der stellte wiederum umgehend einen Kontakt mit dem Verwalter des Gutshofs Köfering, Christian Ziegler, her, der sofort zusagte. Für die Benefizveranstaltung räumt er die Maschinenhalle des Gehöfts, dort wird auch die Bühne aufgebaut. Draußen stellen die Wolkeringer ein umfangreiches Kinderprogramm auf die Beine – mit Hüpfburg, Ponyreiten, Kinder-Quads, Kinderschminken, Luftballonsteigen und einer Tombola. Bis zum 29. Juli werden bestimmt weitere Attraktionen dazukommen, das Ideenreservoir ist riesig.

Jedenfalls erwartet Christian Wild „ein paar Tausend Leute“, wenn an diesem Tag um 10 Uhr der Startschuss für das etwas andere Festival fällt. Und natürlich hofft er, einen möglichst großen Erlös für das todkranke Mädchen erzielen zu können, denn die Behandlungen und Therapien verschlingen sehr viel Geld.

Die beginnen für Liah, die am Wochenende die Kinder-Uniklinik verlassen hat und inzwischen wieder zu Hause ist, an diesem Donnerstag. Zusammen mit ihrer Familie wird sich die kleine Patientin in eine homöopathische Klinik in der Schweiz begeben, wo zunächst ihr Immunsystem gestärkt werden soll. Das sei für die weiteren Behandlungsschritte wichtig, erklärte uns ihr Vater Danny Mak am Montag am Telefon. Dieser Aufenthalt sei zudem eine Art Überbrückung bis sich andere angefragte Spezialkliniken zu Therapiemöglichkeiten geäußert haben.

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