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Berufe

Besondere Erlebnisse schenken

Zum zweiten Mal luden die Wirtschaftsjunioren zum „Make a difference day“ ein. Sie bescherten Kindern einen tollen Tag.
von Martina Groh-Schad

Ein Teil der etwa 100 Kinder und Jugendlichen, die am Aktionstag teilnahmen und sich bei der Polizeidirektion Nord über den Arbeitsalltag bei der Polizei informierten.  Foto: MGS
Ein Teil der etwa 100 Kinder und Jugendlichen, die am Aktionstag teilnahmen und sich bei der Polizeidirektion Nord über den Arbeitsalltag bei der Polizei informierten. Foto: MGS

Regensburg.Als die Sirene startet, hält sich die 19-Jährige Laura die Ohren zu und schließt die Augen. „Puh, ist das laut“, sagt sie. Damit hat die Schülerin des Regensburger Pater-Rupert-Mayer-Zentrums nicht gerechnet. Für den elfjährigen Jamie vom Kinderzentrum St. Vincent ist vor allem die technische Ausstattung des Fahrzeugs interessant. „Ich wusste gar nicht, was da alles drin ist“, staunt er.

Die Gelegenheit so nah an ein Polizeifahrzeug heranzukommen, einen Blick ins Innere zu werfen und von einem Beamten aus erster Hand Informationen über die Arbeit der Polizei zu bekommen, haben die Kinder und Jugendlichen eher selten. Beim „Make a difference day“ der Wirtschaftsjunioren Regensburg bekommen sie diese Chance. An diesem ehrenamtlich organisierten Tag haben benachteiligte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, Einrichtungen und Unternehmen zu besuchen, die sie sonst nur theoretisch kennen.

„Wir wollen den benachteiligten Kindern und Jugendlichen einen besonderen Tag schenken“, sagt Hauptorganisator Alexander Rupprecht. In Regensburg führte das Unternehmer-Netzwerk das Event zum zweiten Mal durch. 15 ehrenamtliche Aktive des Unternehmer- und Führungskräfte-Netzwerks organisieren und gestalten den Tag für etwa 100 Kinder, die in irgendeiner Form benachteiligt sind oder eine Behinderung haben, aus verschiedenen Regensburger Institutionen.

Spaß haben und lernen

„Der Tag bringt auch uns Helfern viel“, betont Rupprecht. „Wir haben mit den Teilnehmern großen Spaß.“ Seine Vereinskollegin Nina Weikl ergänzt: „Unser Ziel ist auch, dass die Kinder bei den Aktionen etwas lernen.“

Aus insgesamt sechs spannenden Aktionen konnten die Kinder in diesem Jahr den Besuch einer Einrichtung auswählen. Für die Polizei entschieden sich 30 Kinder und Jugendliche und wurden von einem Beamten durch die gesamte Direktion Nord geführt. „Sie konnten auch einen Blick in die Zellen werfen“, sagt Weikl. Im Anschluss stand der Beamte den Kindern Rede und Antwort.

Ein Netzwerk

  • Engagement:

    Die Aktiven wollen durch wirtschaftspolitisches und gesellschaftliches Engagement über den Beruf hinaus Verantwortung übernehmen.

  • Erlebnis:

    Beim „Make a difference day“ erleben Kinder und Jugendliche einen besonderen Tag.

Andere Gruppen unternehmen derweil ein Baseball-Training bei den Buchbinder Legionären. Erfahrene Spieler führten die Kinder in die Regeln ein und organisierten ein kleines Turnier. Im Western-Reitstall Eiermühle von Natalie und Andreas Eibeler-Gruber in Bad Abbach konnte eine Gruppe Schulpferde putzen, führen und reiten. Eine weitere Gruppe besuchte einen Bauernhof.

Zukunftspläne schmieden

Beim Hofrundgang erfuhren sie viel über artgerechte Tierhaltung, waren bei der Feldarbeit dabei und konnten bei der Ernte mithelfen.Sportlich gefordert wurden die Interessenten eines Selbstverteidigungstrainings. Hier ging es um die Einführung in Kampfsportarten, bei denen körperliche und mentale Fähigkeiten gefragt sind. Bei der Feuerwehr warf eine Gruppe einen Blick hinter die Kulissen und erfuhr viel über die Arbeit der Feuerwehr. Den Nachmittag gestalteten die Wirtschaftsjunioren dann für alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam. Im Regensburger Spitalkeller erhielten die Kinder Essen, es gab Kinderschminken, eine Zaubershow, die Möglichkeit Fußball und andere Spiele zu spielen, ein Trampolin, eine Führung durch den Keller und zum Abschluss ein Lagerfeuer.

„Die Kinder und Jugendlichen sind am Ende immer ziemlich geschafft“, sagt Weikl. „Aber es hat sich gelohnt.“ Ein Kind habe ihr berichtet, dass es nun einen neuen Berufswunsch habe: Feuerwehrmann. Und auch bei der Polizeidienststelle Nord darf mit neuer personeller Unterstützung gerechnet werden. „Ein Junge hat gefragt, ob er bei der Polizei ein Praktikum absolvieren kann“, erklärt Weikl.

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