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Bildung

Bewahrung der Schöpfung steht im Fokus

Die Realschule Niedermünster kooperiert mit Naturexperten. Die Schülerinnen sollen verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen.
Von Angelika Lukesch

  • Die Mädchen der Niedermünsterrealschule sangen das Lied „Heal the world“. Fotos: Lukesch
  • Pater Karl Geißinger

Regensburg. Die Schulfamilie der Mädchenrealschule Niedermünster hat sich für die nächsten drei Jahre einer großen Aufgabe verschrieben. Die Schülerinnen und die Lehrkräfte wollen sich unter dem Motto „Gelebte Schöpfungsverantwortung“ mit Engagement und Kreativität in den kommenden drei Schuljahren mit Projekten, Ausflügen und Aktionen mit dem Thema Natur und Umwelt und wie der Mensch sich darin bewegt, auseinandersetzen.

Um diesem großen und anspruchsvollen Thema gerecht zu werden, schloss die Niedermünsterrealschule eine dreijährige Kooperation mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern und der Umweltstation Kloster Ensdorf.

Das Ziel des Projektes, dem ein detaillierter Projektplan zugrunde liegt, ist laut Schwester Rita Zirngibl, Direktorin der Realschule, die Schülerinnen „zur nachhaltigeren Nutzung von Ressourcen an der Schule“ zu ermuntern und auf diese Weise mit der gesamten Schulgemeinschaft Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen.

Ganzheitlicher Ansatz

Das ZUK ist eine gemeinnützige Einrichtung des Umwelt-und Naturschutzes sowie ein Bildungs-, Tagungs- und Gästehaus. Es ist im Maierhof des Klosters Benediktbeuern untergebracht und wurde 1988 von den Salesianern Don Boscos gegründet. Bei der Auftaktveranstaltung für die Kooperation, die in der Turnhalle der Mädchenrealschule stattfand, war auch Pater Karl Geißinger aus Benediktbeuern angereist. Die Mädchenrealschule Niedermünster, sagte der Pater, habe die „Latte sehr hoch gelegt“. Die Armen Schulschwestern, unter deren Trägerschaft die Mädchenrealschule steht, sei jedoch bekannt für die hohen Ansprüche, die sie an sich stellten.

Er lobte den ganzheitlichen pädagogischen Ansatz der Schule, die gemäß den Zielen der Ordensgründerin Maria Theresia Gerhardinger formuliert seien. „In Ihrer Schule machen Sie junge Menschen in ihrer Gesamtheit fit für die Zukunft“, sagte der Pater. In der Kooperation zwischen dem ZUK und der Mädchenrealschule solle in christlicher Verantwortung für den Schutz und die Achtung vor der Schöpfung, dem „höchsten Gut, das uns unser Schöpfer gegeben hat“, übernommen werden.

Die Natur müsse als großer Garten gesehen werden, der den Menschen für die Zeit ihres Lebens anvertraut sei. „Dies ist ein sehr hoher Anspruch, der an uns gestellt wird“, sagte Geißinger. Es sei daher von großer Bedeutung, bei den jungen Menschen den Samen für die Achtung vor der Natur zu legen, denn sie seien diejenigen, die in der Zukunft die Entscheidungen treffen würden, wie es mit der Welt weitergehe. „Nicht nur das Wissen ist wichtig, sondern die tiefe emotionale Beziehung zur Schöpfung, die tiefe Beziehung zur Natur und die Achtung vor jedem Menschen. Die Schöpfungsverantwortung muss wahrgenommen werden. Sie machen das an Ihrer Schule sehr konkret“, sagte der Pater.

Verantwortung für die Natur

Mit der Zusammenarbeit mit dem ZUK in Benediktbeuern, das in den 30 Jahren seit seiner Gründung von 15 000 Kindern und Jugendlichen besucht wurden ist, könne die intensive Begegnung mit der Natur und der Schöpfung gefördert werden. „So kann das eigene Leben verantwortungsvoll gestaltet werden“, sagte Geißinger. Die Ordensgemeinschaft der Salesianer in Benediktbeuern will als Gründer und Mitträger der Einrichtung einen Beitrag zur Schöpfungs- Verantwortung leisten. Das ZUK wird vom „Trägerverbund“ getragen, der aus drei Ordensgemeinschaften, mehreren Stiftungen, Institutionen, Firmen sowie Gebietskörperschaften besteht.

Schwester Rita Zirngibl stellte das umfangreiche Projektprogramm für die nächsten drei Schuljahre vor. Es beinhaltet Ausflüge, viele Aktionen, um die Umwelt zu schonen, und viele Themen zu Umwelt und Natur, die praxisbezogen untersucht werden sollen. Qualitätsstandards sollen erstellt und erfüllt werden. Die Projekttage werden im ZUK, an der Umweltstation des Klosters Ensdorf sowie in Regensburg und Umgebung stattfinden. Schließlich zeigten die Schülerinnen Ergebnisse ihrer Ideen zum Thema „Gelebte Schöpfungsverantwortung“. Mit einem Rap zur Schöpfungsgeschichte bewiesen sie, dass dieses Thema niemals unmodern werden kann.

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