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Regensburger Presseclub

Bischof Müller verteidigt den Papstbesuch

Gerhard Ludwig Müller setzt sich gegen die Angriffe von allen Seiten zur Wehr — und verweist auf die Wohltätigkeit der Kirche.

Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller am Dienstag im PresseClub (Foto: altrofoto.de)

Regensburg. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller geht vor dem Deutschlandbesuch Benedikts XVI. mit den Papstkritikern hart ins Gericht: Die Debatte um die Kosten der Visite vom 22. bis 25. September sowie eine angeblich bessere Verwendung des Geldes für soziale Zwecke wird nach seiner Einschätzung scheinheilig geführt.

Das karitative Engagement von katholischer und auch evangelischer Kirche sei enorm. „Ich habe immer den Eindruck, dass es den Kritikern nicht um die Armen geht, sondern dass ihnen die Existenz der Kirche ein Dorn im Auge ist“, sagte er am Dienstagabend im Regensburger PresseClub.

Müller attackierte auch Bundestagsabgeordnete aus den Reihen der Linken, aber auch von Grünen und SPD, die der Papstrede im Bundestag aus Protest fernbleiben wollen. „In Deutschland hat jeder auch das Recht auf Dummheiten.“ Von Volksvertretern sollte man erwarten, dass sie auch die Interessen der 25 Millionen Katholiken in Deutschland im Blick haben. Die Linken haben sich nach seiner Einschätzungen durch ihre Geburstagsgrüße für den Kommunisten Fidel Castro ohnehin disqualifiziert.

Beim Papstbesuch in Deutschland machen sich 6000 Gläubige aus dem Bistum Regensburg in 120 Bussen auf den Weg nach Berlin, um bei der großen Messe im Berliner Olympiastadion dabei zu sein und ein Zeichen ihrer Verbundenheit zu setzen. Über die Hälfte der Teilnehmer sind junge Gläubige — eine Tatsache, die Bischof Müller mit Stolz erfüllt. Er hatte die Fahrten forciert. Der Auslöser: Anfangs war in der Diaspora Berlin ein vergleichsweise geringes Interesse an den katholischen Großveranstaltungen befürchtet worden.

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