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Freudentag

Bischof weiht neues Domspatzennest

Bei der Segnung der Grundschule nennt der Bischof die Chormitglieder „singende Evangelisten“. Im neuen Heim könnten sie ihre Talente entfalten.
Von Angelika Lukesch

  • Bischof Dr. Rudolf Voderholzer segnete das neue Gebäude der Regensburger Domspatzen (links Petra Stadtherr, rechts Domvikar Rainer Schinko).Fotos: Lukesch
  • Einige Schüler der Domspatzen-Grundschule erklärten den Gästen, warum sie die neue Schule gut finden.

Regensburg. Allmählich entwickelt sich das Regensburger Stadtviertel rund um die Reichstraße zum „Domspatzen-Viertel“. Seit Beginn des Schuljahres herrscht bereits reger Betrieb in der neuen Grundschule der Domspatzen, jetzt ist das an das Gymnasium angrenzende neue Schulgebäude auch mit dem kirchlichen Segen bedacht: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer segnete das Gebäude.

Alle waren sie zur Einweihung gekommen: die Geistlichkeit, Vertreter der Stadt, der Regierung, der Domspatzenstiftung, des Schulamts und diejenigen, die mit dem Bau der Domspatzen-Grundschule zu tun hatten. Trotz aller Schwierigkeiten, wie zum Beispiel der Erlangung einer Erlaubnis für die rund 2500 Quadratmeter große, vormals städtische Grünfläche, auf deren Grund nun die neue Schule steht, waren alle Beteiligten „mit großer Begeisterung“, wie Architekt Joachim Peithner betonte, an der Realisierung des neuen Domspatzennestes mitten in der Stadt beteiligt. sein.

„In der Champions-League“

Der positive Tenor der neuen Grundschule gegenüber, die, wie OB Hans Schaidinger betonte, „eine Bereicherung der Regensburger Schullandschaft“ sei, schwang in allen Reden und Grußworten mit, die anlässlich der Einweihung in der Turnhalle der neuen Schule gesprochen wurden. Bischof Rudolf Voderholzer bezeichnete die Regensburger Domspatzen sowohl als „singende Evangelisten“ als auch als „singende Botschafter“. Sie spielten spirituell und künstlerisch „in der Champions-League ganz vorne“ mit. Der Bischof betonte, dass es wichtig sei, die katholischen Schulen immer auf dem modernsten Stand zu halten und sich nicht auf Erfolgen auszuruhen. „Wir wollen, dass die Domspatzen auch in Zukunft die Domliturgie gestalten“, sagte der Bischof.

„Alternatives Schulangebot“

Domkapellmeister Roland Büchner hob die Grundschule als sichtbares Zeichen der Einheitlichkeit der Schulen der Domspatzen hervor und erklärte, dass dieser neue Bau eine wichtige Maßnahme sei, um die weltweit einmalige Institution der Regensburger Domspatzen zu sichern. Er dankte allen an der Planung, dem Bau und der Durchführung beteiligten Personen einschließlich Elternbeirat und Schülermitverwaltung. Der Stiftungsratsvorsitzende, Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, sagte, dass die „musikalisch-pädagogische Arbeit der Grundschule Pielenhofen hier in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Gymnasium, Chor und Internat fortgeführt werden kann.“ Die neue Grundschule sei keine Konkurrenz zu staatlichen Schulen, sie sei ein alternatives Angebot in der Schullandschaft einer pluralen Gesellschaft. Auch bei dieser katholischen Schule stehe Jesus Christus als Ziel aller Bemühungen im Mittelpunkt des schulischen Lebens.

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner beglückwünschte alle, die am Bau mitgewirkt hatten, zu einem „gelungenen Werk“. Sie prophezeite den Domspatzen durch die nunmehr gegebene Zentrumsnähe der neuen Grundschule noch mehr Zulauf. Architekt Joachim Peithner überreichte der Rektorin der neuen Grundschule, Petra Stadtherr, die Schlüssel für das Gebäude. Stadtherr selbst bedankte sich dafür, „dass ich diese einzigartige Schule leiten darf“. Der Elternbeirat überreichte ihr Brot und Salz. Auch die Schüler kamen zu Wort. Das Instrumentalensemble des Musikgymnasiums unterhielt die Festgesellschaft. Nachdem der Domspatzen-Grundschulchor einige Lieder gesungen hatte, berichteten Grundschüler, wieso sie die neue Schule so schön fänden.

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