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Feiern

Bismarckplatz: Mekka für Musikliebhaber

Von Funk über Reggae bis Silent Disco: Die musikalische Vielfalt beim Bimarckplatzfest war am Wochenende groß.
Von Sarah-Sophie Ruppert

Bei der Silent Disco gab es entspannte Beats auf die Ohren. Foto: altrofoto.de
Bei der Silent Disco gab es entspannte Beats auf die Ohren. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Gleich zwei traditionelle Veranstaltungen gab die Regensburger Altstadt am letztem Wochenende her. Neben dem 12. Klangfarbenfestival im und vor dem Thon-Dittmer-Palais fand drei Tage lang das bewährt-beliebte Bismarckplatzfest statt. Bereits zur Institution geworden, besuchten den Auftakt am Freitag Junge und Junggebliebene, um sich unter das Partyvolk zu mischen. Der bekannte Platz, der ohnehin bei steigenden Temperaturen bereits im Frühjahr ein Mekka für die feierwütigen Regensburger ist, verwandelt sich zum Bismarckplatzfest in eine Oase für Liebhaber regionaler Bands. Doch regional ist lediglich das Einzugsgebiet der Künstler, welche sich gerne nationaler Melodien und Musikeinflüsse bedienen. Um 18 Uhr donnerte die Band Skavaria und somit acht gestandene Männer feinstes und selbsternanntes „Balkan-Ska-Reggae-Funk-Gemetzel“ mit heimischen Slang in die Menge.

Ein beliebter Platz: Der Bismarckplatzbrunnen versprach zumindest ein bisschen Abkühlung. Foto: altrofoto.de
Ein beliebter Platz: Der Bismarckplatzbrunnen versprach zumindest ein bisschen Abkühlung. Foto: altrofoto.de

Bei Bier, Weinschorle oder eisigen Longdrinks ließ sich der Hochsommerabend im Regensburger Zentrum gut aushalten und die Füße wieder abkühlen, während die Rock ´n´ Roller T.G. Copperfield & The Electric Band die Bühne für sich einnahmen. Ein musisches Ensemble von Blues und Rock bestimmten den Act. Die Zuhörer konnten entspannt der Musik frönen, sich dennoch gesellig unterhalten und die Beine wadentief ins Wasser der beiden Brunnen am Bismarckplatz tauchen.

Sehen sie hier mehr Bilder vom Bismarckplatzfest:

Lässige Stimmung beim Bismarckplatzfest

Musik und gutes Essen

Neben einer satten Portion „Tonkunst“ verwöhnten die Veranstalter das Publikum mit reichlich Leckereien. Bayerische Spezialitäten wie Käse- oder Speckteller und Bratwurstsemmeln treffen da auf asiatische Kochkünste. Als Nachschlage gerne einen Baumstriezel oder eine große Portion Eis. Am zweiten Tag des Festivals, das kühler, aber auch bewölkt daherkam, folgte ein nicht minder volles Musikgeschehen. Bereits um 14 Uhr startete Ohrange mit einer Mischung aus Love, Folk und Pop. Die angenehme und beruhigende Stimme des Sängers Manuel Meier passte zum doch noch frühen Veranstaltungsprogramm und leitete den Abend ein.

Sehen Sie hier ein Video vom Bismarckplatzfest:

Video: Sarah-Sophie Ruppert

Schon fast sehnsüchtig warteten die Tanzwütigen auf die Rootz Radicals. Die Fläche auf dem Platz und vor der Bühne war gesteckt voll. Die Straubinger Reggae-Band holte schnell die verschiedensten Typen aus verschiedensten Nationen zum Tanz auf den Platz vor die Bühne. Luzia Kölbl, die seit zehn Jahren als Bedienung in der Neuen Filmbühne und ebenso am legendären Bismarckplatzfest bedient, sagt: „Das Beste am Bismarckplatzfest ist, dass es multikulti ist.

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Der Bismarckplatz: voller Fähnchen und Musik

Wir sind offen für jeden!“ Zu rhythmischen Klängen und hohem Tempo tanzten die Menschen und ließen sich vom Sänger Uno Jahma, der mit dem typischen Reggae-Beat in seiner Stimme gesegnet ist, mitreißen. „Es macht richtig Spaß euch beim Tanzen zuzusehen!“, feuerte Tschammer in die Menge. Doch nur halb so gut ohne seine Band-Kumpels, machten diese mit ihrer Performance den Gig zu einem Ganzen. Gute Schuhe waren beinahe Pflicht, denn die wenigsten standen beim Sound der starken Truppe still. Bis zum letzten Song verharrten Interessierte wie auch Fans, um das Programm der Reggae-Jungs zu verfolgen.

Die Rootz Radicals verwöhnten die Fans mit Reggae-Musik. Foto: altrofoto.de
Die Rootz Radicals verwöhnten die Fans mit Reggae-Musik. Foto: altrofoto.de

Im Anschluss wurde es dann zu einem langsam ansteigenden Regenschauer beinahe „muxmäuschenstill“ mit der nun schon gut etablierten „Silent-Disco“. Den Platz nahmen nun viele Kopfhörer tragende, wippende Menschen ein, die den Sound lediglich aus den Ohrhörern wahrnahmen. Ein seltsames Bild wurde dem geboten, der die „ruhige Disco“ nicht kennt und nur zufällig am Geschehen vorbeikam.

Das Wetter hielt

Am Sonntag mussten die Besucher des Bismarckplatzfestes dann doch mit Nieselregen rechnen und hatten ihre Schirme im Anschlag. Das unberechenbare Wetter hielt dennoch die Mutigsten nicht davon ab, den Weg in die Altstadt zu suchen. Den Abschluss machten am letzten Tag der Veranstaltung unter anderem die Band Miese Mutanten, welche mit reichlich Disco-Punk und überhaupt nicht mies das Publikum noch richtig anfeuerte. Last, but not least oder auch zu guter Letzt besetzte Beisser die Bühne. Die bayerische Band verabschiedete die Leute mit guter Laune in den Feierabend und bereitete auf den doch bald anstehenden Montag vor.

Kultur

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