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Erfolg

BRK stolz auf Qualitätssiegel

Erst sieben Anbieter in Europa haben die Kriterien der „Society for Simulation“ erfüllt. Sie fördert Notfalltraining.

Johannes Gottschalk (2. v. l.) und Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich (3. v. l.) nehmen die Akkreditierungsurkunde der Europäischen Gesellschaft für Simulation (SESAM) entgegen.  Foto: Fuchs
Johannes Gottschalk (2. v. l.) und Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich (3. v. l.) nehmen die Akkreditierungsurkunde der Europäischen Gesellschaft für Simulation (SESAM) entgegen. Foto: Fuchs

Regensburg.Das Rote Kreuz in Regensburg erhielt die deutschlandweit erste Akkreditierung der „Society for Simulation in Europe“. Derzeit entsteht für das BRK darüber hinaus ein neues Simulationszentrum. Es war eine außergewöhnliche Reise nach Glasgow zum Kongress der Europäischen Gesellschaft für Simulation, die der Projektleiter des Simulationszentrums des BRK-Kreisverbands Regensburg, Johannes Gottschalk, absolvierte. Die Gesellschaft fördert europaweit Simulation und hat eine Art Prüfstelle für Abläufe, Inhalte und Qualität realitätsnaher Simulation im Bereich rettungsdienstlicher und medizinischer Fortbildungen ins Leben gerufen.

Europaweit haben diese strengen und umfangreichen Zulassungskriterien erst sieben Anbieter unter Beweis gestellt. Einer davon kommt direkt aus Regensburg. Das Simulationszentrum des Regensburger BRK hat damit in Glasgow nicht nur die siebte Akkreditierung der Gesellschaft in Europa, sondern auch die erste in Deutschland erhalten. „Wir sind darauf natürlich sehr stolz. Wir haben seit einiger Zeit sehr akribisch und mit viel Herzblut an optimalen Trainingsbedingungen für Menschen, die im Ernstfall Leben retten, gearbeitet. Das ist ein echter Ansporn. Dieses Qualitätssiegel bedeutet uns sehr, sehr viel“, sagte Gottschalk.

Zugriff auf neueste Technik

Die Notfallsimulation ist für rettungsdienstliches und medizinisches Fachpersonal ein immer wichtiger werdendes Tool, um möglichst realitätsnah die Versorgung von Patienten zu trainieren und um Patientensicherheit zu gewährleisten. Das Regensburger BRK greift hier auf neueste Technik zurück. Übungsdummies, die atmen, sprechen und sämtliche menschliche Vitalfunktionen zeigen können, werden über einen Kontrollraum verbunden und gesteuert. Das Fachpersonal bearbeitet den Fall selbstständig und mit Hilfe von Videoaufzeichnungen reflektieren die Teilnehmer ihr Szenario gemeinsam mit den Simulationstrainern.

Das Ergebnis ist dabei eindrucksvoll, denn die Realitätsnähe führt beim Fachpersonal zu noch mehr Sicherheit im Umgang mit den Patienten. „Wir verfügen derzeit über einen vollausgestatteten Simulations-Rettungswagen. Auch Schulungen in Schock- oder OP-Räumen in den Kliniken können wir leisten. Des Weiteren bauen wir derzeit ein komplettes Simulationszentrum im Regensburger Osten. Hier werden wir auch einen Fahrsimulator integrieren, der es auch den Feuerwehren und anderen Organisationen ermöglicht, ihre Einsatzkräfte für die Einsatzfahrten zu schulen“, so Gottschalk. „Für uns ist das Thema Simulation ein zukunftsweisendes. Denn wir ermöglichen es dadurch Menschen, die tagtäglich um das Leben von Kranken und Verletzten kämpfen, sich bestmöglich fachlich fortzubilden. Die Akkreditierung dieser Europäischen Gesellschaft zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Björn Heinrich, der Kreisgeschäftsführer des BRK, zufrieden.

Regelmäßiges Training

In allen Hochrisikobereichen des Gesundheitswesens nimmt Patientensicherheit eine herausragende Position ein. Zu deren Steigerung sind vielerorts eine standardisierte Patientenversorgung und das regelmäßige Training etabliert worden. Simulation bietet durch realitätsnahes Training die Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt zu schulen. Ferner bietet eine Simulation die Möglichkeit, gesamte Teams zu trainieren, Abläufe und Prozesse zu festigen oder auch Schnittstellen zu optimieren. Dies kann einerseits in Simulationszentren oder auch direkt am Arbeitsort der zu trainierenden Teams durchgeführt werden. Letzteres bietet den Vorteil, in der bekannten Arbeitsumgebung mit den jeweiligen Standards Patientenversorgung zu trainieren.

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