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Wahlkampf

Brücke-Liste: Viele bekannte Gesichter

Unternehmer, Kreative, Wirte und auch Triathlet Sebastian Neef: Sie alle wollen für den Verein in den Stadtrat einziehen.
Von Heike Haala

Joachim Wolbergs, Spitzenkandidat des Vereins „Brücke – Ideen verbinden Menschen“, am Freitagabend bei der Aufstellung der Stadtratsliste für die Kommunalwahl Fotos: altrofoto.de
Joachim Wolbergs, Spitzenkandidat des Vereins „Brücke – Ideen verbinden Menschen“, am Freitagabend bei der Aufstellung der Stadtratsliste für die Kommunalwahl Fotos: altrofoto.de

Regensburg.Es ist ein Querschnitt durch die Stadtgesellschaft, mit dem Joachim Wolbergs, OB-Kandidat des Vereins „Brücke – Ideen verbinden Menschen“, bei den Kommunalwahlen am 15. März möglichst viele der 50 Sitze im Regensburger Stadtrat holen will. Vom Azubi zum Kaufmann für Büromanagement bis hin zur Zahnärztin sind viele Berufsgruppen vertreten.

Altersmäßig umfasst die Brücke-Liste eine Bandbreite von Menschen, die zwischen 19 und 72 Jahren alt sind. Auf den 50 Plätzen sind 21 Frauen zu finden. Die Abstimmung am Freitagabend im Leeren Beutel verlief harmonisch. Die Stimmberechtigten winkten die Liste durch. Es gab keine Kampfkandidatur. Von den etwa 100 Teilnehmern der Versammlung waren 92 Stimmberechtigt. 77 davon nahmen die Liste unverändert an.

Auf den vordersten Plätzen landeten neben Spitzenkandidat Wolbergs (Platz 1) Rechtsanwältin Bettina Simon (Platz 2) und Lehrer Tom Mayr (Platz 3).

Kandidatin Bettina Simon (Platz 2) Foto: altrofoto.de
Kandidatin Bettina Simon (Platz 2) Foto: altrofoto.de

Auf Platz 4 folgt Designer Florian Rottke, der seit einiger Zeit durch sein Konzept für den Kiosk am Neupfarrplatz in der Innenstadt von sich reden macht.

Weiterhin landeten auf den ersten zehn Plätzen: Projekteinkäufer Markus Panzer (Platz 5), Claudia Fritsch (Platz 6), Veranstaltungsleiterin beim Verein LLC Marathon Regensburg, Thomas Thurow (Platz 7) und Ernst Zierer (Platz 8), die beiden ehemaligen SPD-Stadträte sitzen inzwischen für die neue Fraktion der Brücke im Regensburger Stadtrat sowie die Unternehmer Bernhard Lindner (Platz 9) und Phuc Huynh (Platz 10).

Kandidatin Elisabeth Hockemeyer (Platz 11) Foto: altrofoto.de
Kandidatin Elisabeth Hockemeyer (Platz 11) Foto: altrofoto.de

Regensburgs Szene kandidiert

Die ersten zehn Plätze dieser Liste zeigen wie im Brennglas: Der Verein setzt auf bekannte Gesichter aus der Stadtgesellschaft. Auf ihr finden sich Sportler ebenso wie Kreative, Gastro-Chefs, Unternehmer oder auch ehemalige SPD-Mitglieder. Neben Fritsch vom LLC Marathon Regensburg kandidieren aus dem sportlichen Bereich Profi-Triathlet Sebastian Neef (Platz 13) und Michael Geserer (Platz 39). Er war Trainer der deutschen Tennisspielerin Julia Görges und führte sie bis unter die ersten zehn der Weltrangliste. Im Jahr 2018 stand sie im Wimbledon-Halbfinale.

Aus der Regensburger Szene kandidieren neben Hunyh, der unter anderem das „Il Baretto“ betreibt, auch Tom Bockes (Platz 30), Chef in der „Banane“ und im „Tarantino’s“, Tobias Nerb (Platz 42), er ist Geschäftsführer im „Paletti“, Koch Christoph Hauser (Platz 32) oder Hans Geldhäuser (Platz 27), Chef im Ostentor-Kino.

Kandidat Ernst Zierer (Platz 8)Foto: altrofoto.de
Kandidat Ernst Zierer (Platz 8)Foto: altrofoto.de

Thurow und Zierer sind weiterhin nicht die einzigen Brücke-Kandidaten für den Stadtrat, die Wolbergs noch aus seinen SPD-Zeiten kennt. Dazu zählen unter anderem auch Rupert Karl (Platz 19) oder Yvonne Fischer (Platz 44). Schlusslicht auf dieser Liste und gleichzeitig ihr jüngster Kandidat ist Wolbergs’ Sohn Tim.

Viel Applaus erntete während der Vorstellungsrunde die 20-jährige Studentin Elisabeth Hockemeyer (Platz 11). Sie organisierte mehrere Clean-Up-Aktionen und konzentrierte sich in ihrer Rede auf Umweltpolitik.

Kandidat Thomas Thurow (Platz 7)Foto: altrofoto.de
Kandidat Thomas Thurow (Platz 7)Foto: altrofoto.de

„Ich glaube, dass die Stadt so eine Liste noch nicht gesehen hat“, sagte Wolbergs im Gespräch mit der Mittelbayerischen über den Kreis der Brücke-Kandidaten. Während seines Grußworts thematisierte er engagierte Menschen, um so auf das möglicherweise nun anstehende Engagement der potenziellen Stadträte zu sprechen zu kommen. Wolbergs geht er davon aus, dass die Brücke-Liste das Zeug dazu hat, nach der Wahl die größte Fraktion im Stadtrat zu stellen. „Ziel der Aktivitäten ist es, stärkste Kraft zu werden“, sagte er. Er zeigte sich stolz: „Wer auf der Liste steht, gibt ein Bekenntnis zu meiner Persönlichkeit ab.“ Alle Kandidaten sind für ihn Leute, die für Regensburg stehen.

Eine Hürde wartet noch

Da die Brücke in dieser Stadtratsperiode nicht aufgrund eines eigenen Wahlvorschlags vertreten war, gibt es noch eine Hürde für den Verein zu nehmen, die das Wahlrecht vorsieht. Ihr Wahlvorschlag für die kommende Kommunalwahl muss von 385 wahlberechtigten Bürgern der Stadt Regensburg durch Unterschriften unterstützt werden.

Platz 4 hat Designer Florian Rottke, der seit einiger Zeit durch sein Konzept für den Kiosk am Neupfarrplatz in der Innenstadt von sich reden macht. Foto: altrofoto.de
Platz 4 hat Designer Florian Rottke, der seit einiger Zeit durch sein Konzept für den Kiosk am Neupfarrplatz in der Innenstadt von sich reden macht. Foto: altrofoto.de

Das ist frühestens zum 17. Dezember möglich. Die derzeit laut Wolbergs „deutlich über 300 Mitglieder“ der Brücke wohnen nicht alle im Regensburger Stadtgebiet. Um eine Unterschrift leisten zu können, braucht man aber unter anderem einen Erstwohnsitz hier. Joachim Wolbergs geht davon aus, dass der Verein diese Hürde „locker“ knackt.

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