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Migration

Bürgermeisterin will mehr Flüchtlinge

Maltz-Schwarzfischer bekräftigt ihr Angebot, dass Regensburg im Mittelmeer gerettete Menschen aufnehmen wolle.
Von Jan-Lennart Loeffler

Das Schiff der Regensburger Organisation Sea-Eye findet keinen Hafen. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer betont daher erneut die Aufnahmebereitschaft der Stadt für Flüchtlinge. Foto: Sea-Eye/dpa
Das Schiff der Regensburger Organisation Sea-Eye findet keinen Hafen. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer betont daher erneut die Aufnahmebereitschaft der Stadt für Flüchtlinge. Foto: Sea-Eye/dpa

Regensburg.Seit mehreren Tagen findet das Schiff des Regensburger Vereins Sea-Eye mit insgesamt 17 geretteten Menschen vor Malta keinen Hafen, um anzulegen. „Ich werde erneut mit dem Kanzleramt und dem Bundesinnenministerium Kontakt aufnehmen, um unser Angebot, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, zu wiederholen. Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Menschen ertrinken oder hilfesuchend auf dem Meer verbleiben“, teilt Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer mit. „Am 2. Januar habe ich mit Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer, der mich eindringlich um Unterstützung gebeten hat, telefoniert. Es ist wirklich dramatisch, was er mir geschildert hat.“

Stadt sieht sich für Sea-Eye in der Verantwortung

Die Stadt setzt sich laut eigenen Angaben gerade auch wegen der in Regensburg beheimateten Rettungsorganisation Sea-Eye besonders dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen zu ermöglichen. „Solange Menschen auf der Flucht im Meer sterben, muss es intensive Anstrengungen geben, um die Geflüchteten gerecht in Europa zu verteilen und den Fluchtursachen zu begegnen. Ich möchte jetzt von den verantwortlichen Ministerien in Berlin wissen, wie sich ihre Bemühungen auf europäischer Ebene derzeit gestalten und wie sie mit den konkreten Angeboten weiterer 30 Städte in Deutschland umgehen wollen“, so die Bürgermeisterin.

Stadtratsopposition bezeichnete Angebot als „populistisch“

Maltz-Schwarzfischer hatte im Sommer bereits vorgeschlagen, die Stadt solle mehr Gerettete aus dem Mittelmeer aufnehmen. Die Entscheidungen zur Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen liegen allerdings außerhalb des Einflussbereichs der Stadtverwaltung. Maltz-Schwarzfischer ging es bei ihrem Vorschlag nach eigener Aussage vor allen um das Signal, dass Regensburg zusätzliche Flüchtlinge verkrafte. Die CSU-Opposition im Stadtrat warf der Bürgermeisterin damals Populismus vor.

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