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Bund greift Händlern unter die Arme

Kaufleute sollen mit regionalen Kompetenzzentren fit für die Digitalisierung gemacht werden – auch in Regensburg.
Von Sarah Höger

Karin Siegert (Vize-Präsidentin der IHK Regensburg und Inhaberin des Herrenausstatters Siegert), Sandra Bachfischer (Eigentümerin Teehaus Bachfischer), Matthias Eifrig (Leiter eCommerce Papier Liebl) und Wolfgang Jess (Geschäftsführer der Witt-Gruppe) diskutierten eifrig. Foto: Sarah Höger
Karin Siegert (Vize-Präsidentin der IHK Regensburg und Inhaberin des Herrenausstatters Siegert), Sandra Bachfischer (Eigentümerin Teehaus Bachfischer), Matthias Eifrig (Leiter eCommerce Papier Liebl) und Wolfgang Jess (Geschäftsführer der Witt-Gruppe) diskutierten eifrig. Foto: Sarah Höger

Regensburg.Ein paar Klicks, Adresse eingeben – und schon ist das Paket unterwegs. Shopping im Internet geht schnell und liegt voll im Trend. Darunter leiden vor allem die Händler, die ihre Waren noch klassisch standortbezogen an den Mann bringen wollen. Viele von ihnen hinken hinterher, wenn es um die Umsetzung neuer Techniken rund um digitale Marktplätze (eCommerce) geht oder die Nutzung digitaler Spielarten, meist fehlen die Ressourcen oder schlichtweg das technische Wissen bei den Unternehmern.

Um kleinen und mittleren Einzel- und Großhändlern unter die Arme zu greifen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft im Rahmen der Förderinitiative Mittelstand-Digital das „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel“ ins Leben gerufen. Durch Praxisbeispiele, Demonstratoren, Informationsveranstaltungen und den gegenseitigen Austausch sollen Händler die Vorteile der Digitalisierung kennenlernen.

ibi-Research unterstützt Regensburger Kaufleute

Durch Partner in den jeweiligen Regionen ist das Kompetenzzentrum an 26 Orten deutschlandweit vertreten. Jetzt fand die Auftaktveranstaltung zum Kompetenzzentrum Regensburg in den Räumen der IHK statt. Ansprechpartner in Regensburg ist das Beratungs- und Forschungsinstitut ibi-Research der Universität Regensburg. Geschäftsführer Dr. Georg Wittmann formulierte die entscheidende Frage: „Wie kann Digitalisierung helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben?“ Die Angebote sind kostenlos und sollen Händler für digitale Themen sensibilisieren, sie informieren und ihnen die Angst vor den Veränderungen nehmen.

Gleichzeitig sollen auch digitale Möglichkeiten umgesetzt werden, die die Kundenzufriedenheit steigern und Lust machen, im Laden in der Stadt einzukaufen anstatt bei Amazon und Co. Mit dem DigitalMobil (DiMo) können Händler hautnah die neuesten Trends in Sachen Digitalisierung im Handel erleben: „Das DiMo bringt Inspirationsmöglichkeiten, wie man digitale Techniken benutzen kann, direkt zu den Händlern vor Ort“, erklärte Judith Hellhake, Leiterin des Kompetenzzentrums in Köln.

Digitaler Marktplatz

  • Leistungen

    : Das Kompetenzzentrum Handel bietet Unternehmersprechstunden mit Experten an. Auch Veranstaltungen und Vorträge zu verschiedenen Digitalisierungsthemen werden organisiert. Das durch Deutschland tourende „DiMo“, Podcasts zu Trendthemen sowie Leitfäden, Checklisten und Infoblätter, die online abrufbar sind, runden das Angebot ab.

Karin Siegert, Inhaberin des Herrenausstatters Siegert im DEZ und Vize-Präsidentin der IHK Regensburg, verzichtet zwar auf den Vertrieb über einen Online-Marktplatz wie Amazon, freut sich aber auf die Unterstützung vom Staat: „Handel ist Wandel, aber in letzter Zeit ist dieser Wandel doch recht schnell vonstattengegangen“, sagte sie. „Wir Händler wissen alle, dass wir etwas tun müssen. Der Fachhandel muss neue Strategien finden, um mit dem Internethandel mithalten zu können.“

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