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Bund Naturschutz: „Anwalt der Natur“

Die Ortsgruppen in Stadt und Landkreis Regensburg sind auf 6600 Mitglieder angewachsen und haben viele Projekte umgesetzt.

Die Klärteiche müssten als Vogelbiotope geschützt werden, fordert der Bund Naturschutz. Foto: Lex
Die Klärteiche müssten als Vogelbiotope geschützt werden, fordert der Bund Naturschutz. Foto: Lex

Regensburg.Rund 90 Mitglieder des Bund Naturschutz aus Stadt und Landkreis haben bei der Jahresmitgliederversammlung den Kreisvorstand einstimmig entlastet. Dessen aktive ehrenamtliche Arbeit wurde mit der ein-stimmigen Wiederwahl quittiert.

Schoberer wurde vom Landesverband für sein langjähriges Engagement geehrt. „Die gesamte Vorstandschaft wird mit großer Rückendeckung in Stadt und Landkreis der Umwelt und Natur eine starke und hörbare Stimme geben“, versprach er.

Erfolgsprojekte aufgelistet

Er berichtete von zahlreichen Erfolgsprojekten. Wieder sei das Naturmobil ausgebucht gewesen, 1700 Schülerinnen und Schüler haben geforscht und mikroskopiert. Über 5000 Jungen und Mädchen verzichteten auf das „Taxi Mama“ und gingen stattdessen zur Schule. Die renaturierten Grundstücke der Donauinsel Mariaort entwickeln sich „wunderbar“.

Mit 18 aktiven Ortsgruppen im ganzen Landkreis sei der Bund Naturschutz flächendeckend als Anwalt der Natur präsent, so Schoberer. Nach wie vor steigt die Zahl der Mitglieder – in Stadt und Landkreis Regensburg sind es rund 6600.

„Wachsam sein und sich – wo notwendig – mit Verstand und Herz einmischen, ist heute wichtiger denn je.“ Ehrenamtliches Engagement im Umweltbereich bewirke gerade auch auf lokaler Ebene viel. Ohne dieses gäbe es viele Naturschätze nicht mehr.

„Teilweise besorgniserregend“

Die aktuellen Entwicklungen in der Stadt seien teilweise besorgniserregend. Schoberer nannte die Schlämmteiche an der Kremser Straße, die Gefahr laufen würden, Industriehallen geopfert zu werden. Die Luftqualität bleibe trotz einer „Nachbesserung“ im Luftreinhalteplan der Stadt hinter den Notwendigkeiten zurück. „Verkehrschaos und Dauerstau während der Ausbauphase der A3 und ein steigendes Verkehrsaufkommen werden uns für Jahre zusätzlich belasten“, fürchtet der Vorsitzende. Besser wäre gewesen, wie vom BN im Verfahren gefordert, zuerst den ÖPNV und die Fahrradinfrastruktur einschließlich E-Bikes zu stärken, damit betroffene Pendler hätten umsteigen können, solange an der A3 gebaut wird.

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Kritik am Flächenverbrauch

  • Enormer Flächenverbrauch:

    Reinhard Scheuerlein, Regionalreferent des BN für die Oberpfalz, thematisierte den enormen Flächenverbrauch im Freistaat.

  • Schwund:

    Alle eineinhalb Jahre verschwinde eine Fläche in der Größe der Stadt Nürnberg unter Bebauung. Auf dem Land seit der Umgang mit Fläche noch großzügiger.

  • Negative Folgen:

    Seit der Lockerung des Anbindegebots durch die Regierung werde dies auch ohne räumliche Nähe zu einer Siedlung möglich sein – mit gravierenden negativen Folgen.

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