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Antrag

Busbahnhof: CSU fordert Planungsteam

Der angedachte ZOB am Hauptbahnhof Regensburg müsse „zeitnah realisiert“ werden. Dafür brauche es mehr Geld und Personal.
Von Daniel Steffen, MZ

Geht es nach der CSU, dann soll ein zentraler Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof nicht allzu lange auf sich warten lassen. Foto: Steffen
Geht es nach der CSU, dann soll ein zentraler Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof nicht allzu lange auf sich warten lassen. Foto: Steffen

Regensburg.„Busbahnhof und Stadtbahn first“, sagt CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Zimmermann. Bei ihrer Klausurtagung am Wochenende haben sich die Regensburger Christsozialen darauf festgelegt, dem öffentlichen Nahverkehr in der Stadt höchste Priorität einzuräumen und die Planung zum Regensburger Kongress- und Kulturzentrum zunächst außen vor zu lassen. Von erheblicher Bedeutung ist für sie eine möglichst zeitnahe Planung des angedachten zentralen Busbahnhofs am Hauptbahnhof. „Das Vorhaben hat eine deutlich größere Reife als das RKK-Projekt“, sagt Zimmermann, der betont, dass bei der Planung des Busbahnhofs auch die angedachte Stadtbahn berücksichtigt werden soll.

Kosten für die Planung seien zu niedrig angesetzt

Eine Planungsgruppe mit entsprechendem Personal sei dafür erforderlich – und die von der Stadt anberaumten 150 000 Euro Planungskosten „viel zu niedrig“ angesetzt, kritisiert er. Generell wünsche er sich „mehr Leidenschaft für das Thema“, sagt Zimmermann, der den Eindruck habe, dass die Stadtgesellschaft ähnlicher Auffassung sei. Erst vor wenigen Tagen habe sich dies bei einem CSU-Bürgergespräch gezeigt.

„Nur eine Stadtbahn ist in der Lage, die Verkehrs-Spitzenzeiten abzudecken.“

CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Zimmermann

Abwägen will die CSU indes, ob der Bau eines Kongress- und Kulturzentrums sinnvoll ist. „Wir wollen erst einmal beobachten, wie das neue Marina-Forum und der 1000-Personen-Saal im neuen Museum der bayerischen Geschichte angenommen werden“, argumentiert Zimmermann. Die CSU favorisiert eine Stadtbahn zur Beschleunigung des Nahverkehrs in Regensburg. „Nur eine Stadtbahn ist in der Lage, die Verkehrs-Spitzenzeiten abzudecken“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Grundsätzlich halte Zimmermann auch einen Rapidbus für eine gute Idee, die Stadtbahn jedoch sei „im urbanen Raum attraktiver als ein Bus auf einer Rapidstrecke“.

Der Forderungskatalog der Christsozialen umfasst eine Reihe weiterer Anträge. So spricht sich die Stadtratsfraktion für die Wiedereinführung von regelmäßigen Bürgerbefragungen aus, die die Themen Wohnen, Arbeit, Verkehr, Umwelt, Soziales und Sport abdecken. Ab 2018 und in einem dreijährigen Turnus sollen diese von der Stadt in Auftrag und von unabhängigen Institutionen wie der Universität oder der OTH durchgeführt werden. Durch repräsentative Befragungen verspricht sich die CSU, zu erfahren, wie es „um die Lebenswirklichkeit der Menschen aussieht“.

Freudenstein: Bürgerbefragung ist „Kokolores“

Die laufende Befragung zum RKK brandmarkte Stadträtin Dr. Astrid Freudenstein als „Kokolores“. Sie habe eher zu mehr Politikverdrossenheit als zu Vertrauen in die Stadtspitze geführt. Nun komme es darauf an, wenigstens die Kommentare der Befragten auszuwerten, um verlässliches Material zu bekommen.

Alle Hintergründe und Informationen zum Regensburger Kultur- und Kongresszentrum finden Sie in unserem MZ-Spezial!

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