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Konzert

Cantemus beschreitet musikalisch Neuland

Anlässlich des 800. Jubiläumsjahres des Dominikanerordens gab es die Marienvesper von Claudio Monteverdi zu hören.
Von Anna Kellner, MZ

Der Cantemus-Chor inszenierte zusammen mit dem Orchester Concerto Stella Matutina die Marienvesper von Monteverdi.
Der Cantemus-Chor inszenierte zusammen mit dem Orchester Concerto Stella Matutina die Marienvesper von Monteverdi. Foto: Lissy Besl

Regensburg.Nicht nur die alten Instrumente des Vorarlberger Orchesters Concerto Stella Matutina erregten am Samstagabend die Aufmerksamkeit der Zuhörer in der voll besetzten St. Blasius Kirche. Auch die bunte Mischung der Mitglieder des Regensburger Cantemus-Chores, der mittlerweile auch international gefragt ist, erstaunte das Publikum.

Der Kernchor Cantemus Neo, bestehend aus den erwachsen gewordenen Mitgliedern des Chores, wurde von mehreren Nachwuchssängern bei der Inszenierung der Marienvesper unterstützt. Vor allem die Knabensolisten Jannis Kamper und Benjamin Lange begeisterten die Zuhörer.

Anlässlich des Jahresthemas „Mehr als Schwarz und Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden“ veranstaltete das Kulturreferat Regensburg die Aufführung der Marienvesper unter der Leitung von Chor Gründer Matthias Schlier. „Es war ein sehr spannendes Projekt für uns“, verriet Schlier, „innerhalb eines Tages müssen Orchester, Solisten und der Chor zusammen harmonieren. Dazu kommt die besondere Akustik hier in der Dominikanerkirche. Deshalb bin ich sehr erleichtert, dass alles so gut geklappt hat.“

Auch die Solisten, die teilweise von weit her nach Regensburg anreisten, zeigten sich genau wie das Orchester erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem Regensburger Chor. Dabei sei es, so Schlier, das erste Mal gewesen, dass die Sänger sich an so frühe Musik herangewagt hätten. In nur sechs Wochen übten die Sänger mit großer Disziplin und intensiven Proben an jedem Wochenende die speziellen Töne und Klangfarben ein.

„Dieses Projekt hat für jeden einzelnen Sänger auf jeden Fall einen ganz großen Schritt in seiner musikalischen Weiterbildung bedeutet, einen persönlichen Meilenstein“, erklärte Schlier. Die Marienvesper sei nicht mit anderen sakralen Werken zu vergleichen, die der Chor inszeniert hätte.

Die neuen Klänge kamen auch beim Publikum gut an. Zuhörerin Stephanie Kexel entschied sich ganz spontan das Konzert zu besuchen und war besonders begeistert von den alten Instrumenten und der historischen Aufführpraxis des Orchesters. „Ich hätte gerne noch mehr von den Instrumenten gesehen, das war sehr interessant“, sagte sie. Auch Evi Bossle gefiel die Aufführung sehr gut. „Ich fand es genial. Die Mischung aus den verschiedenen Stimmen des Chores war genauso toll wie die Solisten und das Orchester. Das hat dem Stück einen ganz besonders gehaltvollen Klang verschafft“, erzählte Bossle, deren Sohn Julius an der Inszenierung mitwirkte. Obwohl er erst seit einem Jahr Mitglied im Cantemus-Chor ist, ist er jetzt schon begeistert.

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