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Musik

Cantemus-Chor rockt das Mischwerk

Das zweite Rockkonzert der jungen Sänger flasht das Publikum. 200 Kinder und Jugendliche lassen die Location erzittern.
Von Angelika Lukesch

Alle Sänger des Chors lieferten eine ganz starke Performance ab. Foto: altrofoto.de
Alle Sänger des Chors lieferten eine ganz starke Performance ab. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Sternförmig streben am Sonntagnachmittag kurz vor 16 Uhr große und kleine Menschen dem Mischwerk zu. Zum zweiten Mal findet hier das Rockkonzert des Cantemus-Chores statt und die Fans strömen. Im vorigen Jahr stieg das Rockkonzert erstmals in dieser Location und damit nahm die Coolness der Cantemus-Rockkonzerte rapide zu. Cantemus-Chor-Mitglied Lena (19), die bei früheren Auftritten bereits mitgesungen hat und sich jetzt mit ihrer Zwillingsschwester Anja zusammen um einen reibungslosen Ablauf Backstage kümmert, ist von der Örtlichkeit begeistert: „Ich finde das Rockkonzert des Cantemus Chores ja jedes Jahr cool und ich war oft dabei! Ich war auch letztes Jahr hier, als es zum ersten Mal in Mischwerk stattfand. Seitdem es hier stattfindet, ist es noch so viel cooler!“

Das Mischwerk füllt sich mittlerweile kontinuierlich und die Halle ist um Punkt 16 Uhr gerammelt voll. Backstage herrscht aufgeregtes Getriebe, 200 junge Sänger haben Lampenfieber und Stimmbildnerin Annika Fischer erklärt atemlos: „Ich bin so nervös, ich hoffe, alles klappt!“ Kurz nach 16 Uhr erstrahlen die Scheinwerfer und die Piu Piu Liveband unter der Leitung von Ulli Forster und Thomas Basy hat Platz genommen.

Video: Angelika Lukesch

Einfühlsame Interpretationen

Der erste Song erklingt, es ist ein Chorsong und der Titel lautet: „How far I’ll go“ (2016), ein Stück von Moana. Gleich danach kommt „Better when I’m dancing“ (2015, Megahn Trainor), ein Song, der die Halle schon mal in die richtige Disco-Rock-Stimmung bringt. Nun erklimmen zwei junge Moderatoren die Bühne. Paul mit den dem blaugefärbten Haarschopf und Moritz mit dem kurzen blonden Raspelkopf begrüßen das Publikum und sagen gekonnt jovial, witzig und souverän den ersten Auftritt an. „Sowieso“ (2016) von Mark Forster erklingt in der Interpretation von zehn jungen Mädchen. Es ist ebenso erstaunlich wie auch anrührend, dass so junge Menschen, die man als Erwachsener immer als Kinder betrachtet, so einfühlsam einen Erwachsenen-Titel interpretieren können. Diese Erkenntnis zieht sich durch das ganze Cantemus-Rock-Konzert, das ein Lehrstück dafür ist, die Weitsicht und das Verständnis der Kinder nicht zu unterschätzen.

Kinder rocken das Mischwerk

Für Anja (19), die Zwillingsschwester von Lena, ist das Rockkonzert des Cantemus Chores eine Sache, die weitaus mehr bringt, als „nur“ gute Songs in unterschiedlichen Cover-Versionen. „Ich finde so ein Rockkonzert super, weil hier jeder aus sich rauskommen kann. Jeder hat die Möglichkeit, mal selbst alleine auf der Bühne zu stehen“, erzählt sie aus dem Nähkästchen. Vor Jahren stand sie selber einmal beim Rockkonzert mit auf der Bühne und hatte einen Solopart.

Das Rockkonzert des Cantemus-Chores läuft mit Hochstimmung weiter. Unterschiedliche Formationen, mal nur Mädchen, mal gemischt und mal Boy-Group erobern die Bühne, lassen ihre Stimmen erklingen und ihr Rhythmusgefühl tanzen. Die jungen Interpreten zeigen eine sehr gute gesangliche Leistung wie auch eine lässige Performance. „Fight song“ (2015) von Rachel Platten erklingt, außerdem „Freaking out“ (2013) von Lina Larissa Strahl, „Mama“ (2017) von Jonas Blue, „Little talks“ (2011) von Of Monsters an Man, „Weak“ (2017) von Alan Walker, „Stargazing“ (2017) von Kygo. „Die perfekte Welle“ (2004) von Juli ergreift das ganze Auditorium. „80 Millionen“ (2016) von Max Giesinger und „Feuerwerk“ (2017) von Wincent Weiß lassen die Stimmung im Mischwerk überkochen.

Auch ruhigere Töne begeisterten das Publikum. Foto: altrofoto.de
Auch ruhigere Töne begeisterten das Publikum. Foto: altrofoto.de

Backstage sitzt der musikalische Gesamtleiter des Cantemus-Chores, Matthias Schlier. Er ist, um im Rockjargon zu bleiben, völlig geflasht: „Was heute für eine Show abgeht, ist sensationell. Das wundert uns alle, das erstaunt auch die Großen im Cantemus Chor. Ich sage nur, Hut ab vor dieser Leistung! Hier ist eine Bombenstimmung und ganz viel Show auf der Bühne!“ On stage geht das Rockkonzert weiter seinen sensationell erfolgreichen Weg. „Love yourself“ (2015) von Justin Bieber ertönt und bei „This ist he life“ (2007) von Amy Macdonald bleiben die Füße und die Hände nicht mehr still. Das ganze Auditorium bewegt sich im Rhythmus und die Hände gehen nach oben.

Bis alle Dämme brechen

Nachdenklichkeit ist dann angesagt bei „Alone“ (2017) von Ellen Walker. Der Rap „Pizza“ (2017) von Antilopen Gang, interpretiert von einer Formation des Cantemus Chores reißt auch die Stillen im Publikum mit. Wincent Weiß’ Song „Frische Luft“ (2017) beeindruckt, bei „Ist da jemand“ (2017) von Adel Tawil singen bereits alle mit. Weiter geht’s mit „Domino“ (2011) von Jessie J, „Something just like this“ (2017) von Coldplay. Im Mischwerk herrscht mittlerweile eine spannungsgeladene Stimmung, die sich bei den letzten vier Nummern vollends entlädt. Queens Megahit und Mega-Oldie „Don’t stop me now“ (1978) ergreift die Menge und lässt die Atmosphäre rhythmisch pulsieren. Beim „Final Countdown“ (1986) von Europe brechen alle Dämme. Die jungen Interpreten auf der Bühne geben ihr Bestes mit Luftgitarre und einer gewagten Performance. Das Ende des zweiten Rockkonzert des Cantemus-Chors bilden die Chorsongs „Don’t stop believing“ (1981) von Journey und „Chöre“ (2016) von Mark Forster. Mehr Stimmung geht zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Alle, die zum zweiten Rockkonzert des Cantemus-Chors im Mischwerk gekommen sind, sind zu diesem Zeitpunkt bereits stimmungsmäßig gedopt durch die musikalisch-rockigen Gesamteindrücke, die die vielen Interpreten des Cantemus-Chors hinterlassen haben.

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