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Conni im Schloss St. Emmeram

Das Mädchen mit der roten Schleife entdeckt so viele neue Sachen: zu Hause, in der Vorschule – und jetzt bei Fürstin Gloria.
Von Ingrid Kroboth, MZ

Conni (rechts) gastierte am Sonntagvormittag bei den Schlossfestspielen.
Conni (rechts) gastierte am Sonntagvormittag bei den Schlossfestspielen.Foto: altrofoto.de

Regensburg. Die neunjährige Lea aus Allersberg bei Nürnberg kennt schon alle Bücher und CDs von „Conni – Freundin aller Kinder“. Und dann brachte heuer der Osterhase eine Eintrittskarte zum Kindermusical „Conni“, das gestern auf der Bühne der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele zu sehen und erleben war.

Die Ränge sind gut gefüllt mit Kindern – selbst im Babyalter – zusammen mit ihren Eltern, Omas, Opas. „So was erlebst du so schnell nicht wieder“, macht eine junge Mutter ihre kleine Tochter im feinen Tüllkleidchen mit Prinzessinnenkrone auf die außergewöhnliche Kulisse dieses Theater-Vormittages aufmerksam. Es ist das Kölner Kindertheater Cocomico, das nach dem Erfolg im letzten Jahr mit „Bibi Blocksberg“ auch heuer die vorletzte Vorstellung der Schlossfestspiele für die ganze Familie zum Erlebnis macht. Das Ensemble packt Begriffe wie Bildung, Erziehung, Kunst und Kultur in einen kreativ-künstlerischen Ansatz – auf der Bühne schwungvoll, kindgerecht und nachvollziehbar umgesetzt von Conni (Laura Bablick), ihrer Mutter und Kindergärtnerin (Annika Päß), den Freunden Julia (Andrea Esser) und Simon (Uta Jacobi - die auch den kleinen Bruder Jakob spielt) und schließlich dem Vater (Stefan Stechmann).

Conni, das fröhliche und unternehmungslustige Mädchen mit der roten Schleife im Haar und dem rot-weißen Ringelhemd, ist gerade noch fünf Jahre alt. Aber nicht mehr lange – nur noch einmal schlafen, dann wird sie sechs. Das muss natürlich entsprechend gefeiert werden. Conni will zu diesem besonderen Ereignis die beste Schokoladentorte der Welt backen – erstmals selbst. Doch zuvor heißt es nochmal in den Kindergarten gehen. Connis Freunde warten schon sehnsüchtig, sie haben sich lustige Spiele ausgedacht.

Mit wenigen Handgriffen – durch das Drehen einiger Wandbilder oder umfunktionierten Kisten und Kissen – verändern die Akteure das Bühnenbild, machen aus der elterlichen Wohnung einen Kindergarten. Auf einer großen Uhr dreht sich die Zeit, und die Kinder im Publikum zeichnen mit ihren Armen die Zeiger nach.

Stolz präsentiert Conni ihren „sprechenden Kater“, der seinen Namen sagen kann: „Mau“. Nach der Pause ist der große Tag gekommen: „Conni hat Geburtstag heut …“ Und einige hundert Zuschauer stimmen in das Ständchen ein, das sie zuvor mit Julia und Simon einstudiert haben. Die Kinder zünden eine Rakete: Arme nach vorne, Hände flattern, Füße trampeln zum großen „Ohhhh!“ Und damit weiß nun nach eineinhalb Stunden Musicalerfahrung auch die kleine Lucia, wie sie 2016 ihren 6. Geburtstag feiert - Opa hat sie zu „Conni“ begleitet.

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