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Corona: Das ändert sich ab Montag

Kommende Woche öffnen weitere Läden in Regensburg. Aber welche? Und wie verhalte ich mich? Wir klären häufige Fragen.
Von Andreas Maciejewski

Ladengeschäfte unter 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April wieder öffnen. Kunden und Angestellte müssen Mundschutz tragen. Foto: Matthias Bein/dpa
Ladengeschäfte unter 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April wieder öffnen. Kunden und Angestellte müssen Mundschutz tragen. Foto: Matthias Bein/dpa

Regensburg.Der nächste Schritt in Richtung Normalität: Ab kommendem Montag dürfen im Zuge der Corona-Lockerungen auch in Regensburg viele Läden wieder aufmachen. Doch dafür gelten strenge Regeln. Wir haben neun häufige Fragen und Antworten dazu gesammelt.

1. Welche Geschäfte dürfen nun ebenfalls öffnen?

Super- und Getränkemärkte gehören zur Grundversorgung und haben seit jeher geöffnet. Zu Beginn dieser Woche kamen weitere Geschäfte wie Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien hinzu. Ab dem 27. April folgt in Bayern der nächste Schritt: Buchhandlungen, Kfz- und Fahrrad-Geschäfte dürfen öffnen. Ab diesem Datum ist auch die Öffnung von sonstigen Ladengeschäften, Einkaufszentren und Kaufhäusern des Einzelhandels bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zulässig.

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2. Welche Beschränkungen und Auflagen gibt es hier?

Für Ladengeschäfte und den Einzelhandel gelten folgende Auflagen: Einlasskontrollen, Eineinhalb-Meter-Abstand, verpflichtende Hygiene- und Parkplatzkonzepte sowie ein Mundschutzgebot. Der Betreiber muss zudem sicherstellen, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 qm Verkaufsfläche. Das bedeutet zum Beispiel, dass nur 40 Kunden gleichzeitig in ein Geschäft mit 800 qm Fläche dürfen.

Manche Baumärkte in Regensburg greifen hier auf kreative Ideen zurück. Diese begrenzen die Anzahl der Kunden, indem sie nur so viele Einkaufswägen zur Verfügung stellen wie Kunden sich darin aufhalten dürfen. Der toom-Baumarkt in Reinhausen gibt zum Beispiel lediglich 80 Wägen aus. In anderen Märkten wird die Kundenzahl über sogenannte Doormen, Sicherheitspersonal an den Eingangstüren, geregelt. Damit bilden sich zwar Schlangen vor den Märkten, die Menschen müssen aber Abstand halten. Die 800-Quadratmeter-Regel gilt im Übrigen nicht für Baumärkte.

3. Größer als 800 qm: Darf man öffnen, wenn man Teile absperrt?

Nein, das ist leider nicht möglich. Die Flächengrenze bezieht sich auf die objektiv baulich vorhandene Verkaufsfläche. Es ist daher nicht gestattet, diese Verkaufsfläche durch Absperrungen zu verringern, um dadurch die Gesamtfläche auf unter 800 qm zu reduzieren.

4. Welche Geschäfte dürfen als nächstes öffnen?

Laut Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz sollen Friseure ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen. Die Ministerpräsidenten behalten sich aber unter Betrachtung des Infektionsschutzgeschehens vor, den Beschluss wieder zu ändern. Die Regensburger brennen jedenfalls schon darauf, endlich die Corona-Zottelmähne loszukriegen. Thomas Daxberger, Inhaber des kleinen „Friseur T. D.“ in der Glockengasse, sagt zum Beispiel. „Ich habe massenweise Termine ausgemacht. Wir sind den ganzen Mai voll.“

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5. Für wen gilt denn ab Montag die Maskenpflicht?

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Für Kunden und Beschäftigte in Läden reicht es aus, selbstgenähte Masken zu tragen. Foto: Jan Woitas/dpa

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April für Personen ab dem sechsten Geburtstag beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs und der hierzu gehörenden Einrichtungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss dann auch das Personal in Geschäften tragen, die geöffnet haben dürfen.

Der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) informiert, dass man ab dem 27. April auf den innerstädtischen Buslinien montags bis freitags wieder vom Samstagsfahrplan zum gewohnten Fahrplanangebot zurückkehren wird. Der RVV rechnet auch damit, dass wieder mehr Leute den ÖPNV nutzen werden. Der Verbund ruft deswegen dazu auf, weiterhin die gängigen Hygieneregeln einzuhalten, ausreichend Abstand zu anderen Fahrgästen zu wahren und die Stoßzeiten zu meiden

6. Müssen Geschäfte Masken zur Verfügung stellen?

Nein, das müssen sie nicht. Jeder Bürger soll selbst für entsprechenden Schutz sorgen. Die Bayerische Staatsregierung weist darauf hin, dass eine erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung auch ein Schal oder ein Halstuch sein kann.

Tipps für den Umgang mit Mundschutz

  • Richtig Tragen:

    Vor dem Anziehen die Hände gründlich mit Seife waschen. Erreger, die man eventuell an den Händen trägt, können so nicht die Innenseite der Maske kontaminieren. Auch nach dem Ausziehen der Maske ist es ratsam, sich die Hände zu waschen. Die Maske sollte Mund und Nase abdecken und eng an den Wangen anliegen, damit möglichst wenig Luft an den Seiten eindringen kann.

  • Reinigung:

    Ein selbstgemachter Schutz kann beliebig oft getragen werden, sagt Bernd Salzberger, Infektiologe am Universitätsklinikum Regensburg. Es wird aber geraten, die Maske nach einmaligem Tragen zu reinigen. Bereits 30 Grad und Waschmittel reichen in der Waschmaschine aus, um das Virus zu töten. Man kann die Masken je nach Stoff auch bügeln oder in den warmen Ofen legen. Danach kann man die Masken wieder nutzen.

7. Was ändert sich durch die Maskenpflicht beim Einkauf?

Im Grunde genommen: nichts weiter. Einkaufen ist grundsätzlich nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes oder dem Lebenspartner erlaubt. Die Regierung empfiehlt aber dringend, nicht die ganze Familie mitzunehmen. Je weniger Menschen gleichzeitig aufeinandertreffen, desto besser. Denn andere Kunden und Mitarbeiter von Supermärkten in Regensburg ärgern sich darüber, wenn man unnötigerweise mit mehreren Menschen einkaufen geht.

Alleinerziehende dürfen ihre Kinder zwar mitnehmen. Hier gilt aber die Empfehlung, dass jemand für sie einkaufen gehen soll. Auch wenn man es nicht alleine schafft, weil man zum Beispiel gehbehindert oder fortgeschrittenen Alters ist, darf ihnen jemand beim Einkauf helfen oder für die betroffenen Personen einkaufen gehen.

8. Darf mein Kind auch alleine zum Einkaufen gehen?

Ja, das Verlassen des Hauses, um einkaufen zu gehen, ist ein triftiger Grund. Dies gilt auch für Kinder. Die Bayerische Staatsregierung empfiehlt aber, sein Kind nicht unnötig zu gefährden und plädiert dafür, dass Eltern lieber selbst einkaufen gehen sollen.

9. Darf ich Behördengänge erledigen?

Ja. Es kommt nur darauf an, welche Behörden geöffnet haben. Auf der Homepage der Stadt Regensburg heißt es zum Beispiel: „Ab sofort werden Bürgeranliegen nur noch nach telefonischer Anmeldung und in äußerst dringenden Fällen persönlich bearbeitet.“

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