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Gesundheit

Coronavirus erreicht Kreis Regensburg

Ein 47-Jähriger aus Lappersdorf wurde infiziert. Nach einem Tag in der Klinik konnte er wieder nachhause.
Von Dr. Christian Eckl

Ein Coronavirus unter dem Mikroskop. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild
Ein Coronavirus unter dem Mikroskop. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild

Regensburg.Im Landkreis Regensburg ist der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Es handelt sich um einen 47-jährigen Mann aus dem Gemeindebereich Lappersdorf. Wegen geringer Krankheitssymptome hatte er seinen Hausarzt aufgesucht. Der vom Hausarzt durchgeführte Test hatte das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt.

Lappersdorfer in häuslicher Isolation

Der Mann wurde einen Tag stationär in der Klink behandelt und befindet sich seit Samstagnachmittag, 7. März, bei geringen Beschwerden in häuslicher Isolation. Die weiteren im Haushalt lebenden Personen – die Ehefrau sowie zwei schulpflichtige Kinder – wurden ebenfalls auf das Coronavirus getestet. Bei diesen drei Personen verlief der Test negativ, bei ihnen liegt also keine Infektion vor. Die Familie hat sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten.

Gesundheit

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Ein Sprecher des Landratsamtes hatte gegenüber der Mittelbayerischen bereits am Samstagnachmittag bestätigt, dass ein Corona-Fall dem Gesundheitsamt Regensburg gemeldet worden war.

Das Gesundheitsamt Regensburg hat alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet. So wurde nach Bekanntwerden sofort damit begonnen, alle Kontaktpersonen zu ermitteln.

Maltz-Schwarzfischer: Ruhe bewahren

„Ich habe es gehört, aber noch nicht von offizieller Seite“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Samstagnachmittag auf Anfrage der Mittelbayerischen. Alle Abläufe seien bei der Stadt definiert, zuständig sei aber zunächst das Gesundheitsamt.

„Von uns aus müssen die Kommunikationswege klar sein: Wer informiert wen und wann. Das ist innerhalb der Stadtverwaltung abgeklärt, auch im Hinblick etwa auf Schulen und Kindergärten.“ Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren, „denn die Regierung hat Abläufe definiert, die wir in unseren Schulen und Kindergärten auch so umsetzen“. Nun würden die Kontaktpersonen ermittelt, sagte die Bürgermeisterin. Die wies nochmals darauf hin, dass nun alle die Hygienevorschriften einhalten sollten. „Wir können ohnehin nicht verhindern, dass das Virus sich ausbreitet, aber wir können die Ausbreitung verlangsamen“, so die Sicht der Bürgermeisterin

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Das Gesundheitsministerium hatte am Samstag die Zahl der aktuell gemeldeten Infektionen bekanntgegeben. Demnach sind es derzeit 31 neue Infektionen in ganz Bayern. Nach Angaben des Robert-KOch-Instituts stieg die Zahl der Infektionen in Bayern damit auf 117, in ganz Deutschland sind es derzeit 684 (Stand: Samstag, 7. März, 17.30 Uhr). Nach Angaben des Ministeriums sind es demnach zwei weitere Fälle aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, zwei Fälle aus dem Landkreis Cham sowie der Fall aus Regensburg, der dem Ministerium aktuell gemeldet wurde.

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Bereits erster Verdachtsfall am Freitag

Bereits am Freitag hatte es einen positiven Testfall am Regensburger Bezirksklinikum gegeben, der allerdings nach Angaben des zuständigen Landratsamts, bei dem das Gesundheitsamt ansässig ist, bei einem zweiten Test negativ ausfiel. „Dazu wurde an der Universität Regensburg, Virologie, ein weiterer unabhängiger Test durchgeführt. Mit dem heute mitgeteilten Ergebnis, dass der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus ausgeräumt werden konnte“, hatte das Landratsamt auf Anfrage der Mittelbayerischen am Freitag mitgeteilt.

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