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Politik

CSU nominiert Rieger für Landtag

Der 53-Jährige ist erneut Regensburger Direktkandidat. Er freute sich über ein deutliches Votum: 84 von 96 Delegierten stimmten für ihn.
Von Marion Koller, MZ

  • Dr. Franz Rieger (r.) freut sich über seine Nominierung. Seine Ehefrau Barbara gratulierte.Foto: Koller
  • Armin Gugau (Mitte) und Franz Rieger gratulieren Hans Renter (links). Foto: Koller
  • Josef Haberl aus Pentling aus Pentling meldete sich kritisch zu Wort. Foto: Koller

Regensburg/Lappersdorf.Es gab zwar anders als vor fünf Jahren keinen Gegenkandidaten für Dr. Franz Rieger. Dennoch wirkte der Landtagsabgeordnete bei der Auszählung am Freitagabend in der Sportgaststätte Kareth-Lappersdorf nervös. Schließlich stimmten bei der CSU-Delegiertenversammlung im Stimmkreis Stadt erstmals auch die Landkreisgemeinden Lappersdorf, Pentling und Wenzenbach mit ab.

Doch Dr. Franz Rieger erhielt ein überraschend deutliches Votum: 84 von 96 Delegierten sprachen sich für seine Landtagskandidatur 2013 aus. Der Regensburger CSU-Kreisvorsitzende Armin Gugau, MdL Sylvia Stierstorfer und Riegers Ehefrau Barbara gratulierten als Erste. „Ich bin sehr erfreut über dieses überwältigende Ergebnis“, sagte der Rechtsanwalt und Landwirtssohn Rieger aus Prüfening kurz nach der Wahl. Es handle sich um einen großen Vertrauensbeweis.

In den drei Landkreis-Gemeinden, die zum neuen Stimmkreis Regensburg-Stadt zählten, sei er nicht so bekannt, deshalb habe er auch das Ergebnis nicht einschätzen können. „Im Landkreis war doch ein bisschen Unmut da“, räumte Rieger ein.

Heftige Kritik aus dem Landkreis

Damit spielte er auf eine Aussage von Josef Haberl aus Pentling vor der Nominierung an, der kritisiert hatte, dass aus der Stadt 80 und aus dem Landkreis nur 20 Vertreter für die Delegiertenversammlung benannt worden seien. „Die Stadt-CSU hat einen Modus gesucht, um Delegierte aus dem Landkreis möglichst auszuschalten“, monierte Haberl. „80:20 ist nicht sehr glücklich.“ Die Landkreis-Delegierten seien sich seltsam vorgekommen, als die Stadt-CSU in den Medien ihre Beteiligung als „Zwergerlaufstand“ bezeichnet habe. MdB Peter Aumer, der CSU-Kreischef Regensburg-Land, versicherte jedoch, dieses Stimmenverhältnis sei „satzungsmäßig vorgeschrieben“. Franz Rieger fügte hinzu, den Satz vom Zwergerlaufstand habe er nie geäußert, das sei falsch wiedergegeben worden.

Bezirksrat Johann Renter nominierten 78 von insgesamt 95 Stimmkreisvertretern am Freitagabend wieder als Bezirkstagskandidaten der Stadt-CSU.

Eingangs hatte Armin Gugau, der Kreisvorsitzende Regensburg-Stadt, an die Versammlung appelliert, die Kandidaten mit größtmöglicher Unterstützung in den Wahlkampf zu schicken. Peter Aumer erinnerte, er habe hart gekämpft, um die Stimmkreisreform zu stoppen und die drei Mandate für den Landkreis zu erhalten. Es sei nicht nachvollziehbar, warum in einer wachsenden Region ein Mandat wegfalle.

In seinem Rechenschaftsbericht über die vergangenen vier Jahre im Landtag sagte Dr. Franz Rieger, er sei 2008 mit dem Ziel angetreten, den ’Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Regensburg voranzubringen. Gelungen sei das mit dem Neubau des Lappersdorfer Gymnasiums, mit der Stärkung der Hochschulen durch Neubauten und 3500 zusätzliche Studienplätze. In die Osttangente würden 50 Millionen Euro investiert, der Ausbau der A3 zwischen Rosenhof und Sinzing sei geplant. Als größten Erfolg bezeichnete der 53-Jährige den Zuschlag für das Museum der bayerischen Geschichte. „Die Bilanz stimmt“, meinte er. Folgende Ziele habe er sich für die kommenden Jahre gesteckt: die Renovierung der Uni, die Einrichtung außeruniversitärer Forschungsinstitute, den Ausbau des Schienennetzes und eine schnelle Flughafenanbindung.

Neuer Stimmkreis „kein Nachteil“

Diplomatisch bemerkte er zum neuen Stimmkreis, dass dieser auch Lappersdorf, Pentling und Wenzenbach einschließe, sei nicht von Nachteil.

Stadt und Land müssten ohnehin enger zusammenarbeiten. „Ich werde diese Gemeinden genauso vertreten“, versprach der Abgeordnete.

Johann Renter stellte seine Tätigkeit als Bezirksrat vor. Sein Schwerpunkt liegt auf sozialen Themen und Haushaltsdisziplin. Außerdem setzt er sich als Behindertenbeauftragter des Bezirks ein.

Als Delegierte für die Bezirksversammlung wurden mit großer Mehrheit gewählt: Armin Gugau, Dr. Franz Rieger, Johann Renter, Michael Lehner, Dagmar Schmidl, Joachim Strauß, Erwin Skorianz, Ewald Fischer, Tobias Fritz und Ellen Bogner.

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