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Politik

CSU: Viele neue Gesichter

Die Wahlliste der Regensburger Christsozialen für 2020 steht. Sie wollen wieder stärkste Kraft werden.

Kreischef Michael Lehner und OB-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein führen die Liste an. Foto: Julia Ried
Kreischef Michael Lehner und OB-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein führen die Liste an. Foto: Julia Ried

Regensburg.Die CSU hat am Samstag über ihre Wahl-Liste für die Kommunalwahl im März 2020 abgestimmt. Auf dem Wahlvorschlag finden sich einige neue Namen. Auch ist er so weiblich wie noch nie: 40 Prozent der Kandidaten sind Frauen. Nachdem die personelle Erneuerung, die das Führungstrio um OB-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein durchsetzen wollte, im Vorfeld für Unmut bei Parteimitgliedern gesorgt hatte, ging die Abstimmung reibungslos und ohne Debatte über die Bühne.

Freudenstein führt die Liste an. Sie hob hervor: „Dass wir die ganze Stadt, alle Altersgruppen, beide Geschlechter, alle beruflichen und familiären Hintergründe und viele Regensburger Verbände und Vereine abdecken, das hatten wir in dieser Vielfalt lange nicht mehr.“ Ihr Ziel: „Wir wollen wieder stärkste Kraft werden.“ 2014 war die CSU mit 32,8 Prozent der Stimmen hinter der SPD (33,71 Prozent) gelandet. Sie bekam nur noch 16 Stadtratsmandate, vorher waren es 20.

Vier neue Namen unter den ersten Zehn

Auf den Plätzen 2 und 3 der Liste folgen Kreisvorsitzender Michael Lehner und Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann, die gemeinsam mit Freudenstein den Wahlvorschlag ausarbeiteten. Über diesen stimmten die 85 Delegierten in fünf Blöcken ab. Die Kandidaten erhielten zwischen 71 und 79 Stimmen, wobei am Ende des Abstimmungsmarathons nur noch 77 Delegierte ihren Zettel in die Urne warfen.

Platz Nummer 4 ging an Stadträtin Bernadette Dechant, Nummer 5 an Tim Helmes, den Chef der Jungen Union. Auf Platz Nummer 6 tritt Ariane Weckerle an, die Vorsitzende der Frauenunion. Helmes und Weckerle sind bislang noch nicht im Stadtrat vertreten. Auf 7 und 8 kandidieren die Stadträte Dagmar Schmidl und Jürgen Eberwein. Platz 9 und 10 gehört den beiden Neulingen Kerstin Gailer und Roland Elias. Auf den Plätzen 11 bis 20 finden sich hauptsächlich Namen, die in der aktuellen Wahlperiode nicht im Stadtrat vertreten sind – bis auf Ellen Bogner (13) und Erich Tahedl (Platz 20). Kathrin Fuchshuber, Betreiberin des Münchner Hofs und kein CSU-Mitglied, geht auf Listenplatz 15 in die Politik. Unternehmer Frank Mosher, der die McDonalds-Filialen in der Region betreibt, freute sich sichtlich über seinen Listenplatz 40.

Stadtratswahl

Diese Urgesteine werden fehlen

In den Parteien herrscht Gerangel um die Plätze auf den Stadtratslisten. In der CSU gibt es Ärger und sogar einen Wechsel.

Sieben amtierende Stadträte treten nicht mehr an: Dr. Armin Gugau, Christian Schlegl, Johann Renter, Hermann Vanino, Josef Troidl, Dr. Franz Rieger und Markus Jobst. Brigitte Schlee, die bis 18. September der CSU-Fraktion angehörte und sie dann verließ, geht für die Freien Wähler ins Rennen. Markus Jobst überlegt derzeit, ob er der Fraktion ebenfalls vorzeitig den Rücken kehrt. Ihn ärgert, „dass langjährige Stadträte wie Brigitte Schlee abgesägt werden“. Renter und Vanino wären erklärtermaßen gerne wieder angetreten. (rj)

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