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Kinderbürgerfest

Das Kibü macht die Kinder stark

Eine gefestigter Charakter braucht keine Suchtmittel – das ist das Konzept des „Erlebnislands“. Eine Expertin erklärt, warum.
Von Angelika Lukesch, MZ

„Kinder stark machen“, diesen Satz trugen auf dem Kinderbürgerfest Schierling Kinder auf ihren T-Shirts. Auch am Sonntag in Regensburg ist das gleichnamige Projekt wieder vertreten.
„Kinder stark machen“, diesen Satz trugen auf dem Kinderbürgerfest Schierling Kinder auf ihren T-Shirts. Auch am Sonntag in Regensburg ist das gleichnamige Projekt wieder vertreten. Foto: Archiv/Lex

Regensburg.Nur noch wenige Tage dauert es, bis das Kinderbürgerfest im Stadtpark seine Pforten öffnet. Viele interessante und spannende Angebote warten auf die Kinder und ihre Eltern. Auch das Projekt „Kinder stark machen für ein suchtfreies Leben“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist mit dem „Erlebnisland“ wieder vor Ort. Hier können Kinder sich ausprobieren und sich selbst beweisen, was sie alles können, wenn man ihnen Freiräume gibt. Dass diese wichtig sind, um die Persönlichkeit zu stärken, davon sind Experten überzeugt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler wird das Kinderbürgerfest 2016 in Regensburg besuchen. Wir sprachen mit ihr über Kinder, Drogen und Prävention.

Wann sind Kinder besonders gefährdet, den Risiken von Tabak, Alkohol und Drogen zu erliegen?

In der Jugend gehört es dazu, Grenzen auszutesten, auch mal über die Stränge zu schlagen. Das ist ein normaler Vorgang, gerade in der Pubertät. Deshalb ist es gerade in dieser Zeit enorm wichtig, Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten.

Was können Eltern präventiv tun, um ihre Kinder vor diesen Gefahren zu schützen?

Im Gespräch bleiben. Vertrauen schenken. Das gilt ein ganzes Leben lang, in diesem Alter ganz besonders. Auf die Gefahren hinzuweisen, ohne den erhobenen Zeigefinger, das ist der bessere Ratgeber als Verbote oder Anfeindungen. Eltern sind Garant und Vorbild dafür, dass ihre Kinder stark werden und auf ihre Gesundheit achtgeben. „Ich bin für dich mein Kind, aber ich bin gegen Drogen.“

Ein Video vom Kinderbürgerfest 2015 in Schierling sehen Sie hier:

In Schierling stieg 2015 das erste KiBü des Jahres.

Wie groß ist der Einfluss der Freunde auf die Kinder? Kann „schlechter Umgang“ die Risiken für einen Drogenmissbrauch erhöhen?

Jedes Kind, jeder Jugendliche ist ein Individuum. Es will gerade in der Entwicklung selbst entscheiden, mit wem es sich trifft, Freundschaften schließt oder feiern geht. Das ist Ausdruck des Selbstständigwerdens. Natürlich kann es geschehen, dass Freundschaften entstehen, bei denen die Nähe zu Alkohol, Tabak oder Drogen riskant wird. Daher ist es so wichtig, dass wir unseren Kindern beibringen, welche Gefahren von legalen wie illegalen Drogen ausgehen. Gut aufgeklärte Kinder sind weniger anfällig.

Was können Eltern tun, wenn sie erfahren, dass ihr Kind schon Erfahrungen mit Drogen gemacht hat?

Eltern sollten auf jeden Fall nicht in Panik verfallen. Nehmen Sie sich Zeit und reden Sie mit ihrem Kind. Das hilft oft schon. Und wenn man merkt, dass man alleine nicht weiter kommt, dann gibt es professionelle Hilfe. In jeder Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, niedrigschwellige Angebote der Drogenhilfe oder auch Angebote die sich speziell an Hilfe suchende Eltern richten. Unser Suchtberatungssystem in Deutschland ist eines der besten weltweit. Wir tun alles, damit Abhängigkeiten vermieden beziehungsweise adäquat behandelt werden können.

Welche Eigenschaften müssen bei Kindern gefördert werden, um sie später stark gegen Drogen zu machen?

Aufgeklärte Kinder, die mit Selbstbewusstsein durch ihr Leben gehen, haben es sicher einfacher, bestimmten Anreizen zu widerstehen. Die BZgA bringt das mit ihrer Kampagne deutlich auf den Punkt. Unsere Kinder lernen dabei spielerisch, was gut für sie ist. Sie erfreuen sich an dem wichtigsten, das sie haben: der Gesundheit. Das ist die beste Prävention. Nicht nur Lehrer und Eltern, die ganze Gesellschaft muss hier mitmachen. Selbstbewusst werden, sich selbst mögen und annehmen, kritisch denken und Nein sagen können. Problem- und Konfliktfähigkeit, Achtsamkeit für die eigene Gesundheit entwickeln – das bedeutet für mich Kinder stark zu machen.

Die Sponsoren des Fests

  • Freier Eintritt

  • Ein buntes Fest bei freiem Eintritt wie das Regensburger Kinderbürgerfest funktioniert nur durch das Engagement zahlreicher Sponsoren, die sich für die Kinder einbringen.

  • Die Hauptsponsoren

  • Hauptsponsoren sind das Donau-Einkaufszentrum Regensburg, die PSD Bank Niederbayern Oberpfalz eG, die Privatkelterei Nagler, die REWAG und die Stadtwerke Regensburg.

  • Co-Sponsoren

  • Co-Sponsoren sind AOK – Die Gesundheitskasse, Götz quality services, Drünkler Miet-WC und die ’Johanniter.

  • Die Medienpartner

  • Medienpartner in der Berichterstattung sind TVA und Charivari.

Alles zu unseren Kinderbürgerfesten lesen Sie in unserem Spezial!

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