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Regensburg-Trend

Das Meinungsbild vor der Kommunalwahl

Professor Edgar Feichtner hat im Auftrag der MZ die Umfrage durchgeführt. Das ist die Methode der repräsentativen Befragung.
Von Dr. Christian Eckl

Welche Erwartungen haben die Regensburger an das nächste Stadtoberhaupt? Foto: Effenhauser/Stadt Regensburg
Welche Erwartungen haben die Regensburger an das nächste Stadtoberhaupt? Foto: Effenhauser/Stadt Regensburg

Regensburg.In Zeiten der „gefühlten Wahrheiten“ sind Fakten umso wichtiger. Doch wie erhebt man diese Fakten? Vor dem Hintergrund des Wahlkampfs 2020 hat die Mittelbayerische in Zusammenarbeit mit dem Institut „mafotools“ von Professor Dr. Edgar Feichtner (OTH Regensburg) eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Der Regensburg-Trend bildet mit einer wissenschaftlich fundierten Methodik der Befragung das aktuelle Stimmungsbild in der Regensburger Bevölkerung ab. Im Folgenden stellen wir die Methode vor, die dem Regensburg-Trend zugrunde liegt.

Die Bevölkerung wird abgebildet

Zunächst werden mit Hilfe eines Zufallsgenerators Telefonnummern ausgewählt, die zu Regensburger Privatpersonen gehören. Dabei ist wichtig, dass theoretisch jeder Regensburger mit Telefonanschluss ausgewählt werden kann. Daraus ergibt sich die sogenannte „Grundgesamtheit“ einer Umfrage: Sie bestimmt, über welche Gruppe von Menschen man anschließend Aussagen treffen kann. Weil theoretisch alle Regensburger, die am 15. März wählen dürfen, befragt werden konnten, bildet die Regensburger wahlberechtigte Bevölkerung eben diese Grundgesamtheit. Deshalb werden nur Regensburger über 18 Jahre befragt.

Professor Edgard Feichtner setzte die repräsentative Umfrage im Auftrag der Mittelbayerischen um. Foto: Lex
Professor Edgard Feichtner setzte die repräsentative Umfrage im Auftrag der Mittelbayerischen um. Foto: Lex

„Repräsentativität liegt vor, wenn in den Strukturen der Stichprobe und der Grundgesamtheit Übereinstimmungen bestehen, welche eine Verallgemeinerung der Ergebnisse zulassen“, sagt Professor Feichtner. Deshalb hat der Wissenschaftler eine Zahl von Befragten errechnet, mit der die Ergebnisse der Befragung repräsentativ werden.

351 bei der Wahl am 15. März wahlberechtigte Regensburgerinnen und Regensburger wurden befragt. Wichtig war hier aber sowohl das Alter der Befragten, als auch das Geschlecht. Denn die Zusammensetzung der Stichprobe muss identisch sein mit der Zusammensetzung der in Regensburg wahlberechtigten Personen. Die Forschungsgruppe Wahlen beispielsweise befragt für die gesamte Bundesrepublik 1250 Personen. 351 Befragte Regensburger geben ein verlässliches Meinungsbild wieder.

Denn ein weiterer wichtiger Aspekt spielt bei der Befragung durch „mafotools“ eine zentrale Rolle: Die Altersstruktur aller Befragten deckt sich am Ende mit der Altersstruktur der Regensburger Wahlbevölkerung. Zudem bildet die sogenannte „Stichprobe“ exakt das Geschlechterverhältnis ab. Häufig werden wissenschaftliche Aussagen aus Befragungen dennoch hinterfragt. Professor Feichtner ist wichtig, klarzustellen: „Es wird tatsächlich immer schwieriger, Auskunftspersonen zum Interview zu gewinnen. Die sinkende Mitmach-Bereitschaft macht eine Befragung aber in erster Linie teurer, da durch steigende Verweigerung immer mehr Personen angerufen werden müssen“, so der Wissenschaftler. „Wenn die Vorgaben zur Auswahl der Zielpersonen eingehalten werden, führt dies – wie gesagt – zu steigenden Kosten, jedoch nicht zu Qualitätsverlusten.“

Meinungsbild, doch keine Prognose

Meinungsumfragen vor Wahlen sind ein Stimmungsbarometer, aber auch eine Momentaufnahme. Dennoch geben sie Auskünfte darüber, wie die öffentliche Wahrnehmung von Themen, Kandidaten und Parteien ist. Eine Wahlprognose ist der Regensburg-Trend aber nicht. Professor Feichtner fasst die Ergebnisse zusammen: „Anhand der Daten kann man ablesen, welche Themen den Regensburgern wichtig sind und wie gut der Wahlkampf der Kandidaten funktioniert .“

Regensburg-Trend

Das sagen Regensburger Persönlichkeiten

Eine repräsentative Befragung der Regensburger Wahlbevölkerung gibt die aktuelle Stimmung wieder. Das sagen Prominente dazu.

Der Regensburg-Trend 2020:

Unsere repräsentative Umfrage liefert sechs Wochen vor der Wahl ein Stimmungsbild in Regensburg. Lesen Sie ab Sonntag auf www.mittelbayerische.de/trend mehr über diese Themen:

Die Gegenwart: Wie sehen die Regensburger ihre Stadt und die Politik der vergangenen Jahre? Ist Regensburg gut regiert worden? Und wie familienfreundlich ist Regensburg überhaupt? Im ersten Teil des Regensburg-Trends konzentrieren wir uns auf den Ist-Zustand.
Außerdem: Was sagen bekannte Regensburger zu den Ergebnissen und wie sehen sie unsere Stadt?

Die Zukunft: Was wünschen sich die Regensburger für ihre Stadt? Der Regensburg-Trend beleuchtet, welche Fragen für die Regensburger von zentraler Bedeutung sind. Verkehr, bezahlbares Wohnen, Umwelt: Das sind die Zukunftsthemen, die viele Regensburger bewegen.
Außerdem: Wir befragen Experten, wie sie die Umfrageergebnisse bezüglich der Zukunftserwartungen einschätzen.

Die Parteien: Welcher Partei trauen die Regensburger am ehesten zu, die Probleme der Stadt in den kommenden sechs Jahren zu lösen? Schlägt der Höhenflug der Grünen auf Bundesebene auch auf Regensburg durch? Und wie bewerten die Regensburger die „Brücke“?
Außerdem: Die Parteivorsitzenden kommentieren die Ergebnisse des Regensburg-Trends im Gespräch mit der MZ.

Die Kandidaten: Welche Kandidaten kennen die Regensburger überhaupt? Und mit welchen Namen können sie wenig anfangen? Gibt es einen Amtsbonus? Und welchem Kandidaten trauen die Regensburger zu, die Probleme zu bewältigen und die Zukunftsthemen anzugehen?
Außerdem: Die Kandidaten kommentieren ihr Ergebnis und ziehen ihre Schlüsse, wie sie damit umgehen wollen.

Die Affäre: Kaum ein Thema hat die Stadt in den vergangenen drei Jahren so sehr in Atem gehalten wie die Parteispenden-Affäre. Welche Rolle spielt diese für die Entscheidung? Wie stark beeinflusst sie das Wahlverhalten? Sollte man die Gesetzgebung zu Parteispenden ändern?
Außerdem: Prominente Experten schauen auf den Parteispenden-Skandal und seine möglichen Auswirkungen.

Der Abschluss: Im siebten und letzten Teil unserer Schwerpunktwoche zum Regensburg-Trend gibt es nochmals alle Ergebnisse auf einen Blick, aber Punkt für Punkt von einer renommierten Stimme des politischen Bayern kommentiert und erklärt.
Außerdem: Im Leitartikel zum Regensburg-Trend ordnet die Redaktion die Ergebnisse ein und gibt einen Ausblick.

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