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Das neue Amt steht ihr

Ein Kommentar von Marion Koller

Nach drei harten Jahren als OB-Stellvertreterin und einem knappen Sieg steht Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) nun offiziell an der Stadtspitze. Die 59-Jährige scheint wie verwandelt. Offenbar ist eine große Last von ihr abgefallen, obwohl sie erneut als Krisenmanagerin handeln muss. Heute wegen des Coronavirus, in den Jahren zuvor wegen der Korruptionsaffäre um ihren Vorgänger Joachim Wolbergs.

Gut gelaunt beantwortet die Politikerin alle Fragen der Journalisten, ohne lange nachzudenken oder jedes Wort auf die Waagschale zu legen. Klar umreißt sie, dass sie die Stadtbahn, einen optimierten Busverkehr, gute Kinderbetreuung, Hilfen für den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und wirtschaftlich Schwache will.

Das war nicht immer so: Im Wahlkampf reagierte Maltz-Schwarzfischer hin und wieder ungehalten, wenn ein Reporter hartnäckig nachbohrte. Das geschah etwa am Rande einer MZ-Leserkonferenz mit den Kandidaten. In den Jahren als OB-Stellvertreterin war ihr politisches Profil nicht klar zu erkennen. Diese Unsicherheit ist wohl überwunden: Das neue Amt verleiht mehr Anerkennung. Es steht ihr.

Es bleibt zu hoffen, dass Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die sehr sozial denkt, auch ihre Kontakte zur Wirtschaft vertieft und an die frühere erfolgreiche Ansiedlungspolitik anknüpft.

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